Alkohooohl, ist das Dressing für deinen Kopfsalat…

http://www.songtexte.com/songtext/herbert-gronemeyer/alkohol-3bdcf49c.html

Dieses Lied, ging mir heute morgen durch den Kopf, weil ich vor Ärger sogar heute Nacht aufgewacht bin.

ALKOHOL, in Deutschland – oder: Was niemand sehen will.

Ja, ich fahre ab und an TAXI. Ich bin Einer dieser Leute, die von manchen Fahrgästen mitleidig belächelt werden, wie man so tief sinken kann. Ich lasse sie gerne in ihrem Kleingeist dahin siechen und die Hintergründe, sowie meine anderen Tätigkeiten gehen sie sowieso nichts an.

Und ich bin WHISKEY-Liebhaber. Ja, ich habe im Moment so circa 8 – 10 Sorten Whiskey zuhause. Nicht gerade der Billigste und nicht das Gesöff aus der Kneipe. WHISKEY ist gerade sowieso IN und ganz nebenbei so ein bißchen Eines meiner Hobbys. Nur das eine Flasche – wenn sie übehaupt auf ist – so nach ca. 1  1/2 Jahren noch halb voll ist. Und meistens hatte dann noch der Ein oder Andere Freund seinen Anteil am Getrunkenen.

Vor einigen Jahren regte ich mich über die Hatz gegen die Raucher auf. Keine Frage! Rauchen IST ungesund! Darüber gibt es nichts zu diskutieren. Keine Frage! Rauchen ist eine Sucht! Auch darüber diskutiert man besser nicht. Nur die Art und Weise, wie man mit Rauchern dann verfuhr, war nicht gerade Gentleman-Like. Damit soll das Thema hier abgeschlossen sein.

Was scheinbar niemanden interessiert, ist die Sauferei. Was sie schon für einen Schaden angerichtet hat, dürfte kaum zu errechnen sein. Und im Laufe des TAXI Fahrens bekam ich in Richtung ALKOHOL dann irgendwie eine ganz neue Sensibilität für dieses Thema.

Rechne ich heute die Menschen zusammen, die sofort als Alkoholiker diagnostiziert würden, und die ich kenne, bekomme ich mittlerweile Angst.

Menschen, die vom Charakter her eigentlich einwandfrei sind. Menschen, die auch viele Schicksalsschläge haben hinnehmen müssen. Aber auch Menschen, die sich jetzt und heute permanent selbst belügen, und die nur noch Eines im Sinn haben: BIER her!

Manchmal bekomme ich gesagt: Neee, Whiskey ist nix für mich! Und dann betrachte ich mir diese Leute. Ja, Whiskey ist tatsächlich nichts für sie. Nicht, weil er ihnen nicht schmecken würde, denn das Argument ist nur vordergründig. Sondern, weil das Zeug ihnen zu teuer ist.

Alkohol muss her. Und zwar in Massen. Bier eignet sich dafür recht gut. (Bei Frauen übrigens, ist der Wein dahingehend gerne gesehen).

Meine Ex-Schwiegermutter, die nicht mehr unter den Lebenden weilt, war mal Alkoholikerin. (Später, hörte sie jedoch mit dem Trinken auf). Ich muss keinem sagen, dass diese Frau zu diesen Zeiten so unausstehlich war (nebst ihrem ohnehin zweifelhaften Charakter), dass ich heute, selbst nach ihrem Tode, mir den Luxus erlaube, sie zutiefst zu verachten. Nicht wegen der Sauferei. Das ist eine Krankheit und ich bewundere die Suchttherapeuten. Sondern wegen dem, was dabei heraus kam…

Mein Stiefvater war auch Alkoholiker. Heute ist mir das eher bewusst. Er war sehr gläubig und wollte ein guter Christ sein. Die Sauferei hielt ihn dann nicht davon ab, sich absolut gegenteilig zu benehmen.

Am Wochenende musste eine Freundin einen abendlichen Ausgehtermin mit uns absagen. Warum? Weil Ihr Gefährte zu einem Fußballspiel ging und sie genau wusste, dass er Hackedicht wieder nach Hause kommt. Ich habe ihn auch bislang als Freund betrachtet. Jetzt geht er mir mit seinem dummen Gelaber nur noch auf den Geist.

Nein, heute schreibe ich nicht aus therapeutischer Sicht. Ich schreibe auch nicht verständnisvoll und nutze verbale Blümchen, ob der schrecklichen Krankheit. Ich schreibe heute emotional. Aus meiner Sicht und menschlich. So, wie es jemand schreibt, der genervt ist. Ja, liebe Säufer! Nicht nur Euch geht es schlecht. Ihr belastet auch Eure Umwelt!

Ich kenne mittlerweile soooo viele Menschen, von denen ich genau weiß, dass sie nicht ausgehen, wenn sie wissen, an diesem Tag aus irgendeinem Grund (vielleicht weil sie noch fahren müssen), keinen Alkohol trinken zu können. Dann bleiben sie lieber zuhause. Und wir reden hier nicht von 0,2 cl Whiskey, die man mal genießt oder EINEM Bier und dann ist es gut. Könnten sie das noch, würden sie ja mitkommen. Nein, sie wissen: Betrete ich die Kneipe, komme ich Voll wieder raus.

… und labern den Taxi Fahrer zu. Nun, das bin ich gewöhnt. Aber manchmal könnte ich der Figur, die seit vierzig (!) Jahren Hartz IV bezieht – Ja 40 ! – und der seinen Vater verhauen hat um auch dessen Rente zu versaufen, sorry: Eins in die Fresse hauen.

Ich doofer Idiot, genügsamer Esel und dafür immer wieder bestraft worden, wollte gestern einem mir bekannten Handwerker einen Gefallen tun und mir auch. Das Fenster kann jetzt neu gesetzt werden. Ich hätte es wissen sollen. Ich bin nur noch froh, dass er nicht noch vom Dach gefallen ist.

Ja, ich rege mich gerade auf. Zurecht, wie ich meine. Nein, meine Nerven würden nicht mehr ausreichen, Suchtkranke zu behandeln. Diesem Job gebührt allerhöchster Respekt. Wir sind immernoch ein „freies“ Land, möchte man zumindest meinen. Man kann das Zeug nicht verbieten. Das wäre auch der falsche Weg.

Es ist auch nur noch traurig, wenn ich die zahnlosen Leute sehe, wenn ich in die entsprechenden Kneipen als Taxi-Mann komme und sehe sie, mit immer den gleichen Klamotten und der zerstörten Existenz. Die meisten von ihnen gehen sogar arbeiten. Und verdienen nicht schlecht! Zur Freude des Gastwirtes. Des einen Freud, des anderen Leid. Sie haben nichts. Rein gar nichts mehr. Wie sie das schaffen, arbeiten zu gehen und dann sich bis nachts um zwei vollaufen zu lassen, finde ich faszinierend. Ich würde das nicht aushalten.

Aber die Masse derer erschreckt mich. Und sehe ich die Auswüchse, die eine moderne, offene Gesellschaft so mit sich bringt, frage ich mich manchmal, ob die meisten Menschen nicht tatsächlich einfach nur Führung und Vorschriften brauchen, um sich nicht selbst zu zerstören.

Eines – und wenn es auch nicht wirklich viel ist – kann ich einem ehrlichen Muslim abgewinnen. Er meidet Alkohol und er weiß wohl auch warum.

Schade, dass ein wenig Verstand und Einsicht scheinbar nicht ausreicht, das selbstzerstörerische Tun zu erkennen. Deshalb ist es ja auch eine Krankheit. Aber krank zu sein, ist heute auch beliebte Ausrede. Zudem fehlt den Meisten sogar die Krankheitseinsicht. Sie brauchen sich also nicht mal damit raus zu reden. Sie finden noch viel profanere Ausreden.

Scheinbar sind wir Menschen dann doch so unzulänglich gestrickt, dass es einer  fundamentalistischen und strengen Religion bedarf, die jeder Logik, wissenschaftlicher Erkenntnis und oftmals reiner Menschlichkeit an sich, wiederspricht, um Menschen vor sich selbst zu schützen.

Das ist nicht gut. Gar nicht gut.

 

 

Einmal quer durch’s Gemüse, oder: Wie blöd darf man sein?

Kennen Sie das? Welch schönes Gefühl, einen Blog zu haben, auf dem Sie einfach einmal so richtig abkotzen können und selbst wenn es keiner liest, ist es Dir richtig scheiß egal.

Ja, man darf sogar mal Kraftausdrücke verwenden, weil Dich sowieso keine Sau kennt. Ich mag das. Eine Rampensau war ich noch nie und möchte auch keine werden. Also tippe ich hier.

Und anonym darf ich das sowieso 😉 Natürlich darf man auch anonym niemanden beleidigen, was ich auch nicht vor habe, aber: Ich bin im Schreiben sozusagen recht frei. Bezogen auf meine Bücher ist das manchmal schwierig, weil irgendwann der Lektor Schnappatmung bekommt. Aber auch den muss ich hier nicht konsultieren.

Also fangen wir doch einmal mal mit Punkt 1 an und gehen mal heute zwei Aufreger durch, welche nur rudimentär wieder gegeben werden können, denn die Liste ist lang. Seeeehr lang – in unserem ach so schönen Lande. Und weitere Aufreger spare ich mir für weitere Artikel auf.

1.

Die gute alte „Tagesschau“. Von Bösewichtern als Bestandteil der Lügenpresse beschimpft. Von sachlich gebliebenen Realisten die Information suchen, gemieden, ob ihrer recht kurz gehaltenen Nachrichten, dient sie doch aber der Nachrichtenübermittlung zumindest dem Großteil der Bürger.

Kommt da doch gestern tatsächlich folgendes: Ein Bericht über eine Insel im Südpazifik, die aufgrund der Meeresströmung Unmengen (!) an Plastikmüll heran gespült bekommt, der sich zudem fortsetzt, wenn man am Strand auch noch ein bißchen gräbt. Müll überall! Plastik, dass die Meere zerstört. Plastik, dass die Fische tötet. Plastik, dass den Tod eines ganzen Ökosystems verursacht. So weit so gut. Also eben nicht gut, aber soweit vernommen.

Dann: Ja, wo kommt der Scheißdreck denn her? Fangen wir mal so an:

Seitdem die „Grünen“, die sich ja während ihrer Entstehung des politischen Großwerdens die Umweltpolitik (zurecht) auf die Fahnen geschrieben hatten, die Müllberge kritisierten, ist viel Zeit vergangen.

Seither wird an Müll viel viel Geld verdient. Bei uns wird er verbrannt oder recycelt. Wilde Deponien gibt es nicht mehr. Wir zahlen für den Abfall wie es sich für einen ordentlichen Bürger gehört. Bringt er etwas zur Deponie, findet er ein ordentlich aufgeräumtes Unternehmen vor, das fein sortiert, viele verschiedene Container aufweist, in die man nach vollzogener Mülltrennung die eigenen Sachen entsorgen darf und etwas zusätzliche Gebühr dafür zahlt. Alles in Butter. Sollte man meinen…

Zurück zu den „Grünen“. Haben Sie in der Vergangenheit nochmal etwas von Müllbergen gehört? Krirtik daran, warum man eine schlichte Ware zig mal in Plastik verschweißen muss. Bei uns gibt es die sogenannten „gelben Säcke“. Da kommt der Plastikmüll rein. Scheißzeugs, dass nicht richtig brennt und die Natur nicht abbaut. Ein Dreipersonen-Haushalt legt regelmäßig zur Abholung sechs-bis acht Säcke Plastikmüll an die Straße. 6 bis 8 (!) . Nur Plastik! Nix Anderes! Stört das Jemanden? Stört das die Grünen?  Nöööö.

Und der Scheiß ist auch noch umsonst! Kostet also nix extra. Ist in den Gebühren drin! Nebenbei bemerkt:

Ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass unser Staat, der sich ja ach so um die lieben Kinderlein und die Familien kümmern möchte – insbesondere deren Förderung- haha, watt hammer gelacht, nicht dafür zu sorgen imstande ist, dass nämlich WINDELSÄCKE einen verdammten Scheiß-Haufen an Geld kosten? Richtig gelesen! Eine kleine Familie bekommt ein Baby und das macht richtig viele kleine Scheißhaufen. Die zu entsorgen kostet Geld: Jeder Sack- und der ist echt schnell voll – kostet bei uns 1.50 €. Da kriegste mal schnell im Monat 10-12 Säcke beisammen. Der PLASTIKSACK kostet nichts extra. Komisch, wie ich finde.

Unsere mittlerweile mit Krawatten ausgestatteten Grünen finden das nicht komisch. Komisch eigentlich.

So. Was passiert mit dem Dreck? Naja, man verkauft ihn. Ja, man verkauft Müll! Wie auch immer das im Detail geht, aber es wird mit Müll Kohle gemacht. Und seither mit Müll Kohle gemacht wird, hört man auch keine Klagen mehr, es gäbe von demselbigen zuviel. Seltsam oder? (Ironiebutton aus)

Nun schippern über die Weltmeere allerlei Dampfer, mit Schweröl betrieben, während Du ein umweltgerechtes Auto kaufen sollst, und die sind auch mit Müll beladen. Ja, und wie werden die Dinger den Scheiß los? Manchmal auf einfache Weise: Man lässt ihn zu Wasser, sozusagen. Zusätzlich zu den ganzen anderen Phänomenen, wo der Müll sonst noch her kommt.

