SPD: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die Männliche überwinden…“ oder: Die Geschichte eines überwundenen Mannes…

Meine Asservatenkammer beherbert viele Stücke, welche eine gewisse Bedeutung in meinem Leben haben.

Auch das Holzmännchen, welches einen Vikinger mit einem abgebrochenen Helmhorn zeigt, gehört dazu. Wenn auch das Männchen eine traurige Geschichte erzählt, ist es immer wieder Erinenrung daran, dass wir politisch Tätigen unsere Stimme geben, ohne genau hin zu schauen.

So ergeben sich gesellschaftlich manifestierte Dogmen, die sich nur aufgrund der Kraft ihrer Wiederholung manifestieren konnten. Ansonsten wären sie längst auf dem Müllhaufen geschichtlich irrelevanter verbaler Auswürfe gelandet.

Wie z.B. Solches: Männer sind Täter! Sie sind zudem stark, ständig bevorteilt und erniedrigen die Frauen. Und die Erde ist eine Scheibe…

In meinem Stammcafe fand sich ein Mann ein, den ich nicht kannte, obwohl ich damals im gleichen Dorf wohnte. Wir nennen ihn Manfred. Diese Geschichte ist ihm gewidmet.

Mandred war krank. Nach längerem Berufsleben fand sich in der Schulmedizin für ihn keine Hilfe, den Rücken zu heilen und ihn von seinen Schmerzen zu befreien, die er chronisch zu ertragen hatte.

Manfred war ein netter Mann. Nie laut. Nie agressiv. Und er verstand die Welt nicht mehr. Nun nicht mehr in der Lage Geld zu verdienen und die Familie zu versorgen, bekam er eine geringe Berufsunfähigkeitsrente.

Er hatte sich ein eigenes Haus erarbeitet. Ein bürgerliches Leben. Er war seit über 20 Jahren verheiratet. Er hatte eine fast erwachsene Tochter.

Sein Wert bemaß sich scheinbar lediglich an seiner Arbeitskraft, die ihm nun nicht mehr zur Verfügung stand. Festzustellen war es leicht für mich. Denn der Spott, der ihn von Seiten ehemaliger Arbeitskollegen und Arbeitgeber verfolgte, wurde für mich schnell offensichtlich.

Seine Ehefrau „konnte dann irgendwann nicht mehr.“ Man muss dazu sagen, dass seine (Noch-) Ehefrau selbst vermögend war. Dies hauptsächlich nicht durch eigenes Zutun, sondern aufgrund des reichhaltig vermögenden Vaters. Der wiederum verachtete, ohne damit hinter dem Berg zu halten, Manfred nun auch. Eigentlich hatte er das immer getan.

Gutmütige Menschen, die „einfach“ erscheinen, denen der schnöde Mammon nichts wert ist, werden gerne auch als dümmlich und simpel hingestellt. Unsere Gesellschaft ist nicht so sozial, wie sie es gerne behauptet.

Nach Jahren der Krankkeit trennte sich seine Frau von ihm. Ein  „Neuer“ gab sich ein Stelldichein. Höherer Erotikfaktor eben. Leistungswillig und Leistungsfähig! Ein Kerl, wie man ihn sich vorstellt.

Während Manfred in seinem Haus saß und seine Welt über ihn zusammen brach, tranken seine Ex-Frau und ihr „Neuer“ in der Wohnstube von Manfred’s Mutter Kaffee. Er durfte dabei zusehen, denn das Haus der Mutter war gleich nebenan. Was regte er sich auch darüber auf? Man muss auch jönne könne…

Die fast erwachsene Tochter blieb anfangs im Hause von Manfred. Der gewohnten Umgebung sozusagen. Manfred hatte ein Auto und dies auszuleihen oder sich des Nachts aus der Disco abholen zu lassen, war zudem angenehm.

Irgendwann und nach längerer Zeit des Trauerns um seine Ehe, sprach er eine andere Dorfbewohnerin an. Zugezogen. Erfolgreich geschieden. Von einem erfolgreichen Ex-Mann mit Unterhalt und Zugewinn reichhaltig ausgestattet.

Er fragte sie, ob sie mit ihm essen gehen würde. Daraus wurde leider nichts. Denn Manfred war nicht gut genug. Als er mal nicht da war, sagte sie im Cafe: „Was soll ich denn mit DEM ?“

Eines Tages tauchte Manfred bei uns auf. Wir tranken einen Cafe. Dann wollte er auch schon wieder gehen. Er hinterließ ein kleines Geschenk für meinen kleinen Sohn. Dieses Holzmännchen…

Überhaupt begann er, Geschenke zu verteilen. Überall kleine Aufmerksamkeiten an Menschen, die ihm etwas bedeuteten. Und seien es auch nur Menschen, die ihm zuhörten und nicht verhöhnten.

Dann zog seine Tochter plötzlich aus. Hin zur Mutter. Diese war nun selbst Immobilienbesitzerin geworden, denn der Vater der Noch-Ehefrau  hatte schlicht eine der vielen vorhandenen Immobilien, die er sein Eigen nannte, Ihr überlassen. Das arme Ding muss ja irgendwo wohnen. Standesgemäß…

Nun war Manfred alleine im Haus. Im Cafe saß er fortan fast alle 2 Tage.

Bis zu dem Tag als heraus kam, dass seine Ex-Frau ihren Anteil am Hause haben wollte. 80.000 Euro hatte sie sich ausgerechnet. Die sollte er nun zahlen. Er, der es schließlich nicht schaffte, endlich wieder arbeiten zu gehen, so wie man es verlangte…

Manfred war verzweifelt. Und er suchte sich Hilfe. Er wies sich mehrmals freiwillig in eine psychiatrische Klinik ein. Das letzte Mal, als er sie aufsuchte, verließ er sie eiligst wieder. Man hatte ihm ein Bett in einem Zimmer zugewiesen, in dem er nicht einmal schlafen konnte. Der neben ihm liegende Alkoholiker neigte zu mitternächtlichen Exkursionen und zum ständigen Übergeben…

Dann ging Manfred nach Hause. Für ihn gab es auch nicht, den „Frauenngesprächskreis“, denn er war ja ein Mann. Auch keine Hilfe im Selbsthilfeverein. Vor Ort fand sich so etwas nicht. Zumindest nicht für einen Mann. Da waren nur Frauen. Im Lila-Lädchen stattete man auch nur Frauen mit dem notwendigsten aus oder sprach mit ihnen. Ein Mann ist stark. Der braucht so was nicht. Im Zweifel hate er die Kneipe. Das war aber nicht sein Ding.

Dann fasst Manfred einen Entschluß:

Manfred erhängte sich in seinem Bad.

Nun war er überwunden, der Manfred. Ganz so, wie es im Parteiprogramm steht. Als das familiäre Umfeld davon erfuhr und er gefunden wurde, hieß es:

Wie konnte er das nur seiner Tochter antun? Jetzt muss die arme Ex-Frau alleine damit zurecht kommen?

Einige Tage später hieß es: „Er war halt krank!. Da konnte keiner was dran machen.“ Um Ausreden ist man nie verlegen.

Niemand war Schuld. Alle waren Opfer. Nur Manfred nicht.

Eigentlich hatte Manfred ihnen nun ein Schnippchen geschlagen. Sollten sie sehen, wie sie nun zurecht kamen. Manfred hatte jetzt zumindest seine Ruhe. Darf man das so sagen?

Und solche „Sprüche“ – und mehr ist es nicht – die es in Parteiprogrammen zu lesen gibt, wie sind sie nun darauf zu übertragen? Wie wirken diese „Ideen“ sich in der Realität aus?

Genau so! Sie manifestieren ein Gesellschaftsbild, dass im Endergebnis aufzeigt:

Nach wie vor sind alle Gleich, nur manche eben etwas Gleicher… Und die, die Gleichstellung suchen, sind wohl tatsächlich mittlerweile die, die längst damit beschäftigt sind, eigene Privilegien zu verteidigen.

Auch wenn der Ex-Frau freigestellt sein darf, ob sie sich trennen möchte oder nicht. Auch wenn es Manfred’s Entscheidung war, mit der Situation, so oder so umzugehen, so wurde seine Entscheidung zumindst dadurch beeinflusst, dass in unserer Gesellschaft, sogenannte Täter längst Opfer geworden sind und sogenannte Opfer, längst zu Tätern wurden.

Politische Ergüsse von in der Wirtschaft unbrauchbaren Zivilversagern, die uns unser Leben erklären wollen und glauben zu wissen,. welchem Klientel wahlweise zuzuarbeiten ist,  bedarf es allerdings nicht.

Liebe SPD: Ich habe einen anderen Vorschlag:

„Da wo eine menschliche Gesellschaft ist, sollte Moral, Vernunft und Verstand einer zivilisierten Gesellschaft sein, die gelernt hat, dümmliche Ideologien abzustreifen. Wir – in der Politik – sind dafür seit Langem leider die falschen Ansprechpartner, denn wir leben es schon seit unendlich langer Zeit nicht (mehr) vor.“

Lieber Manfred. In diessem Sinne! Und ich hoffe, das Du gefunden hast, was Du gesucht hast.

 

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Das Märchen vom Unterhaltsdrückeberger…

Und wieder zum x-ten Male das Durchnudeln vom bösen Unterhaltsdrückeberger, und der armen Alleinerziehenden, die es eigentlich nicht ist, denn ein Vater ist ja noch da… Nur darf er meist eben nicht mit betreuen. Wäre ja noch schöner! Überweisungen sind da wesentlich bequemer und angenehmer.

Die Medien – hier nun in diesem Falle die FAZ – kommen ja bei diesem Thema nicht mehr aus dem Sommerloch heraus. sozusagen, beherrscht das Sommerloch in Bezug auf dieses Thema faktisch alle 4 Jahreszeiten…

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/alimente-viele-unterhaltsverweigerer-kommen-durch-14964901.html#GEPC;s2
Väter sind Unterhaltsdrückeberger. Ein perpetuiertes Märchen. Es erscheint fast wöchentlich in der Presse, wiedergekäut seit zig Jahren und unter Feuer gehalten von sattsam bekannten Lobbys, deren Geschäftsmodell die Beibehaltung des mütterlichen Opferstatus ist. Unbehelligt von der Faktenlage. Zitat aus der Ausgabe Kinderschutz Aktuell 3/03, der Publikation des deutschen Kinderschutzbundes, Seite 19:

„93,5 Prozent der Väter, die sich mit der Mutter das Sorgerecht teilen, gaben an, Kindesunterhalt zu leisten – und immerhin 86,7 Prozent der Mütter bestätigten das. Ein zweifelhaftes Licht werfen beide Studien übrigens auf die Frauen. Sind Mütter unterhaltspflichtig, dann ist es, so belegen die Zahlen der Proksch-Studie, mit ihrer Zahlungsmoral nicht allzu weit her: 57 % der unterhaltspflichtigen Mütter mit gemeinsamem Sorgerecht und 65 % der unterhaltspflichtigen Mütter, bei denen der Vater das alleinige Sorgerecht hat, gaben an, gegenwärtig keinen Kindesunterhalt zu leisten.“

Etwa 9 von 10 Männern leisten Unterhalt.
Etwa 4 von 10 Frauen leisten Unterhalt.. Ist „sich um seine Verantwortung drücken“ eine typisch weibliche Eigenschaft? Die Zahlen  stammen von Prof. Proksch, einem der angesehendsten Familienrechtler Deutschlands und wurden im Auftrag des Bundesjustizministeriums erhoben, um eine Familienrechtsreform zu evaluieren. Hier ist das Dokument in Volltext nachzulesen:

http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/01-Redaktion/PDF-Anlagen/lit-proksch-begleitforschung-kindschaftsrecht-2001,property%3Dpdf,bereich%3Dgenderreport,sprache%3Dde,rwb%3Dtrue.pdf (222 Seiten).