Zum Beispiel ist es außerordentlich intelligent, nach AFRIKA Waren zu liefern, die wie verpackt sind? Richtig. Aus Plastik. Und weil die nicht so schöne Deponien haben, wandert das dann auch wohin? Genau! Dorthin wo man es gerade hin schmeißen kann.

So weit so gut und zurück zur Tagesschau: Denn diese hatte eine witzige Erklärung parat, welche dem dummen Wahlvieh erzählt wurde, wo das Zeugs denn her käme:

Man blendete eine Deutschland-Karte ein (!), keine Internationale, – Nein! – eine DEUTSCHLAND-KARTE und darauf waren unsere Flüsse eingezeichnet. Der RHEIN, der MAIN, die ODER und die ELBE. Mehr Flüsse gabs nicht zu sehen. Kennt der durchschnittlich gebildete Bürger ja sowieo nicht mehr.

Und dann hieß es: Das Plastik würde in die Flüsse geworfen und gelange dann von eben diesen Flüssen in das Meer, woraufhin dieses dann das Meer verseuche und die arme Pazifikinsel noch dazu.

Ja, seid Ihr denn total bescheuert? Oder einfach nur noch KACKDREIST?

Ja nee is klar. Die bösen Deutschen schmeißen ihren Plastikmüll in Rhein und Ruhr und deshalb sind die Meere verdreckt. Sieht man ja jeden Tag! Man sieht das Zeug auf jedem deutschen Fluß herum schwimmen, so dass man nichts anderes mehr sieht und der Schiffsverkehr ist auch noch beeinträchtigt dadurch.

Also dieser nachrichtlich übertragene Stumpfsinn ist kaum noch zu überbieten. Kein Wunder, dass die Presse per se, so in der Kritik steht. Sind es Träumer, die den Quatsch wirklich glauben?

Oder ist es nicht nur wieder so, dass es natürlich viel leichter ist, den dummen Steuermichel als Schuldigen heraus zu suchen um die wirklichen Verursacher dieser Schweinerei nicht beim Namen nennen zu müssen. Denn mit Müll wird ja Geld verdient und wo Geld ist, ist Lobyismus,

Ach und dann war da noch was: Die Deutschen sind sowieso an allem Schuld. Das habe ich ganz vergessen.

 

2.

Unsere Bundesverteidigungsministerin, Frau Ursula von der Leyen, genannt „Flintenuschi“, legt sich ja derzeit bekanntermaßen mit dem eigens ihr unterstellten Verein an: Der Bundeswehr.

Die Bundeswehr ist nicht allzu begeistert, wegen der dort empfundenen Illoyalität, aber die Bundeswehr hat auch noch nicht verinnerlichen können, dass sie nicht mehr vordergündig eine Armee darstellt, sondern sich auf die Schulungen bezüglich sexueller Diversity einzustellen hat.

Nun sind rechte Umtriebe nicht sonderlich erquickend, weshalb man ihnen nachgehen muss. Aber zudem erscheint ihr Vorgehen recht reflexhaft und nicht auf den Punkt kommend. Denn gleichzeitig – so scheint es – nutzt Flintenuschi die Gelegenheit, die Gesinnung per se prüfen zu müssen. Das bekommt einen faden Beigschmack und hat was von Sippenhaftung.

Natürlich ist es auch recht leicht, nach unten zu treten, aber unangehme Fragen muss man sich wohl dann doch gefallen lasse:

Wie es z.B. möglich war, dass sich ein deutscher Soldat als syrischer Flüchtling registrieren lassen kann. Eigentlich eine Nummer aus dem Lummerland oder eben aus der Bananenrepublik Deutschland, mit einer bald wieder gewählten „Wir schaffen das!“ Kanzlerin. Ja, liebe Angela. Du schaffst uns…

Im Kaiserreich hätte man Flintenuschi ob des Anstrebens dieses Ministerpostens (sofern sie ihn überhaupt je angestrebt hat) gefragt:

„Ja, haben sie denn überhaupt gedient?“ Aber heute braucht man das nicht mehr. Unsere Politiker sind Allround-Genies und jeder der es nicht bemerkt, ist ein Rechter oder schlicht blöd oder Beides.

Und jetzt möchte Flintenuschi als Cheffe richtig aufräumen. Nein, nicht dort wo es notwendig wäre, in Anbetracht nicht fliegender Hubschrauber, um die Ecke schießender Gewehre, eines nicht fliegenden Transportflugzeuges und der eigenen Unfähigkeit, wenigstens eine vernünftige Ausschreibung für die neuen 5 geplanten Fregatten hin zu bekommen, nein, sie betätigt sich lieber als sozialistischer Politoffizier:

Und so lesen wir heute in der BILD:

Im Panzermuseum

                                   Schnittmodell eingezogen

 

Zitat:

Munster – Jetzt muss sogar das Panzermuseum in Munster (Lüneburger Heide) wegen des Bundeswehrskandals seine Exponate neu ordnen! Ein Sprecher des Heeres bestätigt auf BILD-Anfrage:

„Abgesehen von vereinzelten Ausstellungsstücken und Modellen, die entfernt wurden, wurden einzelne Leihgaben der Lehrsammlung der gepanzerten Kampftruppen von der Truppe eingezogen und eingelagert.“

Darunter nach Angaben des Heeres sogar das Schnittmodell einer Wehrmachtswaffe.

Nun, gesunder Menschenverstand beweist sich auch dadurch, dass solche Menschen, die zu eben jenem fähig sind, auch Verhältnismäßigkeiten in ihrem Tun fähig sind anzuwenden.

Ich selbst darf diesen Unfug durchaus anprangern, denn ich war politisch nie „rechts“ , aber die Definierungshoheit obliegt ja nun anderen und daran kann ich nichts ändern.

Vielleicht sollte man im Zuge dessen auch den Verkehrsminister konsultieren, der bitte die Oldtimer-Szene auffordern solle, dass alle Fahrzeuge aus dieser Zeit nicht mehr automobiles Kulturgut seien, sondern Zeitzeuge der NS-Diktatur und deshalb weder ein H-Kennzeichen bekommen können, noch öffentlich mehr vorgeführt werden dürfen.

Dieser blonde wandelnde Aprilscherz in Form einer deutschen Ministerin hat schlicht den Schuß nicht mehr gehört. Vielleicht sollte im September bedacht werden, dass uns auch diese Figuren erhalten bleiben werden, bis sich unser Land international der vollständigen Lächerlichkeit preis gegeben hat.

 

 

 

 

 

 

„Zwangsvaterschaft“ – oder: Die Hinterfragung eines mütterlichen Alleinstellungsmerkmales…

Unlängst hat der Genderkongreß 2017 stattgefunden, welcher ein bislang unbeachtetes Thema aufgriff:

Die Zwangsvaterschaft

https://www.genderkongress.org/anmeldung/

Während die Themen des Genderkongresses derzeit sich noch gewisser Unbeliebtheit erfreuen, in dem sich mittlerweile dem Establishment zugehörig fühlenden „Gender-Mainstreaming“ und deren Vertreter/innen, sind die Themen mithin nicht weniger interessant, sondern notwendig, da die der Öffentlichkeit dargebrachte Einseitigkeit derjenigen, die die Welt zu erklären wissen, kaum noch zu rechtfertigen ist.

Bezeichnend aber ist der Mut, ein Thema aufzugreifen, dass für sich alleine genommen schon eine Frechheit für den Feminismus bedeuten muss, da nicht einmal mehr diskutiert wird – ja nicht einmal kontrovers darüber nachgedacht wird – ob ein Kinderwunsch per se der Zustimmung beider Beteiligter bedarf, wo doch die absolute Deutungs- und Entscheidungshoheit bei der Mutter liegt, ob, wie und wann sie ein Kind möchte.

Der Blog von

https://emannzer.wordpress.com/2017/05/16/nachlese-vortrag-zwangsvaterschaft/

geht hier, auch mit vielen Verweisen und Verlinkungen sehr detailreich der Sache nach.

Grundsätzlich ist ein gesellschaftsfähiges Phänomen zu erkennen, über das genauso wenig nachgedacht wird, als dass es eigentlich tatsächlich dem entspricht, was unsere Gesellschaft derzeit tagein tagaus in die Hörner geflötet wird: Bloß keine Diskriminierung von Irgendwem.

Ist ja eigentlich auch ganz löblich, wäre da nicht das Problem der Selektion durch die Hintertüre. Denn wer sich als „diskrminierungswürdig“ erweist, entscheiden unsere Gleichstellungsexperten. Und Väter gehören nicht dazu. Auch nicht Werdende….

Es wird also auch gar nicht erst in Erwägung gezogen, dass es Männer geben könnte, die in eine solche Problematik als Betroffene herein rutschen könnten. Es ist von vorneherein festgelegt, wer das Opfer ist. Die Mutter.

Das nenne ich mal „Gestaltungsspielraum“.

Da ich dies natürlich so nicht stehen lassen kann, möchte ich demgegenüber eine andere Betitelung aus dem Finanz- und Steuerrecht anführen:

Handelt es sich nicht eher um Gestaltungsmißbrauch?

Während also der feministisch angehauchte Teil der weiblichen Bürgerschaft sehr gerne das Wort des „Erzeugers“ in den Mund nimmt, und dies auch im Zusammenhang mit dem obigen Thema, verbleibt nur noch hierzu zu sagen, dass gerade dann diese Feministinnen sich ihrer vollständigen Glaubwürdigkeit per se berauben, denn die Begrifflichkeit „Erzeuger“ ist wohl eine der sexistischsten Begriffe überhaupt, also Sexismus in Reinkultur, welcher doch so gerne von genau dieser Seite aus bekämpft wird.

Ich nenne eine Mutter auch nicht – und verhält sie sich noch so zweifelhaft – eine „Gebährende“.

Dies festzuhalten mir einmal wichtig war…

Betrachten wir also bei allem Für und Wider einmal einen Fall aus der Praxis:

Ein Paar ist seit einiger Zeit „zusammen“. Während der Mann sich noch nicht schlüssig ist, ob er ein Kind haben möchte (oder mit dieser Frau haben möchte?) oder nicht, beschließt die Mutter die Pille zu vergessen. Nun, man kann eine Pille vergessen, aber man sollte eben nicht vergessen, dass man sie vergessen hat. Aber das ist ein anderes Thema, denn hier ist das „Vergessen“ gleichzusetzen mit „Vorsatz“, den zuzugeben die Frau in der Öffentlichkeit dann sich doch nicht traut, weshalb man eben dann das Wort „vergessen“ nutzt. Wohl wissend, dass solche Vorgänge dann doch schon mal einen faden Beigeschmack nach sich ziehen können.

Der Mann und werdende Vater allerdings, steht nun vor einem Dilemma. Gefragt hat ihn niemand. Und ganz nebenbei ist er im Grunde also betrogen worden.

Egal ob:

  • Die Frau nun abtreiben möchte (und er nicht) oder,
  • Die Frau das Kind möchte (und er nicht)

Dieser Betrug ist nun nicht strafrechtlich relevant, aber es ändert nichts an der Defintion des Wortes Betrug an sich, welches nun schon – wissend was als Nächstes kommt – wortreich und auch agressiv von Seiten der Brigitte-Forum-Nutzer abgewiesen würde.

Nun , also seiner Entscheidungsfreiheit beraubt, hintergangen und betrogen, verlangt die Gesellschaft zum Einen, und die Mutter im Besonderen, von ihm „seinen Mann zu stehen“. Nicht zu seiner Entscheidung, die er ja nie treffen durfte, sondern zu dem, was auf ihn zukommt. Egal was.

Da hier einmal mehr die Deutungshoheit des Begriffes „Moral“ schlicht bei anderen lag, geht ihm sehr schnell argumentativ die Puste aus. Wie kann man sich auch nur gegen ein, nun schon sich auf der Welt befindliches Kind, stellen? Und nicht nur das! Wie kann man sich gegen eine Mutter stellen, die ein Kind nicht austragen möchte? Er kann es drehen und wenden wie er will. er steht daneben und hat genau dort zu bleiben…

Zahlen will er nur nicht, der Lump! (Sollte die Mutter sich für das Kind entschieden haben)

Und schwupps, befinden sich diejenigen ohne Scham und in aller Eile, die jedes Rollenverständnis und Verteilung desselbigen, versuchen als „Pfui Bäh“ vom Tisch zu fegen, wieder genau dort sehr gerne wieder, nämlich in dem Rollenverständnis, welches es doch so stark zu bekämpfen gilt.

Mutter bestimmt. Vater zahlt.

„Frau“ macht sich eben die Welt, wie sie ihr gefällt…

Der, dem Manne nun aufoktroyierte Wille der Frau, dem ein vollzogener Betrug voranging, hat nun die bedingungslose Kapitulation des Mannes zu folgen.