Es mag eine Weile her sein, doch ist zu unterstellen, dass sich nichts – aber auch rein gar nichts – an der Problematik verbessert hat und tatsächlich bis heute die Familienpolitik lieber ideologischer Verblendung Tribut zollt, als das Problem erst zu erkennen, bevor es sich lösen lässt.

Proksch fragt auch nach den Gründen für Nichtzahlung. Niedriges Einkommen werden von 58,8% der Väter und 40,6% der Mütter mit gemeinsamer Sorge angegeben (55,1% / 27,7% wenn keine gemeinsame Sorge). Niedriges Einkommen spielt bei unterhaltsunwilligen Müttern sogar eine geringere Rolle! Eine deutlich höhere Rolle (doppelt so hoch wie bei den Vätern, gemeinsame Sorge!) spielen bei ihnen beispielsweise „ungelöste Konflikte zwischen den Eltern“. Mütterliche Unterhaltsverweigerung für das Kind, weil die Mutter mit dem Vater streitet? Proksch bemerkt dazu lapidar „Die Situation der Väter, die mit ihren Kindern leben, bleibt schwierig“ (Seite 144).

Die Klagen über schlechte Zahlungsmoral der Väter sind jedenfalls weder auszurotten noch korrekt. Die meisten Verpflichteten sind freilich Väter und nicht Mütter. Kein Wunder, in 95% aller Fälle vor Gericht wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder gegen den Willen der Väter der Mutter zugesprochen. Somit ist die absolute Zahl der Nicht/Wenigzahlväter höher als die der Mütter. Die Bereitschaft, Kindesunterhalt zu zahlen ist aber keine Frage der absoluten Zahlen, sondern der Relativen. Es wäre höchst kindesverachtend, das Problem mit „es gibt ja sowieso nicht viele unterhaltspflichtige Mütter“ herunterzuspielen. Mit derselben falschen Argumentation könnte man auch verlangen, Morde an Farbigen in Deutschland nicht zu verfolgen, weil absolut weniger Farbige wie Weisse ermordet werden.

Schliesslich: Wie steht es eigentlich mit der Zahlungsmoral der etwa 10% Mütter, die ohne mit der Wimper zu zucken Kindesunterhalt und insbesondere auch Betreuungsunterhalt von Männern einkassieren, die überhaupt nicht die biologischen Väter “ihrer” Kinder sind?

Das Unterhaltsrecht ist ein aufgeblähtes Monster geworden, das vielfach Pflichtige wie Berechtigte zerstört – aber wenn es Staat und Juristen glauben, so verordnen zu müssen, dann für alle, verpflichtete Väter und Mütter. Wer bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ausschliesslich Väter an den Pranger stellt, beweist nur dass er statt Glaubwürdigkeit und Kompetenz nur Unwahrheiten nachplappert anstatt einen Blick auf die Fakten zu werfen. Zu den Fakten gehört auch, dass bei dem kleinen Prozentsatz nichtzahlender Väter trotz verschärfter Massnahmen fast nie etwas zu holen ist, bei Arbeitslosigkeit, Niedriglohn und steigender Überschuldung als Massenerscheinung dürfte das wirklich keine überraschende Erkenntnis sein.

Jedes Jahr werden in mehreren Gemeinden Deutschlands pompös angekündigte “Modellversuche” gestartet, in denen mittels dazu beauftragen Anwalts- und Inkassobüros mit maximaler Härte Unterhaltsvorschüsse von Vätern eingetrieben werden sollen. Die Ergebnisse sind jedesmal dieselben und überraschen die Öffentlichkeit jedesmal von neuem.

Im beispielhaften Modellversuch der Millionenstadt Hamburg erbrachte das Jugendamtsinkasso nur 15% Rückzahlungen, das “professionelle Anwaltsbüro” schaffte trotz bereitliegenden Unterhaltstiteln und Massengerichtsverfahren 12%. Die zusätzlichen Kosten für die Anwälte hatte der Steuerzahler zu tragen. Es stellte sich ein weiteres Mal heraus, dass 70% der Pflichtigen durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit weit unter der Armutsgrenze leben musste, 16% nur Niedrigstlöhne auf dem Arbeitsmarkt erzielen konnten, 4% Schüler, junge Studenten oder bereits restlos leergepfändete Menschen in Insolvenz waren, 10% waren ausgewandert, verstorben oder unauffindbar.

Hier noch einige weitere Details aus der Studie von Professor Proksch:

Erstaunlicherweise fühlen sich Mütter, bei denen die Kinder nicht leben, deutlich weniger finanziell belastet (Seite 54). Wie verträgt sich das mit der geringen Bereitschaft der Mütter, Unterhalt zu zahlen? Auch sind Mütter generell zufriedener mit ihrem Lebensstandard (Seite 39).

Typische Scheidungsauswirkung für Väter scheint auch starke Belastung oder Probleme im Beruf zu sein (Seite 50). Negative berufliche Folgen sind für Väter viel häufiger als für Mütter. Väter werden im Gegensatz zu Müttern schockierend häufiger entlassen – zahlen aber trotzdem Unterhalt. Männern wird es offenbar weniger verziehen, wenn sie während der äusserst belastenden Trennungszeit nicht mit der üblichen Härte und Leistung ihren Job angehen können.

Andere Nebenergebnisse der Studie sind, dass Väter im Jugendamt öfters abgebügelt werden wie Mütter, viele umgangsberechtigte Väter körperliche Gewalt seitens der Mütter erleiden müssen (Seite 68, Zahl mit Ausrufezeichen), Väter sich viel häufiger als Mütter zutrauen, der Kinder wegen trotz aller Differenzen mit der Ex-Partnerin zusammenzuarbeiten (Seite 73) und sehr viel mehr. Die Studie räumt gründlich auf mit dem hierzulande so sorgfältig gepflegten „Mythos Mutter“. Im Auftrag des Justizministeriums.

Also scheint es, dass manche Erhebungen nicht die gewünschten Ergebnisse bringen und somit man sich Neuer bemächtigt. so also die letztens durch das Dorf gejagte sau, als die „Bertelsmann-Stiftung“ in das gewünschte Horn vom bösen väterlichen Unterhaltspreller blies.

Man mag gespannt sein, wie man gegen die Realitäten in Zukunft ankämpfem möchte, ohne dadurch den Steuerzahler weiterhin zu belasten, auch indem auch zukünftig weiter Existenzen vor dem Familiengericht vernichtet werden.

Scheint völlig egal zu sein. Hauptsache die auf diesem Gebiet zahlreich Beschäftigten, angefangen bei den daran gut verdienenden Familienrechtsanwälten und aufgehört bei Gutachtern, Jugendamtmitarbeitern und Anhängseln, müssen nicht zugeben, dass sie verbrannte Erde hinterlassen haben und jede Kritik nach wie vor als Majestätsbeleidgung werten.

Von Rechtsanwälten und Leuten, die uns die Welt erklären…

Gehen wir davon aus, dass der geneigte Leser schon einmal Kontakt mit Rechtsanwälten hatte, und gehen wir davon aus, dass dies sich im Bereich des Familienrechts abspielte, dann gäbe dies hier nur einen weiteren (berechtigten) Artikel darüber, wie sich Anwälte als Brandstifter verdingen können um sich dann gleichzeitig das Schild des Mediators an die Hauswand zu zimmern.

Heute gehen wir also dieses Thema einmal anders an. Das uns Juristen gerne die Welt erklären, liegt u.a. daran, dass sie überproportional in der Politik vertreten sind. Das mag manchmal Sinn machen, da dies dazu verhilft, dass der entsprechende Politiker von Anfang an einzuschätzen weiß, welche gerne getroffene Entscheidung er dann doch lieber in der Schublade belässt, aber trotzdem wäre der Ein oder Andere Kaufmann in der Politik manchmal sicher notwendiger gewesen. Sei’s drum…

Hat also ein politisch Tätiger was gelernt – wenn er/sie überhaupt etwas gelernt hat – ist es meist ein Jurist. Wenn nicht, dann ist er/sie Lehrer… Sich zwischen Pest und Cholera beim Wählen entscheiden zu müssen kennen wir ja…

Aber wie sieht das Thema eigentlich in der Praxis aus? Nun, erst einmal geht das so:

Anwälte (und auch Steuerberater) sind ja eigentlich das angestammte Klientel der Liberalen (FDP). Zahnärzte und Apotheker auch, aber die spielen jetzt mal keine so große Rolle. Diese vertreten Allesamt gemeinhin, der Wirtschaft entsprechenden Freiraum lassen zu wollen und meiden alles Linke wie der Teufel das Weihwasser, was in Teilbereichen auch besser ist.

Die Doppelmoral dieser Berufsbilder ist aber, dass sie zwar von „freier Wirtschaft“ faseln, sich selbst aber in ganz sozialistischer Manier mit „Gebührenordnungen“ versehen haben, die nicht viel mit dem Verhältnis Leistung = entsprechendes Honorar zu tun haben.

Und um sich dieses abzusichern, haben diese Berufsbilder für eine einmalige Abschottung gesorgt und kümmern sich fleißig darum, dass ja keiner in ihrem angestammten Berufsbild wildert.

Danach baute man sich einen Mythos des Allwissenden und „etwas Besseren“ zusammen. Der Michel sollte glauben, hier bei den Überlegenen zu Gast zu sein, die nicht alles wissen und können, aber mit Sicherheit mehr, als der übrige Pöbel.

Die meisten Rechtsanwälte die ich kenne, wirken von der Persönlichkeit her auf mich eher wie erwachsen gewordene Exoten, die sich ihren Seitenscheitel schon vom 6. Lebenjahr an kämmten und fortan auf dem Schulhof gehänselt wurden. Eine Freundin gab’s auch nicht. Nun gilt es, nach Vollendung des recht langweiligen Studiums, späte Rache zu nehmen…. Oft schafft man das.

In manchen Fällen neigte ich dazu, meinen Klienten zu sagen, sie sollten sich in dem Ein oder Anderen Fall einen Anwalt nehmen. Das habe ich seit Längerem revidiert.

Die meisten Probleme lassen sich tatsächlich so lösen. Scheint es, als ginge es nicht, fertigen wir den Schriftverkehr selbst an, und siehe da: Mit viel Erfolg!

Geht auch das scheinbar nicht, rate ich meistens: Laß die Gegenseite doch machen. Halt die Füße still! Klappt übrigens fast immer. Die Gegenseiten wissen scheinbar mittlerweile auch, dass das Einschalten des Rechtsstaates meistens gleichbedeutend damit ist, vielleicht tatsächlich Recht zu bekommen, dieses aber bezahlen zu müssen. Irgendwie vor diesem Hintergrund komisch, aber ist so…

Ein sich bei mir in der Schuldnerberatung befindlicher Klient war unlängst noch selbständig, als er es mit zwei Arbeitnehmern zu tun bekam, die der Meinung waren, Stundenzettel seien so eine Art Wunschzettel vom Weihnachtsmann. Mein Klient verpasste es, diese schleunigst zu kontrollieren, bevor sie beim Steuerberater landeten, der sie entsprechend abrechnete.

Lange Rede, kurzer Sinn: Diese beiden Leute wurden zum teuren Vergnügen in einer defizitären Kleinfirma. Die Sache landete beim Arbeitsgericht in der Güteverhandlung.

Die eigentliche Dauer des Arbeitsverhältnisses betrug satte 8 Wochen. Die beiden Arbeitnehmer „verloren“ und die Arbeitsverhältnisse wurden per Vergleich auf Mini-Job Verhältnisse herab gesetzt.