Entweder „Augen zu und durch“, was vielfach praktiziert wird, oder aber die Trennung von dieser Frau, da ja auch das Vertrauen des Mannes in seine Partnerin mißbraucht wurde und wer weiß was als Nächstes kommt?

Gemäß den Fall, dass die Mutter gegen den Willen des Mannes ein Kind bekam, gilt es aber nun die Finanzierung zu sichern, denn das Kindeswohl steht ja im Vordergund und wird gerne am Gelde festgemacht, so dass die Frau sich trefflich schön dahinter verstecken kann . Sie mutiert zum Opfer eines unwilligen Mannes.

Das deutsche Unterhaltsrecht verhält sich hier eindeutig: Der Staat will nicht zahlen, wenn er es verhindern kann, obwohl er Kinder möchte, die Frau kann nicht zahlen, da sie oftmals nicht einmal auf einen erlernten Beruf zurück greifen kann oder möchte und in Anbetracht des Vorhandensein eines Babys nun sowieso diesbezüglich gehandicapt ist, also bleibt nur noch Einer: Der Vater!

So macht man sich einfach, was nicht so einfach sein kann!

Und deshalb wäre einmal ganz revolutionär folgender Ansatz diskutierwürdig:

Wer sich über den Willen des Partners hinweg setzt und dessen ungewollte Elternschaft in eine erzwungene Elternschaft ändert, unterliegt dem Grundsatz des „Auswahlverschuldens“, dessen Auswirkungen dann zu tragen sind.

Gleichbedeutend: Keine Einwilligung. Kein Unterhalt!

Nun kommt der Begriff des „Auswahlverschuldens“ aus dem Schuldrecht.

Auswahlverschulden (lat. culpa in eligendo) ist ein Begriff aus dem Schuldrecht. Er bezeichnet den Sachverhalt, wenn der Schuldner bei der Erfüllung seiner Verbindlichkeit einen Dritten eingeschaltet hat, der erkennbar ungeeignet oder dessen Einschaltung doch zumindest mit erkennbaren Risiken verbunden ist.

Zumindest mit Risiken verbunden ist es, wenn eine Mutter ein Kind bekommt, ohne den Vater vorher zu fragen oder dessen Einwilligung einzuholen, so dass dieser Vater dann auch sagen könnte:

„Ach, laß mir meine Ruh'“ Das Risiko geht sie aber voll ein, denn der Zahlungen kann sie gesetzlich sicher sein. Sie zwingt eine Person in eine ungewollte Situation. Nach unserem Recht zahlt sie dann trotzdem. Um Rechte bezüglich des Kindes muss sie aber kämpfen. Ist das moralisch, wo doch die Frage nach der Moral auch im Raume stand?

Man wäre geneigt zu fragen, ja wie solle man denn die vorherige Einwilligung beweisen (?), – was nachvollziehbar ist – aber bei der Reform des Sexualstrafrechtes hatte man auch keine Probleme, eine quasi Beweislastumkehr mit dem Risiko der Befeuerung von Falschbezichtungen in Kauf zu nehmen.

Und hier einige interessante Fragen aus dem Workshop, welcher auf dem Gender-Kongress abgehalten wurde:

Zwangsvaterschaft – offene Fragen
Die Stellung des biologischen Vaters
Quelle der Fragen; zu finden auf dem Blog „jungsundmädchen“
1) Wie weit können die Rechte des biologischen Vaters in eine bestehende
Familie hineinreichen, wenn die Mutter bereits mit einem anderen Mann
eine Familie hat?
Bezüglich der Pflichten des biologischen Vaters besteht zumindest seitens des deutschen Familienrechtes kein Zweifel. Zahlen! Natürlich darf er die (Rest-) Idylle der Familie nicht stören. Aber sind die Interessen des Kindes nicht auch diejenigen, den leiblichen Vater kennen lernen zu dürfen und auch entsprechende Umgangsrechte wahrnehmen zu können?
2) Was gebietet der Schutz der bereits bestehenden Familie?
Diese Frage ist komisch, wie seltsam. Ist die Familie nicht mehr geschützt, wenn ein Kind der Familie einen anderen Vater hat und dieser seine Vaterrechte auch wahr nimmt? Vor wem oder was muss die Familie geschützt werden? Vor ihm?
Schützen wir dann demnächst auch Patchworkkrempel vor umgangsbegehrenden Vätern und nehmen ihnen gänzlich dieses Recht?
3) Welche Rechte kann der  biologische Vater geltend machen, wenn die
Schwangere gegen seinen Willen abreibt?
Vor vollendete Tatsachen gestellt, verbleibt wohl nicht viel. Das bestehende Abtreibungsrecht dürfte hier keine Lösung parat haben (können).
4) Kann es eine Abtreibung geben, zu der beide Eltern zustimmen müssen?
Und warum nicht? Zumindest sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass der Vater vorher gefragt werden muss, ob er das Kind groß ziehen möchte.
5) Ist ein verpflichtender Vaterschaftstest moralisch abzeptabel?
Sich über Moral zu unterhalten, kann weit führen. An diese hält sich die Familienrechtsprechung genauso wenig, wie es Frauenrechtlerinnen tun, wenn es um die Vertretung eigener Interessen geht.
Welche Frau hätte Interesse an einem Vaterschaftstest, wenn sie ihrem Ehemann beichten muss, was sie so in ihrer Freizeit anstellt? Es sei denn, sie stellt Unterhalt über den Ärger, der ihr blüht.
Ein Interesse daran, kann nur ein leiblicher Vater haben, der gleichzeitig seine Vaterschaft leben will. Darauf wurde bislang kaum Rücksicht genommen. Daran wird sich vorerst kaum etwas ändern.
Das Interesse könnte aber auch beim Kind liegen. Das zu fragen, wird schwierig, wenn es klein ist. Und da der mütterliche Alleinherrschaftsanspruch gesichert ist, überträgt man diese Frage an diejenige, die oftmals das wenigste Interesse daran hat
6) Welche der Abtreibung analogen Möglichkeiten sollte der biologische Vater haben?
Was sich aus der Antwort zu Frage 4 schon ergibt.
Hier gilt doch eher generell festzustellen:
Eine gleichberechtigte Teilhabe  der Eltern am Leben des Kindes – also Vater und Mutter – ist schon so oft bei normalen Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten für Vätern kaum umsetzbar. Sollte aber selbstverständlich so sein. Dies auf die Abtreibungsfrage und die Entscheidung, ob die Abtreibung stattfinden soll oder nicht zu übertragen, indem beide Elternteile die Möglichkeit haben müssen, sich dazu äußern zu  können, um dann zu klären, ob der Vater das Kind haben und großziehen möchte, wäre eine durchführbare Option.
Hier wäre auch der Moral Genüge getan.
Dazu bedarf es aber auch der Aufmerksamkeit, die Argumente der „Gegenseite“ zu beleuchten, welche aufzeigen, mit welcher Ideologie man es wirklich zu tun hat.
So ein Zitat einer erregten Feministin:
„An die Zustimmung des Erzeugers aber seine Vaterpflichten zu knüpfen,
ist zum einen Erpressung, begründet zum anderen eine soziale Notlage,
die zu einer Abtreibung berechtigt und ist reichlich herzlos gegenüber
dem Kind.“
Den Satz muss man erst einmal verstehen lernen. Dieser Auswurf an Sexismus  (Erzeuger),  und an geistiger Wirniss ist wohl nicht zu überbieten.
Es fühlt sich also diejenige erpresst, die nach Zeugung eines Kindes die Rechte des Vaters an seinem Kind – und die Rechte des Kindes an dessen Vater – negiert und die eigenen Interessen dem überordnet und sich dann selbst für schutzwürdig erklärt, indem sie sich als Opfer einer Erpressung sieht. Perfider geht es nicht.
Und setzt noch Einen drauf, indem sie daraus eine eigene „soziale Notlage“ begründet, die sie selbst wissentlich und willentlich herbei führte, indem sie mit diesem bösen Menschen in die Kiste ging, (dafür war er dann doch gut genug), um sich dann berechtigt zu sehen, eine Abtreibung ohne dessen Einwilligung vornehmen zu dürfen.
Wenn ich es richtig sehe, ist also die Abtreibung des Kindes dann nicht herzlos, sondern der vom Vater bekundete Wille, das Kind haben zu wollen.
Eines muss man solchen Leuten lassen. Im Laufe der vielen Zeit, die ihnen gelassen wurde, ihre eigenen Interessen über Alles andere zu stellen, konnte man sich so gut vorbereiten, dass es schon zur Tugend erwuchs, aus den eindeutigsten Vorgängen einen Opferstatus hervor zu zaubern, dessen Hinterlist zu durchschauen nur den Ausgebufftesten noch möglich erscheint.

 

 

 

The failed state – SOMALIA

Die täglichen Nachrichten berichten derzeit Schlimmes als auch Positives über Somalia; ein Land, dass in den 90ern und darüber hinaus, bei amerikanischen – und auch anderen – Soldaten, Alpträume erzeugte und bis heute als Terroristennest verschriehen ist – was durchaus seine Berechtigung hat.

Somalia, the failed State. Gescheitert. Unregierbar. Von einer Terroristentruppe belagert (al-Shabaab) und von lokalen Milizen ersatzweise terrorisiert. Anarchie in Reinkultur.

Neben der erneuten Hungerkatastrophe, hallen Jubelschreie in die Welt hinaus, welche verkünden, das Somalia einen neuen (jungen) Präsidenten hat, dem die Probleme seines Landes bewusst sind (ach neee…) und der nun Hoffnungsträger für seine geschundene Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft sein soll.

Würde es sich bei dem neuen Präsidenten um ein Mitglied der „“Expendables“ handeln, würde ich dem ja noch Hoffnung schenken. aber dem ist nach meinen Recherchen nicht so.

Na, „dann schaun mer mal“, um den Spruch eines bekannten Ex-Fußballers heran zu ziehen.

„Dann schaun mer mal genauer hin“, darf ich proklamieren und wende den Nachrichten besondere Aufmerksamkeit zu.

Was ist diesen Nachrichten substantielles zu entnehmen?

  1. Dort gibt es einen neuen Präsidenten
  2. Es gibt Milliarden Hilfen der internationalen „Gemeinschaft“ und auch Deutschland’s

Das war’s dann aber auch… Und weiter? Naja, mehr Details zu offenbaren, kann hier kaum wünschenswert sein, denn neben der Motivlage, dass „man“ Flüchtlingsströme an der Wurzel des Problemes anpacken möchte, sind die dahinterliegenden Gründe nicht für die Nachrichten gedacht.

Um zu verstehen, wie „Afrika-Politik“ wirklich funktioniert, müssen wir also dorthin schauen, was nicht Einzug in die „Tagesschau“ findet und schauen uns dieses „Land“ etwas genauer an.

Im Norden des Landes hat sich ein „Staat“ gebildet, der seit Jahren um internationale Anerkennung ringt – und diese nicht bekommt: SOMALILAND

Somaliland, war der ehemalige britisch kolonialisierte Teil von Somalia, während der Rest sich der italienischen Kolonialisierung „erfreuen“ durfte. Das die Kolonialmächte sich allesamt nicht gerade mit Ruhm beklekkerten ist gemeinhin bekannt und hier nicht das Thema. Nur geographisch kann man sich also nun über Somaliland ein Bild machen.

Nachdem das nun geschehen ist, lesen wir bei „wikipedia“ über Somaliland; Zitat:

Die Republik Somaliland ist als De-facto-Regime ein praktisch unabhängiger, international aber bisher nicht anerkannter Staat in Ostafrika, der den Nordteil Somalias – das ehemalige Kolonialgebiet Britisch-Somaliland – umfasst.

Und finden hier die erste breit gestreute Falschinformation. Denn Somaliland ist tatsächlich eine funktionierende Demokratie (!) und kein „De facto Regime“, wie man es Glauben machen möchte.

Somaliland kennt keinen Terrorismus und keinen Bürgerkrieg. Es bekämpft die Piraten, indem man sie – wenn man welche fasst – entwaffnet und einsperrt. Tatsächlich! Denn die Regierung von Somaliland hat ein absolut stabiles Land schaffen können, dass sich im Übrigen schon 1991 für unabhängig erklärt hat. Und das tatsächlich auch anderslautene Beschreibungen von Somaliland zu finden sind, zeigt diese Schweizer Web-Site, die ich in diesem Zusammenhang empfehle zu lesen, um sich ein Bild machen zu können:

https://www.nzz.ch/international/afrika/somaliland-der-staat-den-es-nicht-geben-darf-ld.13370

Somaliland druckte in der Folge dann tatsächlich auch eigenes Geld, welches bis heute in Stapeln gebunkert wird, denn die Währung wird neben der fehlenden Anerkennung dieses Landes ebenso nicht akzeptiert, und ist demnach für den Weltmarkt auch nicht anwendbar.