Der Unternehmer hatte also Recht bekommen und durfte den angeblichen Vollzeitjob (lt. gefälschter Stundenzettel), abändern und die Differenz zum Mini-Job entsprechend berücksichtigen.

Dasjenige Geld, dass er „sparte“ wurde dann wie folgt anderweitig fällig:

Streitwert: 8.291,75 € für den einen Arbeitnehmer und für den Zweiten: 3.776,70 € rechnen Anwälte so ab:

Streitwert: 8.291,75 €: Verfahrensgebühr 1,3 fach:  659,10 €

Terminsgebühr:                      608,40 €

Abwesenheitsgeld:                  25,00 €

Fahrtkosten:                              33,36 €

Einigungsgebühr                    507,00 €

Postentgeltpauschale               20,00 €

Zwischensumme:                   1.852,86 €

+ Umsatzsteuer:                         352,04 €

Die zweite Honorarrechnung spare ich mir ….

Man stelle sich vor: Herr Anwalt fährt zu einem Termin. Das ist nicht sonderlich weit und dauert nur ein Stündchen, aber der Herr lässt sich bißchen feiern und zwar für 608 Euronen.

Und dann einigt man sich, weil das sowieso im Rahmen eines solchen Verfahrens meist passiert und das kostet einfach mal 507 Euronen zusätzlich. Einigung kostet also Geld! Allgemeinhin bekannt, aber man sollte es mal verdeutlichen. Streit ist billiger…

Da sollte man mal den Sinn hinterfragen.

Das Ganze passiert völlig schamlos. Keiner regt sich mehr über so etwas auf. Von der Verhältnismäßigkeit der Dinge zu sprechen, ist in diesem Land sowieso Out, nachdem wir wissen, dass Manager selbst dann Boni bekommen, wenn sie ganze Volkswirtschaften hinrichten. Also was soll jetzt hier diese Krümmelpisserei….

Was ist also im Grunde anzuraten?

Wenn Sie zu denen zählen, die einigermaßen der deutschen Sprache mächtig sind und sich etwas Masse zwischen den beiden Ohren befinden sollte, gehen Sie zu denjenigen Verfahren, die keine Anwaltspflicht haben, alleine hin.

Es beißt Sie keiner! Sagen Sie, was zu sagen ist. Bleiben sie ruhig und sachlich, wie es sich gehört. Lassen Sie den Rest über sich ergehen und fertig… Alles von Belang erklärt Ihnen der Richter. Muss er auch. Ist ja kein Anwalt da, der dies sonst übernehmen muss 😉

In 90% aller Fälle kommen Sie nämlich bei relativ einfachen Sachverhalten nicht teurer weg! Die (Film-)Mär vom Anwalt, der Sie lautstark aus dem Verfahren haut und dessen Genialität zum 100%igen Sieg führt, ist ein Märchen, genau wie das von der eierlegenden Wollmilchsau.

Aber was bedeutet das für den Rechtsstaat? Funktioniert er tatsächlich auf dieser Ebene, wenn berechtigte Verfahren und seien sie noch so schlicht und einfach, so teuer sind, dass sich das Führen des Verfahrens für jeden Erfahrenen und in der Folge logisch denkenden und rechnenden Menschen nicht lohnt?

Wenn das der  Sinn dessen war, was Rechtsstaatlichkeit bedeutet, wenn es darum geht, sich berechtigt gegen etwas wehren zu müssen, bleiben mir (berechtigte) Zweifel…

Trump schlägt zu – Luftwaffenbasis platt…

Es mag sich um einen provokanten Titel handeln, der das aktuelle Geschehen aber genau beim Namen nennt, denn genau das ist ja heute passiert. Mit anschließenden Diskussionen natürlich…

„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit!“ Wissen wir Alle. Zur Kenntnis genommen. Schlimm ist es. Unabänderbar ist es auch. Und weiter?

Nicht überraschend ist es, dass sich Trump-Gegner, Trump-Befürworter (gibts die im Moment in Deutschlands Establishment?), Putin-Gegner, Putin-Befürworter, Nix-Wisser und andere zu Wort melden. Teils sich wiederholend.

Aber fassen wir zusammen: Es produzierte sich ein Riesendurcheinander zu Anfang in Syrien und in der Folge besonders:

Assads Truppen gegen FSA. FSA gegen Al Kaida. Iranische Söldner, Hisbollahs aus dem Libanon, IS, andere Terrorgruppen und sonstige geben sich ein Stelldichein, terrorisieren allesamt die Bevölkerung, und pulverisieren ein ganzes Land. Und ja, wir haben noch Jemanden vergessen: Erdogan, mit seinen Großosmanischen Träumereien.

So. sind Menschen! Oder, um es abzuschwächen: So können Menschen sein.

Wer aktuell da jetzt noch eine Lösung finden will, naja, den beneide ich nicht…

Also suchen viele der Gefragten keine Lösung, sondern vertreten ihre Interessen. Das ist hart. Aber das ist Politik. Ein Ende des hierzulande allgegenwärtigen Illusionismus wäre auch mal eine Idee. Vielleicht viele dann Konstruktives ein?

Zurück zum Thema: Fakt ist der Giftgasangriff. Die Hintergründe kennen wir nicht. Die Russen behaupten, man habe eine Giftgasfabrik angegriffen (was für eine bescheuerte Idee) und die Amerikaner sagen, es war ein Giftgasangriff der Syrer gewesen.Wusste gar nicht, dass die überhaupt noch über so was wie eine „Luftwaffe“ verfügen.

Nun können sich alle Strategen in Facebook und Co wieder eine Version aussuchen. Sozusagen ist das ganze Thema zum „ich wünsche mir gewisse Fakten analog meiner politischen Einstellung“ Diskussion geworden.

Zielführend? Mitnichten! Fassen wir zusammen: Die Amerikaner haben sich äußerst unbeliebt gemacht. weil sie mit ihren Eingriffen seit Vietnam mehr Unruhe stifteten, als dass es  Befriedung gab. Kann man das so sagen?

Die Russen haben sich auch nie besonders mit Ruhm bekleckert, mussten sich aber meistens und zudem hauptsächlich seit 1989 eher zurück halten, mangels Masse und Möglichkeiten. Deren Kenntnisse und Fähigkeiten, friedensstiftend unterwegs zu sein, können Sie sich aberr ersatzweise in Tschetschenien und Georgien anschauen.

Zu bemerken bleibt auch, dass in den sogenannten „modernen Kriegen“, Zyniker sprechen teilweise auch von „sauberen Kriegen“, die Quote der zivilen Opfer exorbitant größer ist, als die im zweiten Weltkrieg trotz Flächenbombardements. Wir lernen: Nicht nur irgendetwas läuft da falsch, sondern Menschen sind nach wie vor egal und Bauernopfer.

Wir immernoch im Mittelalter plus Lapotop. (Der Spruch ist tatsächlich von mir 😉   )

Wobei dies eigentlich eine beleidigende Betitelung des Mittelalters ist. Sei’s drum.

Nichts desto Trotz, haben die Amerikaner gestern nacht einen Militärstützpunkt der Syrer angegriffen. Dieses Mal keine Schule,. kein Krankenhaus und kein Wohnviertel mit verstreut darin befindlichen Terroristen – nebst Kindern.

Und um kurz der Esoterik Tribut zu zollen: Wenn ich Assads Konterfei sehe, weiß ich was ich für eine Figur vor mir habe. (perönlich emotionaler Button wieder aus)

Kurzum: es traf beim Angriff auf den Flughafen nicht die Faslchen. Nicht mehr. Und auch nicht weniger.

Das sich „der Russe“, jetzt „angegriffen“ fühlt, ist politisch nachvollziehbar. Nicht mehr und auch dieses Mal, nicht weniger…

Natürlich bekommen wir im Westen auch nicht (immer) die Wahrheit erzählt. Natürlich gibt es mehrere Wahrheiten und auch die Russen – denen man sicher Vieles unterstellen kann – haben nicht nur interessante Sichtweisen, sondern auch Ihre Wahrheit, die es zu beachten gilt.

Als Russland in den Krieg eintrat, hofften Manche (ich kenne noch die alten Diskussionen auf Facebook und Co), dass er bald vorbei sei. Dass man nun zumindest Fakten schaffen würde., auch wenn dann Assad bliebe. Ebenfalls eine Illusion. Und warum auch, sollten die Russen etwas können, was Andere nicht schafften? (Oder schaffen wollten?)

Trump hat gezeigt, dass er Entscheidungen zu treffen in der Lage ist. Man kann über diese Entscheidung(en) streiten. Aber er trifft sie. Und zwar schnell.

Vielleicht, – aber auch nur vielleicht -, ist jetzt Assad gewarnt und lässt die restlichen flugfähigen Geräte nicht mehr mit diesem Giftzeugs bestücken….

Natürlich bleiben Fragen: Warum hätte Assad das überhaupt machen sollen, mit diesem Giftgasangriff? Was hatte er davon? Diese Frage stelle nicht ich, sondern gestern (vor dem Luftangriff der USA) ein Mainzer Universiätsprofesser in SWR 3. Ihm kam das Alles nicht schlüssig vor. Mit Recht. Denn er betrachtet als zivilisierter Mensch Vorgänge mit Logik und versucht sie logisch und verstandesgemäß nachzuvollziehen.

Was er aber vergisst, ist der menschliche Wahnsinn und Fanatismus. Eine nie berechenbare Eigenschaft des Menschen und also auch verschiedener Diktatoren. Eine Eigenschaft, die immer wieder Überraschungen mit sich bringt. Meist Grausame.,

Und dann ist da Putin, Neben der Politik und neben der (berechtigten) Kritik, man solle insbesondere als Deutsche, die Kontakte zu Russland nicht allzu sehr belasten, darf man nie vergessen, wen man vor sich hat.

Bei Trump regten wir uns auf: Ein gefühlsmäßig wie ein Bauer auftretender Milliardär, dem Establishment entzogen, auf einem Selbstverwirklichungstrip ohne soziales Gewissen (scheinbar), will Präsident werden und schafft das auch. So viel zu Trump. Bewerten kann das jeder für sich.

Bei Putin regt sich keiner mehr auf. Oder doch? Fassen wir zusammen oder besser noch, fangen wir mit dem an, wie ich es immer auszusprechen wage:

Die Nachfolgeorganisation des ZK der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken ist die Mafia.

Putin war Geheimdienstoffizier in Ost-Berlin. Das er deutsch spricht, ist da nicht weiter von Belang. Das ein hoher Ex-KGB-Offizier keine Friedenstaube ist, wohl eher. Das solche Figuren eher soziopathisch veranlagt sind, wohl unumstritten. Denen braucht keiner mit Menschenrechten und Demokratieverständniss zu kommen.

Gut. Russland wäre wohl derzeit noch kaum regierbar mit einem Weichgespülten, aber hoffnungsvolle Alternativen hätte es schon gegeben, wären sie nicht mittlerweile in russischen Gefängnissen verschwunden. Dies unter etwas Nachhilfe des guten alten Putin.

Also was erwarten wir von Putin. Zu viel?  Auf jeden Fall! Er verfolgt seine Interessen im Rahmen des Möglichen. Und ich muss sagen, ich bin nicht unfroh darüber, dass dessen Möglichkeiten etwas geringer sind, als die der USA.

Die USA ist kein Friedensengel. Ganz klar. Und wir keine Träumer. Das haben wir alle gefressen. Aber ich habe noch die Generation kennen gelernt, die den 2. Weltkrieg erlebt haben. Als Zivilisten und als Soldaten.