Während nun also auch die Bundesregierung 2 Milliarden (!) Euro in Somalia hoffnungsfroh „investieren“ will, wobei wir wohl nie erfahren werden, wo das Geld letztlich dann tatsächlich gelandet ist, bekommt Somaliland im wahrsten Sinne des Wortes, keinen Heller! Keinen einzigen Euro-Cent! Nichts. Nada! Ein stabiles Land, dass zu fördern sich lohnen würde, wird links liegen gelassen. Stattdessen investiert man in ein Terror-Nest. In einen „failed State“, wie gescheiterte Staaten international genannt werden.

http://www.kas.de/wf/doc/kas_23326-544-1-30.pdf?110822132907

Woran liegt das? Nun letztlich an der „unlängst“ stattgefundenen Kongo-Konferenz in Berlin (1884/1885) in der die Grenzen der afrikanischen Staaten gezogen wurden, und zwar nicht nach den ethnischen Begebenheiten des Kontinents, sonden lediglich nach der Interessenlage der europäischen Kolonialmächte.

Und die „Staatengemeinschaft“ hält an der „grundsätzlichen Unverrückbarkeit von Verfassungsstaaten“ fest, was eben die Anerkennung sich neu gebildeter Staaten in Afrika verhindert. Wenn es auch nicht gerade logisch erscheint oder der Friedenssicherung verhilft. Im Falle von Somaliland wäre dies ein Argument, wenn es auch Ausnahmen gibt, wie z.B. der Fall Süd-Sudan.

In der aktuellen Gemengelage der Politik und demzufolge also auch in den de facto sehr kurz gehaltenen Nachrichten für die Öffentlichkeit, sind also auch die Bestrebungen von Somliland nicht gerne gesehen und bleiben somit unerwähnt.  Ja, sie sind sogar unerwüscht. Dass es sich um ein stabilisiertes Land handelt, dass völlig auf sich alleine gestellt, versucht zu überleben, und ganz nebenbei mit eigener (schlecht ausgerüsteter) Polizei und ein wenig Militär versucht, sich bewaffneter und gut gerüsteter Eindringlinge zu erwehren, wird so nicht dargestellt.

Liest man den wikipedia Artikel über Somaliland weiterhin durch, stößt man auch auf eine Begründung, warum Somaliland noch keine Unabhängigkeit erfahren darf. Wegen des Konfliktes mit Bevölkerung in der Region Puntland. Dieses Argument ist aber nur vordergründig angeführt, denn tatsächlich will man Somalia als „Einheit“ erhalten. Eine Einheit, die es dort genausowenig gibt und gab, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch.

Auch gab das auswärtige Amt für Somaliland eine Reisewahrnung aus. Der Leser bekommt also ebenfalls den Eindruck eines völlig chaotischen und zudem gefährlichen Landes.

Das Somaliland sicher kein Paradies für Alltours-Touristen ist und auch keine Sicherheitsstandards anderer Länder hat, kann und muss auch nicht negiert werden. Trotzdem ist Somaliland, verglichen mit dem Rest-Somalia, ein Land mit paradiesischen Zuständen.

Und um AFRIKA besser kennen lernen zu können und auch um Somaliland „kennen zu lernen“ bedarf es oft Berichten derjenigen wenigen Personen, die solche Länder bewusst und intensiv bereisten.

Denn die Medien scheinen dazu eher ungeeignet zu sein.

Daher darf ich einen atemberaubenden und unglaublich tollen Reisebericht in Form eines Buches der Familie Beck empfehlen, die mit ihrem Geländewagen auch Somaliland besuchten. Und wer dieses Abenteuer als angenehme Bettlektüre liest, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus:

Empfehlung:

Werner Beck: Afrika hautnah

https://www.amazon.de/Afrika-hautnah-Cruiser-Grenzg%C3%A4nger-Kontinent/dp/3768836940/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1494494443&sr=8-2&keywords=Afrika+hautnah

Und während Beck so durch Afrika streift, gelangt er irgendwann auch nach Somaliland. Neben dem für uns amüsanten Erlebnis, dass er als erwünschter und seltener Tourist vom Vize-Präsidenten persönlich begrüßt wird, der sich noch dafür entschuldigt (!) dass der Präsident gerade nicht zugegen sein kann, bekommen die Beck’s an ihrem Nachtlager zwei Soldaten „aufgezwungen“, die des Nachts am Strand den mit einer Schlafkabine ausgestatteten Geländewagen bewachen! Ganz ohne erwünschtes Bakschisch….

Der Vize-Präsident begründete den Service unerwarteter Bodyguards mit den Worten, „man könne sich als ein Land, dass die Unabhängigkeit begehrt, nicht erlauben, dass nur irgendjemandem der sie bereist, auch nur ein Haar gekrümmt würde. Die Staaten würden sie genau beobachten.“

Weshalb ich mich dem Thema „Somaliland“ heute gewidmet habe? Vielleicht auch nur, um einmal darauf aufmerksam zu machen, dass Afrika für uns immernoch ein völlig unbekannter Kontinent ist. Das Afrika eben nicht nur – wenn auch leider oft und in großen Teilen – aus räuberischen Banden besteht und dass es Zeit würde, – auch für unsere Medien – erst einmal ein wahrheitsgetreues Bild über Afrika aufzubauen und sich wirklich einmal mit diesem Kontinent zu beschäftigen. Denn Hilfe, so man sie tatsächlich gewähren möchte, kann nur dann effektiv erfolgen, wenn man ein Land, oder einen ganzen Kontinent tatsächlich kennt.

Ich wage zu behaupten, dass neben diverser wirtschatlicher Interessen, tatsächlich überhaupt kein weiteres Interesse besteht, diejenigen zu fördern die es verdient haben und – man möge mir diese Worte verzeihen – diejenigen eben NICHT zu fördern, bei denen genau bekannt ist, wie das Spiel am Ende ausgeht.

Investieren wir also Gelder in Länder die den unbedingten Willen zeigen, eine stabile Gesellschaft zu gründen, sind dies Investitionen in die Zukunft, die diese Begrifflichkeit auch verdient haben.

Dann, und nur dann, sind aus eben diesen Ländern auch keine Flüchtlingsströme mehr zu erwarten. Wollte man, dass diese abreißen…

Stattdessen wird ein „neuer Präsident“ hoffiert, der auch „Mister Käse“ genannt wird und der alle Hoffnungen schon verbal eingebremst hat.

„Mohamed Abdullahi“, der eine recht aufregende Amtseinführung erfuhr, da ganz nebenbei die Al-Shaabaab Miliz mit Bombenanschlägen zeitgleich auf sich aufmerkam machte – was in der „Tagesschau“ nicht erwähnt wurde -, ist ein „us-somalischer Doppelbürger“. Könnte sich hier die Frage aufwerfen, wem sich dieser neue Präsident tatsächlich berufen fühlt und welche Interessen er tatsächlich dann zu vertreten gedenkt?

http://www.aljazeera.com/news/2017/02/president-mohamed-abdullahi-farmajo-inaugurated-170222081953516.html

Da die Freunde Amerikas nun mit Geldern zur Hilfe stehen, allen voran auch unsere Bundesregierung, erscheint vor diesem Hintergrund dann auch erklärlich.

Und so finden sich in seinem Werdegang viele Anhaltspunkte, welche dies untermauern. Somit sogar bei wikipedia zu finden:

1985–1989 war er Finanzbeamter in der somalischen Botschaft in den USA[4] und arbeitete vor seiner Emigration in die USA 1990 im Außenministerium von Somalia.[5]

Von 1994 bis 1997 arbeitete er bei der Wohnungsverwaltung der Stadt Buffalo als Finanzbeauftragter[4], von 1995 bis 1999 in einem Bleientsorgungsprogramm. Von 2000 bis 2002 war er im Gleichstellungsbüro der Erie County beschäftigt und danach in der Verkehrsabteilung in Buffalo tätig.

Im Dezember 2010 geriet der Minister in die Kritik, weil seine Regierung (denn als Staatschef war er schon mal tätig, nämlich von 2010-2011) ohne die Zustimmung des Parlaments Verträge mit zwei ausländischen Firmen geschlossen hatte.[10] Dabei handelte sich es um einen Auftrag für die Ausbildung der Präsidentengarde mit der Sicherheitsfirma Saracen International sowie die Vergabe der Verwaltung des Flughafens Mogadischu an die Firma SKS.

Zumindest eine Nähe zur Wirtschaft ist seinem Werdegang also ableitbar. Ob er Nähe zu seinem geschundenen Volk praktizieren wird, bleibt erst einmal abzuwarten.

Ohne von vorneherein per se Schlechtes unterstellen zu wollen,  bleibt ein fader Beigeschmack. Besteht ein Interesse daran, Somalia zu befrieden? Will er in Zusammenarbeit mit der USA tatsächlich die Terrorgruppen und die Piraterie bekämpfen und wenn ja, wie?

Fragen über Fragen, die offen bleiben, während übliche politische Phrasendreschereien die Nachrichten beherrschen.

Jedenfalls darf er sich großer finanzieller Hilfen erfreuen. Somaliland bekommt diese nicht. Und trotz der Erwähnung bei wikipedia bezüglich des erwähnten und 2010 stattgfundenen „Ausrutschers“, soll er „in der somalischen Bevölkerung“ einen guten Ruf haben und bekannt sein für „Transparenz“.

Da lohnt es sich, die widersprüchlichen Formulierungen und Bekanntgaben auch deutscher Medien mal genauer zu betrachten:

Und wer wäre da nicht besser geeignet, als die „taz“… Bei der „taz“ gibt es ein klares Bild von „Gut“ und „Böse“, das schon oft bei vielen Lesern für Verwirrung und Kopfschütteln sorgte, aber hier offenbart man in einen recht seichten Artikel und selbst eingebrachte Widersprüche, deren Aufklärung aber in der Folge gänzlich fehlen.

http://www.taz.de/!5380154/

Zitat:

Der neue Staatschef hat den Ruf, transparent und nicht korrupt zu sein. Er war sehr beliebt während seiner kurzen Zeit als Regierungschef 2010/2011. Damals sorgte er dafür, dass Regierungssoldaten bezahlt wurden und Minister ihre Vermögenswerte offenlegen: eine ganz neue Art der Transparenz in Somalia. Kein Wunder, dass der Premier daraufhin politischen Machenschaften zum Opfer fiel.

Oh, welch Loblied! Um dann in der Folge lesen zu müssen:

Die Präsidentschaftswahl jetzt fand auf einem Hochsicherheitsgelände im hermetisch von ausländischen Eingreiftruppen abgeriegelten Flughafen von Mogadischu statt. Es waren wahrscheinlich die längsten Wahlen der Welt. Normale Bürger konnten nicht wählen. Klanälteste bestimmten über 14.000 Delegierte, die wiederum 275 Parlamentsabgeordnete wählten. Die Parlamente der sechs designierten Bundesländer Somalias – Puntland, Somaliland, Jubbaland, South West State, Galmudug, Hirshebelle – bestimmten 54 Mitglieder des Senats. Beide Häuser zusammen wählten den neuen Präsidenten.

„Normale Bürger“ konnten also nicht wählen? KONNTEN oder SOLLTEN nicht? Die taz, plötzlich ganz seicht und konform, gar nicht auf den gewohnt verbal agressiven Zug aufspringend, wenn es um die Bennennung „feministischer Programmatik“ oder böser Umtriebe in Deutschland geht, kommentiert dieses „ganz neue Demokratieverständnis“ im Weiteren überhaupt nicht.

Solche Art „Wahlen“ sollte sich mal ein Land erlauben, dass gleichzeitig die Chuzpe an den Tag legt, Gelder der Weltengemeinschaft verlangen zu wollen. In diesem Falle scheint es so, als störe es niemanden. Und dies muss Gründe haben.

So ließe sich der Vorgang in Somalia sicher noch lange weiter ausführen. Ein fader Beigeschmack bleibt jetzt schon.

Zwei Milliarden Euro will Deutschland in diesen „failed State“ investieren, der angeblich – so der neue Präsident – noch zwanzig Jahre brauche, um befriedet zu werden.

KEIN Geld für Somaliland, dass dringender Entwicklungshilfe bedarf und aufzeigt, dass es anders gehen kann, wenn man nur will.

Stattdessen, zwei Milliarden Euro in ein Land investiert, über das mir zwei somalische Flüchtlinge folgendes berichteten:

„Oh. Al-Shaabaab. Kommen in Haus und einfach nur Bumm-Bumm. Alle tot. Waffen jeder hat. Ich mich versteckt habe. Vater tot. Dann Mutter vergewaltigt. Dann auch tot. Ist normal in Somalia. Immer Krieg.“

Das hatten die beiden jugendlichen Flüchtlinge aus Somalia dann auch ein wenig verinnerlicht. Unter Gewalt groß geworden, waren sie selbst nicht in der Lage, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, weshalb sie in der Folge notgedrungen Hausverbot in der Kneipe erhielten und raus geworfen wurden, weil sie u,.a. der Meinung waren, dass ausgetrunkene Gläser sich eignen, an der Theke zerschmettert zu werden. Bier ist nicht für Jeden sonderlich verträglich….

Somalia ist – wie viele andere Länder auch – ein Politikum. Geprägt von ausländischer Einflussnahme. Unmoralischer Motivation derselbigen. Verlogener Politik der Staatengemeinschaft und Opfer von Interessen, die wir in ihrem widerlichen Ausmaß nur erahnen können.