Und wie meine (tolle) Mutter immer sagte: „Lieber nehme ich ’nen Ami roh, als den Russen gebraten.“ Soll jeder selbst bewerten, der das jetzt komisch findet.

Fakt ist: Ein Flughafen von Assad ist platt. Der Amerikaner hat klar gemacht, dass er rein geht, wann er will und wie er will, wenn er denn will.

Fakt ist: Ein kriegsentscheidender Eingriff war es nicht. Einen solchen zu führen, ist nicht mehr möglich. Nach 7 Jahren des Krieges und unsäglichem Leid, stehen wir Menschen vor den Trümmern unseres Tuns. Das Bauernopfer durch Eskalation allgemeinen Versagens:  Syrien. Libyen auch. Afghanistan auch., etc etc…

Wie diese Nummer hier ausgeht, weiß niemand. Wir hoffen nur noch: Irgendwie und hoffentlich bald.

Die Entwicklung lässt auf etwas hindeuten, dass zu erwähnen, auch Erschrecken auslösen dürfte. Aus einem solchen Durcheinander heraus, ist einmal der 1. Weltkrieg entstanden. In der Dynamik gibt es viel mehr Parallelen als zum 2. Weltkrieg.

Versagt haben wir Alle! Die Amerikaner, die Russen, auch die EU und auch die Anrainerstaaten, von denen niemand spricht. Die Iraner bekleckern sich nicht mit Ruhm, statt dafür zu sorgen, nach dem Aufheben des Embargos nun für ein besseres Image und eine wieder funktionierende Wirtschaft zu sorgen und die Saudis ebenfalls nicht. Saudis nehmen keine Flüchtlinge auf. Geld hätten sie genug. Lieber verballern sie ihre Kohle in teure Autos, so lange wie ihr Öl noch gebraucht wird und vögeln sich durch die Puffs im Libanon, weil das ja im Sandland nicht erlaubt ist.

Geht die Nummer schief, ist sowieso der Westen wieder Schuld.

Zurück bleibt ein fader Beigeschmack: „Jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit.“

Zurück bleiben wir Alle, die noch von sich behaupten, sie hätten wenigstens noch fast alle Latten am Zaun. Mich eingenommen. Irritiert. Staunend. Entsetzt.

Ich erinnere mich da irgendwie immer an den genialen Gene Roddenberry, den Erfinder von „Star Trek“:

Zur obersten Direktive gehörte die Nichteinmischung in die Kultur und Politik fremder Planeten.

Gemessen an dem, was wir Alle, in der EU, aus der USA heraus, und auch aus Russland heraus, aufgrund unserer Arroganz und der Meinung, für „Ordung sorgen zu müssen“ und „unsere Werte“ missionarisch in die Welt tragen zu müssen, angerichtet haben, wäre dies für die Zukunft wohl ein Gedanke wert….

P..S: Ein Gedankenspiel zum Schluß: Und gilt es, sich einmal einzumischen und zwar schnell, kommen interessanterweise die politischen Zauderer.

Was wäre passiert, hätte man zu Anfang des Krieges, die zu diesem Zeitpunkt noch handlungsfähige FSA (freie syrische Armee) mit ihren moderaten Kräften zielführend unterstützt? Wäre dann das gekommen, was wir heute haben? Wäre eine stabile neue demokratische Regierungsform entstanden? Wäre der IS in Syrien so niemals groß geworden? Man weiß es nicht. Aber ein schwerwiegender politischer Fehler, könnte es gewesen sein…

 

 

Vom bösen Unterhaltspreller und dem Entzug des Führerscheins

SPD-Soldat Gabriel will nun den „Unterhaltsprellern“ an den Kragen und deren Führerschein einziehen lassen…

Ein Kommentar.

Das „Trio Infernale“, repräsentiert von Ex-Vize-Kanzler und Jetzt-Außenminister Gabriel, der sogenannten „Familienministerin“ Schwesig und dem Bundesjustizminister Maas, auf dem Weg eines neu zu schießenden Bock’s.

Frau Schwesig’s Irrläufe in Richtung Strafjustiz sind ja schon legendär. Ergriff sie ja seinerzeit in einem laufenden Strafverfahren reflexhaft Partei für „Gina-Lisa“, lieferte sie die nächste Steilvorlage, die geeignet ist, dass sich Juristen die verbliebenen Haare raufen dürften.

Es mag heutzutage modern sein, wöchentlich eine neue Sau durch’s Dorf zu jagen, die der dahinsiechenden Partei sogenannter Sozialdemokraten zu neuem Ruhm und Erfolg verhelfen soll, wobei der besagten Sau zumindest stellvertrend für diese „Politprofis“, trotz ihrer verbliebenen Fähigkeit des Laufens, nun durchaus der Hirntod diagnostiziert werden kann.

Rückblick: Die SPD ist und war maßgeblich daran beteiligt, den größten Niedriglohnsektor der ganzen EU herbei zu konstruieren, Leiharbeit gesellschaftsfähig zu machen und Familien an den Rand des Ruins zu bringen. Der Unbill der nun der Partei entgegen schlägt, zeigt sich im Abwenden der Wähler. Bei der CDU oder der FDP hätte man die Unterstützung für die Lobbyarbeit der Lohndumping-Fans noch erwarten können, aber bei der SPD erklärten dies die Betroffenen berechtigt schlicht als Verrat.

Das wird wohl nun auch der seinerzeit bei der EU abgestellte Herr schulz nicht mehr gerade biegen können (und wollen?)

Nun kommt es gelegen, dass gerade Gabriel und Co. genau dieses ausgeplünderte Klientel nun auch noch kriminalisiert. Der geschundene Esel wird nach vollständiger Ausplünderung strafrechtlich verfolgt und gleichzeitig der Bock zum Gärtner gemacht. Der Bock wäre hier stellvertretend für das politische Personal zu nennen, denen man in der Vergangenheit oftmals schlicht nur noch Bösartigkeit unterstellte. Nun kommt es noch schlimmer: Sie scheinen einfach dumm zu sein.