Wäre dem nicht so, würde man wirklich überlegen, wie eine Hilfe überhaupt möglich sein kann. Und man würde Geld nach Somaliland überweisen. Würde….

 

 

 

 

Gender-Mainstreaming oder: Manipulation im Gewand der Wissenschaft

Die Mäuler werden sich zerrissen über Gender-Mainstreaming und dessen Auswirkungen. Müßig, wiederholend das für und Wider hier durch zu käuen, welches wohl auch keiner mehr lesen würde, wäre da nicht ein interessantes Fundstück:

Dass das Ganze im Großen und Ganzen nichts weiter als ein Spuk ist, möchte ich statt eigener Worte heute einmal anhand eines Zitates verdeutlichen.

Vorab jedoch Eines: Auch meine Wenigkeit hat eine Winzigkeit psychologischer Vorbildung. Und dort wurde gelehrt, dass sich Nativismus und Behaviorismus während der gesamten Zeit des Bestehens psychologischer Forschungen, stets darüber streiteten, wer denn nun Recht habe:

Einerseits diejenigen, die „alles“ den Erbanlagen zuzusprechen versuchten und auf der anderen Seite diejenigen, die der Umwelt und deren Einflüssen zusprachen. Nach Jahrzehnten einigte man sich salomonisch: Fitfty-Fifty

Bis – ja bis – die Neukonstrukteure menschlicher Gesellschaften auf den Plan traten. Und da war es wünschenswert (und nicht wissenschaftlich belegt), dass alles – ja Alles! – konstruiert sei und das ist dann auch einfacher zu behaupten, denn was konstruiert ist, kann man umkonstruieren. So der Wunsch Vieler und insbesondere derjenigen, die politischen Idealen nacheifern. Koste es was es wolle…

Und was heute – auch und insbesondere im Familienrecht und diesen Zusatz möchte ich mir leisten– an Meinungen vorherrscht, ist altertümlicher und dümmer als das, was schon vor langer Zeit jemand zu sagen wusste:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.

Sie sind da durch euch, doch nicht von euch, und sind sie auch bei euch, so gehören sie euch doch nicht. (gilt insbesondere für parentalisierende Elternteile, d. Verf.)

Ihr dürft sie lieben, doch nicht für sie denken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihrem Körper Behausung bieten, doch nicht ihrer Seele.

Denn ihre Seelen wohnen im Hause des Morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr könnt versuchen, wie sie zu sein, doch strebt nicht danach, sie euch gleich zu machen.

Denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht im Gestern.

                                                                             Kahlil Gibran

Zurück aus der Welt der Poesie und des Philosophischen, nun zu einem Buchauszug, welches natürlich somit auch zu empfehlen ist, (und sich eben auch mit den Auswirkungen des obigen Sprichwortes auseinandersetzt, hier aber vielmehr nun auf Gender und den Konstruktivismus bezug genommen werden soll).

Eine große Anzahl  menschlicher Eigenschaften wurde mittlerweile mit Hilfe verhaltensgenetischer Methoden erforscht. Die Ergebnisse sind eundeutig und konsistent.

Insgesamt sind rund 50 Prozent der Unterschiede bei den Testpersonen auf Erbanlagen zurückzuführen, die anderen 50 Prozent auf Milieueinflüsse. Menschen unterscheiden sich auf vielfältige Weise: Manche sind impulsiver, andere vorsichtiger, manche sind verträglicher, andere streitbarer.

Etwa die Hälfte der Unterschiede in der Impulsivität kann den Genen eines Menschen zugeschrieben werden, die andere Hälfte ihren Erfahrungen; dasselbe gilt für die Veträglichkeit.

Und dasselbe gilt auch für die meisten anderen psychischen Eigenschaften.

Dieses Ergebnis erscheint nicht besonders bemerkenswert, eher so, wie man es erwartet hätte. Doch in den siebziger Jahren, als diese Resultate zum ersten Mal in psychologischen Fachzeitschriften erschienen, stand die amerikanische Psychologie noch unter den Auswirkungen des Behaviorismus mit seiner erbfeindlichen Einstellung.

Auch das politische Klima im Lande war so, dass man Erbanlagen zu  ignorieren trachtete; die Existenz angeborener Unterschiede hielt man für unvereinbar mit dem Ideal menschlicher Gleichheit.

Die Erbe/Milieu-Problematik wurde mit Politik vermischt, und die Emotionen wallten.

Die Verhaltensgenetik war damals ein unpopuläres Gebiet. doch das Interesse an den Auswirkungen von Erbanlagen ist kein Symptom einer bestimmten politischen Einstellung – es kann sogar einen leidenschaftlichen Linken erfassen. 

Im Laufe der Zeit wurde – zum Teil aufgrund der Fortschritte in der Molekularbiologie – die Beschäftigung mit den Auswirkungen der Gene in akademischen Kreisen allmählich eher akzeptiert. Nach und nach nahm die Zahl der Verhaltensgenetiker zu.

Dennoch sind sie im Vergleich zu den Sozialisationsforschern eine verschwindend geringe Gruppe. Vielleicht fällt es deshalb den meisten Sozialisationsforschern so leicht, die Ergebnisse der verhaltensgenetischen Studien einfach zu ignorieren.

Die Verhaltensgenetiker ihrerseits ignorieren die Arbeiten der Sozialisationsforscher durchaus nicht. Immer wieder haben sie darauf hingewiesen, die mangelnde Berücksichtigung der erblich bedingten Faktoren führe dazu, dass die Ergebnisse der meisten Sozialisationsstudien nicht verwertbar seien.

Und sie haben Recht.

Entnommen aus: IST ERZIEHUNG SINNLOS? Judith Rich Harris; rororo; Veröffentlicht: November 2002 / nur noch archivarisch zu bekommen.

Haben Sie heutige Zeiten wieder erkannt? Sie haben aber einen Artikel gelesen, der mindestens 15 jahre alt ist. Die Erstveröffentlichung fand ja in den USA schon vor 2002 statt und nicht hier.

Man könnte meinen, man liest ein Manifest aus heutiger Zeit gegen die Arbeit der Gender-Konstrukteure. Aber es ist viel Schlimmer! Man liest, was die Wissenschaft vor Jahrzehnten schon feststellte und heute erneut negiert wird.

Und, dass im 21. Jahrundert scheinbar sogenannte Wissenschaftler das Ruder dergestalt an sich gerissen haben, dass sie sich erlauben können zu behaupten, das Rad neu erfunden zu haben und sehr genau zu wissen scheinen, dass den Wenigsten auffällt, wie sehr sie hinter’s Licht geführt werden. Ja, und die Erde ist ein Scheibe…. Bald ist es wieder soweit.

Nun also doch!

Und das politisch tätige Akteure, die durchaus nicht hehren Zielen folgen, hier ein Wörtchen mit zu reden haben und sich das Gewand der Wissenschaft heuchlerisch versuchen anzuziehen, offenbart sich alleine dadurch, dass in dem zitierten Abschnitt von eben Jenen schon die Rede ist.

Schade, dass wir uns mit Strömungen auseinandersetzen müssen, die den Verdacht aufwerfen, nicht nur längst wissenschaftlich belegbare ausgearbeitete Fakten zu negieren, sondern Gott spielen wollen:

Wer konstruieren will, muss nachweisen dass er Konstruiertes vor sich hat. Clever ausgedacht.

Ich habe fertig.

 

 

Jetzt zeigt endlich mal TOLERANZ !!!

Die Österreicher haben ja unlängst ihren neuen Präsi gewählt. Herrn van der Bellen. Naja, nicht alle Österreicher, denn wir wollen ja zur Differenzierung fähig sein. Nicht Allen ist ja dieses Talent gegeben. Also: Die „Mehrheit“ der Österreicher…. So ca 50% plus ein Paar.

Warum? Um den bösen FPÖ Mann zu verhindern, so sollte noch dazu gesagt werden. Wie auch immer. Ich habe mit dem pösen Purschen noch keine Sau zugeritten und vermag nicht zu beurteilen, ob er gar ein solch Unhold ist, wie man es proklamierte.

Was „man“ also stattdessen bekam, war ein Mann, seines Zeichens „van der Bellen“ genannt, bei dem man bei genauem Hinsehen nicht genau sagen kann, wann er wo abgebogen ist, oder dessen Festplatte vollends zerkratzt wurde. Letztlich hat also der Wähler einen pösen Purschen abgelehnt und einen Mann gewählt, von dem in einem youtube Kommentar steht, „er habe nicht alle Nadeln an der Tanne“. also schauen wir uns dieses kurze Video – lediglich 30 Sekunden dauernd – einmal an:

Sagen wir es schlußendlich so: Jedermann der behauptet, er habe nicht alle Latten am Zaun, mag durchaus dafür Verständnis bekommen.

Oder ich erzähle einmal anders:

Als Kind kam ich kraft des Zutuns meines Stiefvaters in eine kleine (christliche) Kirchengemeinde und durchlebte religiösen Fundamentalismus, so wie ich es heute sehe.

Du wirst von anderen Jugendlichen abgeschotttet. Gehst Sonntags morgens und nachmittags auch, in die Kirche. Zudem am Mittwoch abend. Zumindest ist es gerne gesehen. Am Wochenende karrte man uns zur „Jugend“ in ein „Jugendheim“ irgendwo in der deutschen Pampa. Dort gabe es „Diskussionsrunden“ und wieder „Kirche“.

Gewisse Berufswünsche wurden kommentiert mit: „Das wirst Du sowieso nicht. Das will der liebe Gott nicht“. Noch besser: Stelltest Du die falschen Fragen oder drohtest abzuschweifen, wurde gesagt: „Alle Sünden können Dir vergeben werden. Aber wendest Du Dich vom heiligen Geist ab, ist dies nicht der Fall. Du kommst dann zwingend in die Hölle!“

Das Arbeiten mit der Angst, war schon immer sehr effektives Mitel aller Relgionen.

Ja, das war eine schöne Zeit. Eingezwengt in etwas zu kleine Sonntagsanzüge. Bei Ehekrisen der oftmals cholerischen Gottesfürchtigen, kam der Priester nach Hause zu Besuch und nicht der Eheberater. Dann wurde „gekittet“. Ich durfte mit dabei sein. Im Anschluß hatte mein Stiefvater, der vorher besoffen die Küche zerlegt hatte, dann Tränen in den Augen, wenn der Priester mit einem Gebet verabschiedet wurde. Ja, so ist das in der Religion. Ganz gleich Welche…

Nun haben wir in unserem Lande (und Österreich zählt ja kulturell durchaus dazu) die dunklen Zeiten der Inquisition und ihrer spinnerten Nachfolger hinter uns lassen können. Nicht vollends. Aber doch ziemlich mehrheitlich.

Es sind zwar noch ein Paar übrig geblieben, aber dagegen kann man nichts machen. Nach wie vor beherrschen kleine christliche Gemeinden viele Gegenden. Man behauptet, den einzig wahren Glauben zu haben und verprügelt ganz gerne die eigenen Kinder.

Einen Hehl macht man daraus nach wie vor nicht. Aber letztlich ist für den Fundamentalisten in Deutschland (und auch in Österreich) eigentlich nicht mehr viel Platz. Glücklicherweise.

Wirklich?

Scheinbar scheint es einigen Menschen aber nun hierzulande (und auch in Österreich) langweilig geworden zu sein. Oder aber der Bildungsnotstand hat schlußendlich Einzug in die Politik gefunden.

Und so macht dies, solche Äußerungen möglich. Religionsfreiheit ist das Eine. Aber Religionen zu hofieren, die nicht einmal ihren angestammten Platz in unserem Kulturkreis haben (Ja, ich sage dies jetzt einfach so!), um die eigenen Bürger aufzufordern, aus Solidarität eine Burka zu tragen, ist auch in Anbetracht aktueller Geschehnisse wohl mehr als zynisch.

Und auch hier wollen wir nicht Verallgemeinern. Nicht jeder Muslim ist gewalttätig oder will den bösen Westlern Böses. Das ist unumstritten. Nur fällt das Differenzieren im Moment etwas schwer…

Und das haben sich ganz alleine diejenigen zuzuschreiben, die alltäglich in der Moschee zu Allah beten, welche teilweise unter Beobachtung gestellt werden müssen. Naja, nur ein bißchen. Denn gestern kam ja in der „Tagesschau“, dass man den Verein DITIP nun wieder mit 6 Millionen Euro Steuergeldern „fördere“, wegen dieser und jener Programme zur Integrierung und so…

Das Geld fehlt dann vielleicht an unseren Schulen, um mal die Wände zu verputzen, aber lassen wir das….Wer braucht schon Bildung?

Nichts desto Trotz, scheint Herr van der Bellen zur Differenzierung nicht mehr fähig zu sein.

Während ich der Meinung sein darf, dass jeder seine außerirdischen Wesen anbeten dürfen soll, wie er mag, darf ich wohl auch zum Besten geben, dass dieses Tun in der Politik nichts zu suchen hat. Wo das endet, wenn dem nicht so ist, sehen wir gerade in der Türkei.

Im Namen Allahs, oder Gottes oder wegen mir auch im Namen von Mickey-Mouse. Herausgekommen ist aus diesen Dingen bisher nur Haarsträubendes. Manchmal war es sogar tödlich….

Nein, Herr van der Bellen, Sie sind zwar nicht MEIN Präsi, weil ich kein Österreicher bin, aber die Österreicher tun mir jetzt echt leid. Jetzt sollen sie so tolerant sein, dass sie eine Burka anziehen sollen. Als Nächstes wird das Schwenken des Regenbogenfähnchens MIT Burko echt witzig aussehen. Weil, das dürfen wir ja nun auch nicht vergessen. Hier muss auch Toleranz GEZEIGT werden! Einfach nur tolerant zu sein, genügt nicht.  Und der Maurer kommt nun im Röckchen vorbei, wegen der Diskriminierung der Frau in Bezug auf die Berufswelt in der Bauindustrie.

Mansch, das wird nicht nur bunt. Das wird auch noch lustig. Aber Wehe Einer lacht!

Liebe Österreicher. Bei uns sagt man: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht….“ Echt jetzt. Ich glaube, „Houston; WIR haben ein Problem“.

 

SPD: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die Männliche überwinden…“ oder: Die Geschichte eines überwundenen Mannes…

Meine Asservatenkammer beherbert viele Stücke, welche eine gewisse Bedeutung in meinem Leben haben.

Auch das Holzmännchen, welches einen Vikinger mit einem abgebrochenen Helmhorn zeigt, gehört dazu. Wenn auch das Männchen eine traurige Geschichte erzählt, ist es immer wieder Erinenrung daran, dass wir politisch Tätigen unsere Stimme geben, ohne genau hin zu schauen.

So ergeben sich gesellschaftlich manifestierte Dogmen, die sich nur aufgrund der Kraft ihrer Wiederholung manifestieren konnten. Ansonsten wären sie längst auf dem Müllhaufen geschichtlich irrelevanter verbaler Auswürfe gelandet.

Wie z.B. Solches: Männer sind Täter! Sie sind zudem stark, ständig bevorteilt und erniedrigen die Frauen. Und die Erde ist eine Scheibe…

In meinem Stammcafe fand sich ein Mann ein, den ich nicht kannte, obwohl ich damals im gleichen Dorf wohnte. Wir nennen ihn Manfred. Diese Geschichte ist ihm gewidmet.

Mandred war krank. Nach längerem Berufsleben fand sich in der Schulmedizin für ihn keine Hilfe, den Rücken zu heilen und ihn von seinen Schmerzen zu befreien, die er chronisch zu ertragen hatte.

Manfred war ein netter Mann. Nie laut. Nie agressiv. Und er verstand die Welt nicht mehr. Nun nicht mehr in der Lage Geld zu verdienen und die Familie zu versorgen, bekam er eine geringe Berufsunfähigkeitsrente.

Er hatte sich ein eigenes Haus erarbeitet. Ein bürgerliches Leben. Er war seit über 20 Jahren verheiratet. Er hatte eine fast erwachsene Tochter.

Sein Wert bemaß sich scheinbar lediglich an seiner Arbeitskraft, die ihm nun nicht mehr zur Verfügung stand. Festzustellen war es leicht für mich. Denn der Spott, der ihn von Seiten ehemaliger Arbeitskollegen und Arbeitgeber verfolgte, wurde für mich schnell offensichtlich.

Seine Ehefrau „konnte dann irgendwann nicht mehr.“ Man muss dazu sagen, dass seine (Noch-) Ehefrau selbst vermögend war. Dies hauptsächlich nicht durch eigenes Zutun, sondern aufgrund des reichhaltig vermögenden Vaters. Der wiederum verachtete, ohne damit hinter dem Berg zu halten, Manfred nun auch. Eigentlich hatte er das immer getan.

Gutmütige Menschen, die „einfach“ erscheinen, denen der schnöde Mammon nichts wert ist, werden gerne auch als dümmlich und simpel hingestellt. Unsere Gesellschaft ist nicht so sozial, wie sie es gerne behauptet.

Nach Jahren der Krankkeit trennte sich seine Frau von ihm. Ein  „Neuer“ gab sich ein Stelldichein. Höherer Erotikfaktor eben. Leistungswillig und Leistungsfähig! Ein Kerl, wie man ihn sich vorstellt.

Während Manfred in seinem Haus saß und seine Welt über ihn zusammen brach, tranken seine Ex-Frau und ihr „Neuer“ in der Wohnstube von Manfred’s Mutter Kaffee. Er durfte dabei zusehen, denn das Haus der Mutter war gleich nebenan. Was regte er sich auch darüber auf? Man muss auch jönne könne…

Die fast erwachsene Tochter blieb anfangs im Hause von Manfred. Der gewohnten Umgebung sozusagen. Manfred hatte ein Auto und dies auszuleihen oder sich des Nachts aus der Disco abholen zu lassen, war zudem angenehm.

Irgendwann und nach längerer Zeit des Trauerns um seine Ehe, sprach er eine andere Dorfbewohnerin an. Zugezogen. Erfolgreich geschieden. Von einem erfolgreichen Ex-Mann mit Unterhalt und Zugewinn reichhaltig ausgestattet.

Er fragte sie, ob sie mit ihm essen gehen würde. Daraus wurde leider nichts. Denn Manfred war nicht gut genug. Als er mal nicht da war, sagte sie im Cafe: „Was soll ich denn mit DEM ?“

Eines Tages tauchte Manfred bei uns auf. Wir tranken einen Cafe. Dann wollte er auch schon wieder gehen. Er hinterließ ein kleines Geschenk für meinen kleinen Sohn. Dieses Holzmännchen…

Überhaupt begann er, Geschenke zu verteilen. Überall kleine Aufmerksamkeiten an Menschen, die ihm etwas bedeuteten. Und seien es auch nur Menschen, die ihm zuhörten und nicht verhöhnten.

Dann zog seine Tochter plötzlich aus. Hin zur Mutter. Diese war nun selbst Immobilienbesitzerin geworden, denn der Vater der Noch-Ehefrau  hatte schlicht eine der vielen vorhandenen Immobilien, die er sein Eigen nannte, Ihr überlassen. Das arme Ding muss ja irgendwo wohnen. Standesgemäß…

Nun war Manfred alleine im Haus. Im Cafe saß er fortan fast alle 2 Tage.

Bis zu dem Tag als heraus kam, dass seine Ex-Frau ihren Anteil am Hause haben wollte. 80.000 Euro hatte sie sich ausgerechnet. Die sollte er nun zahlen. Er, der es schließlich nicht schaffte, endlich wieder arbeiten zu gehen, so wie man es verlangte…

Manfred war verzweifelt. Und er suchte sich Hilfe. Er wies sich mehrmals freiwillig in eine psychiatrische Klinik ein. Das letzte Mal, als er sie aufsuchte, verließ er sie eiligst wieder. Man hatte ihm ein Bett in einem Zimmer zugewiesen, in dem er nicht einmal schlafen konnte. Der neben ihm liegende Alkoholiker neigte zu mitternächtlichen Exkursionen und zum ständigen Übergeben…

Dann ging Manfred nach Hause. Für ihn gab es auch nicht, den „Frauenngesprächskreis“, denn er war ja ein Mann. Auch keine Hilfe im Selbsthilfeverein. Vor Ort fand sich so etwas nicht. Zumindest nicht für einen Mann. Da waren nur Frauen. Im Lila-Lädchen stattete man auch nur Frauen mit dem notwendigsten aus oder sprach mit ihnen. Ein Mann ist stark. Der braucht so was nicht. Im Zweifel hate er die Kneipe. Das war aber nicht sein Ding.

Dann fasst Manfred einen Entschluß:

Manfred erhängte sich in seinem Bad.

Nun war er überwunden, der Manfred. Ganz so, wie es im Parteiprogramm steht. Als das familiäre Umfeld davon erfuhr und er gefunden wurde, hieß es:

Wie konnte er das nur seiner Tochter antun? Jetzt muss die arme Ex-Frau alleine damit zurecht kommen?

Einige Tage später hieß es: „Er war halt krank!. Da konnte keiner was dran machen.“ Um Ausreden ist man nie verlegen.

Niemand war Schuld. Alle waren Opfer. Nur Manfred nicht.

Eigentlich hatte Manfred ihnen nun ein Schnippchen geschlagen. Sollten sie sehen, wie sie nun zurecht kamen. Manfred hatte jetzt zumindest seine Ruhe. Darf man das so sagen?

Und solche „Sprüche“ – und mehr ist es nicht – die es in Parteiprogrammen zu lesen gibt, wie sind sie nun darauf zu übertragen? Wie wirken diese „Ideen“ sich in der Realität aus?

Genau so! Sie manifestieren ein Gesellschaftsbild, dass im Endergebnis aufzeigt:

Nach wie vor sind alle Gleich, nur manche eben etwas Gleicher… Und die, die Gleichstellung suchen, sind wohl tatsächlich mittlerweile die, die längst damit beschäftigt sind, eigene Privilegien zu verteidigen.

Auch wenn der Ex-Frau freigestellt sein darf, ob sie sich trennen möchte oder nicht. Auch wenn es Manfred’s Entscheidung war, mit der Situation, so oder so umzugehen, so wurde seine Entscheidung zumindst dadurch beeinflusst, dass in unserer Gesellschaft, sogenannte Täter längst Opfer geworden sind und sogenannte Opfer, längst zu Tätern wurden.

Politische Ergüsse von in der Wirtschaft unbrauchbaren Zivilversagern, die uns unser Leben erklären wollen und glauben zu wissen,. welchem Klientel wahlweise zuzuarbeiten ist,  bedarf es allerdings nicht.

Liebe SPD: Ich habe einen anderen Vorschlag:

„Da wo eine menschliche Gesellschaft ist, sollte Moral, Vernunft und Verstand einer zivilisierten Gesellschaft sein, die gelernt hat, dümmliche Ideologien abzustreifen. Wir – in der Politik – sind dafür seit Langem leider die falschen Ansprechpartner, denn wir leben es schon seit unendlich langer Zeit nicht (mehr) vor.“

Lieber Manfred. In diessem Sinne! Und ich hoffe, das Du gefunden hast, was Du gesucht hast.

 

Das Märchen vom Unterhaltsdrückeberger…

Und wieder zum x-ten Male das Durchnudeln vom bösen Unterhaltsdrückeberger, und der armen Alleinerziehenden, die es eigentlich nicht ist, denn ein Vater ist ja noch da… Nur darf er meist eben nicht mit betreuen. Wäre ja noch schöner! Überweisungen sind da wesentlich bequemer und angenehmer.

Die Medien – hier nun in diesem Falle die FAZ – kommen ja bei diesem Thema nicht mehr aus dem Sommerloch heraus. sozusagen, beherrscht das Sommerloch in Bezug auf dieses Thema faktisch alle 4 Jahreszeiten…

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/alimente-viele-unterhaltsverweigerer-kommen-durch-14964901.html#GEPC;s2
Väter sind Unterhaltsdrückeberger. Ein perpetuiertes Märchen. Es erscheint fast wöchentlich in der Presse, wiedergekäut seit zig Jahren und unter Feuer gehalten von sattsam bekannten Lobbys, deren Geschäftsmodell die Beibehaltung des mütterlichen Opferstatus ist. Unbehelligt von der Faktenlage. Zitat aus der Ausgabe Kinderschutz Aktuell 3/03, der Publikation des deutschen Kinderschutzbundes, Seite 19:

„93,5 Prozent der Väter, die sich mit der Mutter das Sorgerecht teilen, gaben an, Kindesunterhalt zu leisten – und immerhin 86,7 Prozent der Mütter bestätigten das. Ein zweifelhaftes Licht werfen beide Studien übrigens auf die Frauen. Sind Mütter unterhaltspflichtig, dann ist es, so belegen die Zahlen der Proksch-Studie, mit ihrer Zahlungsmoral nicht allzu weit her: 57 % der unterhaltspflichtigen Mütter mit gemeinsamem Sorgerecht und 65 % der unterhaltspflichtigen Mütter, bei denen der Vater das alleinige Sorgerecht hat, gaben an, gegenwärtig keinen Kindesunterhalt zu leisten.“

Etwa 9 von 10 Männern leisten Unterhalt.
Etwa 4 von 10 Frauen leisten Unterhalt.. Ist „sich um seine Verantwortung drücken“ eine typisch weibliche Eigenschaft? Die Zahlen  stammen von Prof. Proksch, einem der angesehendsten Familienrechtler Deutschlands und wurden im Auftrag des Bundesjustizministeriums erhoben, um eine Familienrechtsreform zu evaluieren. Hier ist das Dokument in Volltext nachzulesen:

http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/01-Redaktion/PDF-Anlagen/lit-proksch-begleitforschung-kindschaftsrecht-2001,property%3Dpdf,bereich%3Dgenderreport,sprache%3Dde,rwb%3Dtrue.pdf (222 Seiten).

Es mag eine Weile her sein, doch ist zu unterstellen, dass sich nichts – aber auch rein gar nichts – an der Problematik verbessert hat und tatsächlich bis heute die Familienpolitik lieber ideologischer Verblendung Tribut zollt, als das Problem erst zu erkennen, bevor es sich lösen lässt.

Proksch fragt auch nach den Gründen für Nichtzahlung. Niedriges Einkommen werden von 58,8% der Väter und 40,6% der Mütter mit gemeinsamer Sorge angegeben (55,1% / 27,7% wenn keine gemeinsame Sorge). Niedriges Einkommen spielt bei unterhaltsunwilligen Müttern sogar eine geringere Rolle! Eine deutlich höhere Rolle (doppelt so hoch wie bei den Vätern, gemeinsame Sorge!) spielen bei ihnen beispielsweise „ungelöste Konflikte zwischen den Eltern“. Mütterliche Unterhaltsverweigerung für das Kind, weil die Mutter mit dem Vater streitet? Proksch bemerkt dazu lapidar „Die Situation der Väter, die mit ihren Kindern leben, bleibt schwierig“ (Seite 144).

Die Klagen über schlechte Zahlungsmoral der Väter sind jedenfalls weder auszurotten noch korrekt. Die meisten Verpflichteten sind freilich Väter und nicht Mütter. Kein Wunder, in 95% aller Fälle vor Gericht wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder gegen den Willen der Väter der Mutter zugesprochen. Somit ist die absolute Zahl der Nicht/Wenigzahlväter höher als die der Mütter. Die Bereitschaft, Kindesunterhalt zu zahlen ist aber keine Frage der absoluten Zahlen, sondern der Relativen. Es wäre höchst kindesverachtend, das Problem mit „es gibt ja sowieso nicht viele unterhaltspflichtige Mütter“ herunterzuspielen. Mit derselben falschen Argumentation könnte man auch verlangen, Morde an Farbigen in Deutschland nicht zu verfolgen, weil absolut weniger Farbige wie Weisse ermordet werden.

Schliesslich: Wie steht es eigentlich mit der Zahlungsmoral der etwa 10% Mütter, die ohne mit der Wimper zu zucken Kindesunterhalt und insbesondere auch Betreuungsunterhalt von Männern einkassieren, die überhaupt nicht die biologischen Väter “ihrer” Kinder sind?

Das Unterhaltsrecht ist ein aufgeblähtes Monster geworden, das vielfach Pflichtige wie Berechtigte zerstört – aber wenn es Staat und Juristen glauben, so verordnen zu müssen, dann für alle, verpflichtete Väter und Mütter. Wer bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ausschliesslich Väter an den Pranger stellt, beweist nur dass er statt Glaubwürdigkeit und Kompetenz nur Unwahrheiten nachplappert anstatt einen Blick auf die Fakten zu werfen. Zu den Fakten gehört auch, dass bei dem kleinen Prozentsatz nichtzahlender Väter trotz verschärfter Massnahmen fast nie etwas zu holen ist, bei Arbeitslosigkeit, Niedriglohn und steigender Überschuldung als Massenerscheinung dürfte das wirklich keine überraschende Erkenntnis sein.

Jedes Jahr werden in mehreren Gemeinden Deutschlands pompös angekündigte “Modellversuche” gestartet, in denen mittels dazu beauftragen Anwalts- und Inkassobüros mit maximaler Härte Unterhaltsvorschüsse von Vätern eingetrieben werden sollen. Die Ergebnisse sind jedesmal dieselben und überraschen die Öffentlichkeit jedesmal von neuem.

Im beispielhaften Modellversuch der Millionenstadt Hamburg erbrachte das Jugendamtsinkasso nur 15% Rückzahlungen, das “professionelle Anwaltsbüro” schaffte trotz bereitliegenden Unterhaltstiteln und Massengerichtsverfahren 12%. Die zusätzlichen Kosten für die Anwälte hatte der Steuerzahler zu tragen. Es stellte sich ein weiteres Mal heraus, dass 70% der Pflichtigen durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit weit unter der Armutsgrenze leben musste, 16% nur Niedrigstlöhne auf dem Arbeitsmarkt erzielen konnten, 4% Schüler, junge Studenten oder bereits restlos leergepfändete Menschen in Insolvenz waren, 10% waren ausgewandert, verstorben oder unauffindbar.

Hier noch einige weitere Details aus der Studie von Professor Proksch:

Erstaunlicherweise fühlen sich Mütter, bei denen die Kinder nicht leben, deutlich weniger finanziell belastet (Seite 54). Wie verträgt sich das mit der geringen Bereitschaft der Mütter, Unterhalt zu zahlen? Auch sind Mütter generell zufriedener mit ihrem Lebensstandard (Seite 39).

Typische Scheidungsauswirkung für Väter scheint auch starke Belastung oder Probleme im Beruf zu sein (Seite 50). Negative berufliche Folgen sind für Väter viel häufiger als für Mütter. Väter werden im Gegensatz zu Müttern schockierend häufiger entlassen – zahlen aber trotzdem Unterhalt. Männern wird es offenbar weniger verziehen, wenn sie während der äusserst belastenden Trennungszeit nicht mit der üblichen Härte und Leistung ihren Job angehen können.

Andere Nebenergebnisse der Studie sind, dass Väter im Jugendamt öfters abgebügelt werden wie Mütter, viele umgangsberechtigte Väter körperliche Gewalt seitens der Mütter erleiden müssen (Seite 68, Zahl mit Ausrufezeichen), Väter sich viel häufiger als Mütter zutrauen, der Kinder wegen trotz aller Differenzen mit der Ex-Partnerin zusammenzuarbeiten (Seite 73) und sehr viel mehr. Die Studie räumt gründlich auf mit dem hierzulande so sorgfältig gepflegten „Mythos Mutter“. Im Auftrag des Justizministeriums.

Also scheint es, dass manche Erhebungen nicht die gewünschten Ergebnisse bringen und somit man sich Neuer bemächtigt. so also die letztens durch das Dorf gejagte sau, als die „Bertelsmann-Stiftung“ in das gewünschte Horn vom bösen väterlichen Unterhaltspreller blies.

Man mag gespannt sein, wie man gegen die Realitäten in Zukunft ankämpfem möchte, ohne dadurch den Steuerzahler weiterhin zu belasten, auch indem auch zukünftig weiter Existenzen vor dem Familiengericht vernichtet werden.

Scheint völlig egal zu sein. Hauptsache die auf diesem Gebiet zahlreich Beschäftigten, angefangen bei den daran gut verdienenden Familienrechtsanwälten und aufgehört bei Gutachtern, Jugendamtmitarbeitern und Anhängseln, müssen nicht zugeben, dass sie verbrannte Erde hinterlassen haben und jede Kritik nach wie vor als Majestätsbeleidgung werten.

Von Rechtsanwälten und Leuten, die uns die Welt erklären…

Gehen wir davon aus, dass der geneigte Leser schon einmal Kontakt mit Rechtsanwälten hatte, und gehen wir davon aus, dass dies sich im Bereich des Familienrechts abspielte, dann gäbe dies hier nur einen weiteren (berechtigten) Artikel darüber, wie sich Anwälte als Brandstifter verdingen können um sich dann gleichzeitig das Schild des Mediators an die Hauswand zu zimmern.

Heute gehen wir also dieses Thema einmal anders an. Das uns Juristen gerne die Welt erklären, liegt u.a. daran, dass sie überproportional in der Politik vertreten sind. Das mag manchmal Sinn machen, da dies dazu verhilft, dass der entsprechende Politiker von Anfang an einzuschätzen weiß, welche gerne getroffene Entscheidung er dann doch lieber in der Schublade belässt, aber trotzdem wäre der Ein oder Andere Kaufmann in der Politik manchmal sicher notwendiger gewesen. Sei’s drum…

Hat also ein politisch Tätiger was gelernt – wenn er/sie überhaupt etwas gelernt hat – ist es meist ein Jurist. Wenn nicht, dann ist er/sie Lehrer… Sich zwischen Pest und Cholera beim Wählen entscheiden zu müssen kennen wir ja…

Aber wie sieht das Thema eigentlich in der Praxis aus? Nun, erst einmal geht das so:

Anwälte (und auch Steuerberater) sind ja eigentlich das angestammte Klientel der Liberalen (FDP). Zahnärzte und Apotheker auch, aber die spielen jetzt mal keine so große Rolle. Diese vertreten Allesamt gemeinhin, der Wirtschaft entsprechenden Freiraum lassen zu wollen und meiden alles Linke wie der Teufel das Weihwasser, was in Teilbereichen auch besser ist.

Die Doppelmoral dieser Berufsbilder ist aber, dass sie zwar von „freier Wirtschaft“ faseln, sich selbst aber in ganz sozialistischer Manier mit „Gebührenordnungen“ versehen haben, die nicht viel mit dem Verhältnis Leistung = entsprechendes Honorar zu tun haben.

Und um sich dieses abzusichern, haben diese Berufsbilder für eine einmalige Abschottung gesorgt und kümmern sich fleißig darum, dass ja keiner in ihrem angestammten Berufsbild wildert.

Danach baute man sich einen Mythos des Allwissenden und „etwas Besseren“ zusammen. Der Michel sollte glauben, hier bei den Überlegenen zu Gast zu sein, die nicht alles wissen und können, aber mit Sicherheit mehr, als der übrige Pöbel.

Die meisten Rechtsanwälte die ich kenne, wirken von der Persönlichkeit her auf mich eher wie erwachsen gewordene Exoten, die sich ihren Seitenscheitel schon vom 6. Lebenjahr an kämmten und fortan auf dem Schulhof gehänselt wurden. Eine Freundin gab’s auch nicht. Nun gilt es, nach Vollendung des recht langweiligen Studiums, späte Rache zu nehmen…. Oft schafft man das.

In manchen Fällen neigte ich dazu, meinen Klienten zu sagen, sie sollten sich in dem Ein oder Anderen Fall einen Anwalt nehmen. Das habe ich seit Längerem revidiert.

Die meisten Probleme lassen sich tatsächlich so lösen. Scheint es, als ginge es nicht, fertigen wir den Schriftverkehr selbst an, und siehe da: Mit viel Erfolg!

Geht auch das scheinbar nicht, rate ich meistens: Laß die Gegenseite doch machen. Halt die Füße still! Klappt übrigens fast immer. Die Gegenseiten wissen scheinbar mittlerweile auch, dass das Einschalten des Rechtsstaates meistens gleichbedeutend damit ist, vielleicht tatsächlich Recht zu bekommen, dieses aber bezahlen zu müssen. Irgendwie vor diesem Hintergrund komisch, aber ist so…

Ein sich bei mir in der Schuldnerberatung befindlicher Klient war unlängst noch selbständig, als er es mit zwei Arbeitnehmern zu tun bekam, die der Meinung waren, Stundenzettel seien so eine Art Wunschzettel vom Weihnachtsmann. Mein Klient verpasste es, diese schleunigst zu kontrollieren, bevor sie beim Steuerberater landeten, der sie entsprechend abrechnete.

Lange Rede, kurzer Sinn: Diese beiden Leute wurden zum teuren Vergnügen in einer defizitären Kleinfirma. Die Sache landete beim Arbeitsgericht in der Güteverhandlung.

Die eigentliche Dauer des Arbeitsverhältnisses betrug satte 8 Wochen. Die beiden Arbeitnehmer „verloren“ und die Arbeitsverhältnisse wurden per Vergleich auf Mini-Job Verhältnisse herab gesetzt.

Der Unternehmer hatte also Recht bekommen und durfte den angeblichen Vollzeitjob (lt. gefälschter Stundenzettel), abändern und die Differenz zum Mini-Job entsprechend berücksichtigen.

Dasjenige Geld, dass er „sparte“ wurde dann wie folgt anderweitig fällig:

Streitwert: 8.291,75 € für den einen Arbeitnehmer und für den Zweiten: 3.776,70 € rechnen Anwälte so ab:

Streitwert: 8.291,75 €: Verfahrensgebühr 1,3 fach:  659,10 €

Terminsgebühr:                      608,40 €

Abwesenheitsgeld:                  25,00 €

Fahrtkosten:                              33,36 €

Einigungsgebühr                    507,00 €

Postentgeltpauschale               20,00 €

Zwischensumme:                   1.852,86 €

+ Umsatzsteuer:                         352,04 €

Die zweite Honorarrechnung spare ich mir ….

Man stelle sich vor: Herr Anwalt fährt zu einem Termin. Das ist nicht sonderlich weit und dauert nur ein Stündchen, aber der Herr lässt sich bißchen feiern und zwar für 608 Euronen.

Und dann einigt man sich, weil das sowieso im Rahmen eines solchen Verfahrens meist passiert und das kostet einfach mal 507 Euronen zusätzlich. Einigung kostet also Geld! Allgemeinhin bekannt, aber man sollte es mal verdeutlichen. Streit ist billiger…

Da sollte man mal den Sinn hinterfragen.

Das Ganze passiert völlig schamlos. Keiner regt sich mehr über so etwas auf. Von der Verhältnismäßigkeit der Dinge zu sprechen, ist in diesem Land sowieso Out, nachdem wir wissen, dass Manager selbst dann Boni bekommen, wenn sie ganze Volkswirtschaften hinrichten. Also was soll jetzt hier diese Krümmelpisserei….

Was ist also im Grunde anzuraten?

Wenn Sie zu denen zählen, die einigermaßen der deutschen Sprache mächtig sind und sich etwas Masse zwischen den beiden Ohren befinden sollte, gehen Sie zu denjenigen Verfahren, die keine Anwaltspflicht haben, alleine hin.

Es beißt Sie keiner! Sagen Sie, was zu sagen ist. Bleiben sie ruhig und sachlich, wie es sich gehört. Lassen Sie den Rest über sich ergehen und fertig… Alles von Belang erklärt Ihnen der Richter. Muss er auch. Ist ja kein Anwalt da, der dies sonst übernehmen muss 😉

In 90% aller Fälle kommen Sie nämlich bei relativ einfachen Sachverhalten nicht teurer weg! Die (Film-)Mär vom Anwalt, der Sie lautstark aus dem Verfahren haut und dessen Genialität zum 100%igen Sieg führt, ist ein Märchen, genau wie das von der eierlegenden Wollmilchsau.

Aber was bedeutet das für den Rechtsstaat? Funktioniert er tatsächlich auf dieser Ebene, wenn berechtigte Verfahren und seien sie noch so schlicht und einfach, so teuer sind, dass sich das Führen des Verfahrens für jeden Erfahrenen und in der Folge logisch denkenden und rechnenden Menschen nicht lohnt?

Wenn das der  Sinn dessen war, was Rechtsstaatlichkeit bedeutet, wenn es darum geht, sich berechtigt gegen etwas wehren zu müssen, bleiben mir (berechtigte) Zweifel…

Trump schlägt zu – Luftwaffenbasis platt…

Es mag sich um einen provokanten Titel handeln, der das aktuelle Geschehen aber genau beim Namen nennt, denn genau das ist ja heute passiert. Mit anschließenden Diskussionen natürlich…

„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit!“ Wissen wir Alle. Zur Kenntnis genommen. Schlimm ist es. Unabänderbar ist es auch. Und weiter?

Nicht überraschend ist es, dass sich Trump-Gegner, Trump-Befürworter (gibts die im Moment in Deutschlands Establishment?), Putin-Gegner, Putin-Befürworter, Nix-Wisser und andere zu Wort melden. Teils sich wiederholend.

Aber fassen wir zusammen: Es produzierte sich ein Riesendurcheinander zu Anfang in Syrien und in der Folge besonders:

Assads Truppen gegen FSA. FSA gegen Al Kaida. Iranische Söldner, Hisbollahs aus dem Libanon, IS, andere Terrorgruppen und sonstige geben sich ein Stelldichein, terrorisieren allesamt die Bevölkerung, und pulverisieren ein ganzes Land. Und ja, wir haben noch Jemanden vergessen: Erdogan, mit seinen Großosmanischen Träumereien.

So. sind Menschen! Oder, um es abzuschwächen: So können Menschen sein.

Wer aktuell da jetzt noch eine Lösung finden will, naja, den beneide ich nicht…

Also suchen viele der Gefragten keine Lösung, sondern vertreten ihre Interessen. Das ist hart. Aber das ist Politik. Ein Ende des hierzulande allgegenwärtigen Illusionismus wäre auch mal eine Idee. Vielleicht viele dann Konstruktives ein?

Zurück zum Thema: Fakt ist der Giftgasangriff. Die Hintergründe kennen wir nicht. Die Russen behaupten, man habe eine Giftgasfabrik angegriffen (was für eine bescheuerte Idee) und die Amerikaner sagen, es war ein Giftgasangriff der Syrer gewesen.Wusste gar nicht, dass die überhaupt noch über so was wie eine „Luftwaffe“ verfügen.

Nun können sich alle Strategen in Facebook und Co wieder eine Version aussuchen. Sozusagen ist das ganze Thema zum „ich wünsche mir gewisse Fakten analog meiner politischen Einstellung“ Diskussion geworden.

Zielführend? Mitnichten! Fassen wir zusammen: Die Amerikaner haben sich äußerst unbeliebt gemacht. weil sie mit ihren Eingriffen seit Vietnam mehr Unruhe stifteten, als dass es  Befriedung gab. Kann man das so sagen?

Die Russen haben sich auch nie besonders mit Ruhm bekleckert, mussten sich aber meistens und zudem hauptsächlich seit 1989 eher zurück halten, mangels Masse und Möglichkeiten. Deren Kenntnisse und Fähigkeiten, friedensstiftend unterwegs zu sein, können Sie sich aberr ersatzweise in Tschetschenien und Georgien anschauen.

Zu bemerken bleibt auch, dass in den sogenannten „modernen Kriegen“, Zyniker sprechen teilweise auch von „sauberen Kriegen“, die Quote der zivilen Opfer exorbitant größer ist, als die im zweiten Weltkrieg trotz Flächenbombardements. Wir lernen: Nicht nur irgendetwas läuft da falsch, sondern Menschen sind nach wie vor egal und Bauernopfer.

Wir immernoch im Mittelalter plus Lapotop. (Der Spruch ist tatsächlich von mir 😉   )

Wobei dies eigentlich eine beleidigende Betitelung des Mittelalters ist. Sei’s drum.

Nichts desto Trotz, haben die Amerikaner gestern nacht einen Militärstützpunkt der Syrer angegriffen. Dieses Mal keine Schule,. kein Krankenhaus und kein Wohnviertel mit verstreut darin befindlichen Terroristen – nebst Kindern.

Und um kurz der Esoterik Tribut zu zollen: Wenn ich Assads Konterfei sehe, weiß ich was ich für eine Figur vor mir habe. (perönlich emotionaler Button wieder aus)

Kurzum: es traf beim Angriff auf den Flughafen nicht die Faslchen. Nicht mehr. Und auch nicht weniger.

Das sich „der Russe“, jetzt „angegriffen“ fühlt, ist politisch nachvollziehbar. Nicht mehr und auch dieses Mal, nicht weniger…

Natürlich bekommen wir im Westen auch nicht (immer) die Wahrheit erzählt. Natürlich gibt es mehrere Wahrheiten und auch die Russen – denen man sicher Vieles unterstellen kann – haben nicht nur interessante Sichtweisen, sondern auch Ihre Wahrheit, die es zu beachten gilt.

Als Russland in den Krieg eintrat, hofften Manche (ich kenne noch die alten Diskussionen auf Facebook und Co), dass er bald vorbei sei. Dass man nun zumindest Fakten schaffen würde., auch wenn dann Assad bliebe. Ebenfalls eine Illusion. Und warum auch, sollten die Russen etwas können, was Andere nicht schafften? (Oder schaffen wollten?)

Trump hat gezeigt, dass er Entscheidungen zu treffen in der Lage ist. Man kann über diese Entscheidung(en) streiten. Aber er trifft sie. Und zwar schnell.

Vielleicht, – aber auch nur vielleicht -, ist jetzt Assad gewarnt und lässt die restlichen flugfähigen Geräte nicht mehr mit diesem Giftzeugs bestücken….

Natürlich bleiben Fragen: Warum hätte Assad das überhaupt machen sollen, mit diesem Giftgasangriff? Was hatte er davon? Diese Frage stelle nicht ich, sondern gestern (vor dem Luftangriff der USA) ein Mainzer Universiätsprofesser in SWR 3. Ihm kam das Alles nicht schlüssig vor. Mit Recht. Denn er betrachtet als zivilisierter Mensch Vorgänge mit Logik und versucht sie logisch und verstandesgemäß nachzuvollziehen.

Was er aber vergisst, ist der menschliche Wahnsinn und Fanatismus. Eine nie berechenbare Eigenschaft des Menschen und also auch verschiedener Diktatoren. Eine Eigenschaft, die immer wieder Überraschungen mit sich bringt. Meist Grausame.,

Und dann ist da Putin, Neben der Politik und neben der (berechtigten) Kritik, man solle insbesondere als Deutsche, die Kontakte zu Russland nicht allzu sehr belasten, darf man nie vergessen, wen man vor sich hat.

Bei Trump regten wir uns auf: Ein gefühlsmäßig wie ein Bauer auftretender Milliardär, dem Establishment entzogen, auf einem Selbstverwirklichungstrip ohne soziales Gewissen (scheinbar), will Präsident werden und schafft das auch. So viel zu Trump. Bewerten kann das jeder für sich.

Bei Putin regt sich keiner mehr auf. Oder doch? Fassen wir zusammen oder besser noch, fangen wir mit dem an, wie ich es immer auszusprechen wage:

Die Nachfolgeorganisation des ZK der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken ist die Mafia.

Putin war Geheimdienstoffizier in Ost-Berlin. Das er deutsch spricht, ist da nicht weiter von Belang. Das ein hoher Ex-KGB-Offizier keine Friedenstaube ist, wohl eher. Das solche Figuren eher soziopathisch veranlagt sind, wohl unumstritten. Denen braucht keiner mit Menschenrechten und Demokratieverständniss zu kommen.

Gut. Russland wäre wohl derzeit noch kaum regierbar mit einem Weichgespülten, aber hoffnungsvolle Alternativen hätte es schon gegeben, wären sie nicht mittlerweile in russischen Gefängnissen verschwunden. Dies unter etwas Nachhilfe des guten alten Putin.

Also was erwarten wir von Putin. Zu viel?  Auf jeden Fall! Er verfolgt seine Interessen im Rahmen des Möglichen. Und ich muss sagen, ich bin nicht unfroh darüber, dass dessen Möglichkeiten etwas geringer sind, als die der USA.

Die USA ist kein Friedensengel. Ganz klar. Und wir keine Träumer. Das haben wir alle gefressen. Aber ich habe noch die Generation kennen gelernt, die den 2. Weltkrieg erlebt haben. Als Zivilisten und als Soldaten.

Und wie meine (tolle) Mutter immer sagte: „Lieber nehme ich ’nen Ami roh, als den Russen gebraten.“ Soll jeder selbst bewerten, der das jetzt komisch findet.

Fakt ist: Ein Flughafen von Assad ist platt. Der Amerikaner hat klar gemacht, dass er rein geht, wann er will und wie er will, wenn er denn will.

Fakt ist: Ein kriegsentscheidender Eingriff war es nicht. Einen solchen zu führen, ist nicht mehr möglich. Nach 7 Jahren des Krieges und unsäglichem Leid, stehen wir Menschen vor den Trümmern unseres Tuns. Das Bauernopfer durch Eskalation allgemeinen Versagens:  Syrien. Libyen auch. Afghanistan auch., etc etc…

Wie diese Nummer hier ausgeht, weiß niemand. Wir hoffen nur noch: Irgendwie und hoffentlich bald.

Die Entwicklung lässt auf etwas hindeuten, dass zu erwähnen, auch Erschrecken auslösen dürfte. Aus einem solchen Durcheinander heraus, ist einmal der 1. Weltkrieg entstanden. In der Dynamik gibt es viel mehr Parallelen als zum 2. Weltkrieg.

Versagt haben wir Alle! Die Amerikaner, die Russen, auch die EU und auch die Anrainerstaaten, von denen niemand spricht. Die Iraner bekleckern sich nicht mit Ruhm, statt dafür zu sorgen, nach dem Aufheben des Embargos nun für ein besseres Image und eine wieder funktionierende Wirtschaft zu sorgen und die Saudis ebenfalls nicht. Saudis nehmen keine Flüchtlinge auf. Geld hätten sie genug. Lieber verballern sie ihre Kohle in teure Autos, so lange wie ihr Öl noch gebraucht wird und vögeln sich durch die Puffs im Libanon, weil das ja im Sandland nicht erlaubt ist.

Geht die Nummer schief, ist sowieso der Westen wieder Schuld.

Zurück bleibt ein fader Beigeschmack: „Jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit.“

Zurück bleiben wir Alle, die noch von sich behaupten, sie hätten wenigstens noch fast alle Latten am Zaun. Mich eingenommen. Irritiert. Staunend. Entsetzt.

Ich erinnere mich da irgendwie immer an den genialen Gene Roddenberry, den Erfinder von „Star Trek“:

Zur obersten Direktive gehörte die Nichteinmischung in die Kultur und Politik fremder Planeten.

Gemessen an dem, was wir Alle, in der EU, aus der USA heraus, und auch aus Russland heraus, aufgrund unserer Arroganz und der Meinung, für „Ordung sorgen zu müssen“ und „unsere Werte“ missionarisch in die Welt tragen zu müssen, angerichtet haben, wäre dies für die Zukunft wohl ein Gedanke wert….

P..S: Ein Gedankenspiel zum Schluß: Und gilt es, sich einmal einzumischen und zwar schnell, kommen interessanterweise die politischen Zauderer.

Was wäre passiert, hätte man zu Anfang des Krieges, die zu diesem Zeitpunkt noch handlungsfähige FSA (freie syrische Armee) mit ihren moderaten Kräften zielführend unterstützt? Wäre dann das gekommen, was wir heute haben? Wäre eine stabile neue demokratische Regierungsform entstanden? Wäre der IS in Syrien so niemals groß geworden? Man weiß es nicht. Aber ein schwerwiegender politischer Fehler, könnte es gewesen sein…