Der Fachkräftemangel ist in der Politik angekommen.

Eine Bertelsmann-Studie heran ziehend, die sich im Grunde selbst in Frage stellt, sollen 2/3 aller Väter keinen oder unzureichenden Unterhalt zahlen. Nicht nur, dass diese Zahlen falsch sind. Was sich leicht an anderen Studien belegen lässt, die nicht ins ideologische Feindbild passen und deshalb nicht erwähnt werden dürfen, es sind auch ausschließlich nur die Väter angesprochen. Nicht verwunderlich: Denn wie heißt es nach wie vor im Programm dieser Partei?

„Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die Männliche überwinden.“ Aha!

Um Herrn Maas, augenscheinlich kein Erdling sondern eben Marsmensch, wenn man seine Ergüsse versucht nachzuvollziehen, ist es gerade etwas ruhiger geworden. Ist er doch gerade der Tradition vieler deutscher Politiker gefolgt und hielt sich nebenher ein Spusi, weshalb er (katholisch, getrennt lebend und 2 Kinder) nun derzeit in Scheidung mit seiner ihm seinerzeit angetrauten Lehrerin lebt. Man mag mir verzeihen, dass ich ihm das nun bald folgende Szenario gönne…

Denn war gerade Er es, der verlautbaren ließ, dass er derzeit keine Veranlassung zu Änderungen im deutschen Familienrecht sähe, als er auf die Schwierigkeiten im Durchsetzen von Kindesumgang und gemeinsamen Sorgerecht hingewiesen wurde.

Faktisch ungeahndet bleibt nach wie vor Umgangsboykott und das gezielte Entsorgen außerhäuslich lebender Elternteile und somit das Recht der Kinder auf Umgang mit demselbigen.

Ahnden und Strafen will man nur den Zahlpapa, der augenscheinlich nicht genug Bares herausspringen lässt.
Gibt es aber gerade hier schon ausreichend Instrumentarien, die Unterhaltsverpflichteten bis auf die Knochen zu pfänden, ignoriert man geltendes „Recht“, bezüglich dessen die Ungerechtigkeiten seit Jahren sogar von Insidern und vielen Juristen ganz offen zugegeben werden, und will nun zusätzlich noch den Führerschein der bösen Zahlungsunwilligen.

Dabei ist die Zahlungsunwilligkeit gar nicht das Problem! Für Politiker, die teilweise die Ausbildung in den Rechtswissenschaften genossen haben wollen, eine fragwürdige Vorgehensweise, die die Frage aufwirft, dass man nicht zwingend bezweifeln möchte, ob sie tatsächlich einmal studiert haben, aber ob es nun Jura war, dessen kann man sich nicht sicher sein.

Nun kann der Führerscheinentzug nur Einzug finden in das gängige Strafrecht, also den sogenannten § 170 des Stragesetzbuches. Ein Paragraph, von dem man weiß, dass die meisten Anzeigen schlicht aus der Hand ungestraft und willkürlich wirkender betreuender Elternteile stammen, die im Siegesrausch eines Trennungskrieges nach der vollständigen Vernichtung des Ex-Partners geifern. Um das tatsächliche Generieren von notwendigem Unterhalt für die Kinder, geht es da selten. Und nicht selten finden sich willfähige Helfer unter den Rechtsanwälten, die sich hier gerne helfend zu Dienste melden.

Warum die Väter auch weiterhin Auto fahren werden… :

Denn tatsächlich geht die Verurteilungsquote in den vernachlässigbaren Bereich, denn dem Angeklagten muss nicht nur nachgewiesen werden, dass er Leistungsfähig war und trotzdem nicht geliefert hat, sondern auch, dass der Angeklagte eine Leistungsunfähigkeit nicht abgewendet hat, obwohl er es hätte tun können. Und da die meisten Unterhaltsverpflichteten die Summen aus der erdachten Tabelle ohne Rechtskraft (düsseldorfer Tabelle), die den Phantasien wohlhabender düsseldorfer Oberlandesrichter entstammt, tatsächlich nicht zahlen können und auch zukünftig nicht zu zahlen in der Lage sind, kann nur Eines folgen: Freispruch.

Nun, die meisten Strafrichter an den Amtsgerichten kennen sich im Unterhaltsrecht nicht aus und geifern nach Verurteilungen, aber deren Urteile werden regelmäßig von den Oberlandesgerichten wieder einkassiert. Würden noch mehr Betroffene in die Berufung gehen, wäre die Verurteilungsquote noch geringer. Und genau hier soll nun der geplante Führerscheinentzug installiert werden. Ob nun der Richter den Gebeutelten nun auch noch die völlige Bewegungsunfähigkeit und in die nun somit richterlich verfügte zukünftige Leistungsunfähigkeit katapultiert?

Was steckt also nun dahinter, wenn diese Politiker so etwas fordern? Die völlige Überforderung und Fehleinschätzung selbst herbei geführter Probleme.

Leistungsunfähigkeit gibt es in den Hirnen der Gutverdienenden gar nicht. Dort geistern die Hirngespinste vom bösen Porsche fahrenden Vater herum, dem man getreu dem Bild der „Männerhasser“ die Leviten lesen muss. Ein Hirngespinst.

Das man selbst zivilrechtlich schon das scharfe Schwert des § 850d ZPO (Zivilprozeßordnung) hat, aus dem heraus sich Gehälter auf das sozialrechtliche Minimum pfänden lassen, wird geflissentlich übersehen.

Man darf nicht vergessen, dass diese Spinnerei aus der Feder derjenigen stammt, die unlängst bei der Verschärfung des Sexualstrafrechts schon Kritik aus Justiz und anderen Kreisen auf sich zogen, als sie faktisch eine Beweislastumkehr einzuführen bereit waren.

„Herr Richter! Ich habe aber vor 4 Jahren NEIN gesagt, „Heul, Schluchz“ und nun wollen Sie also dem Manne glauben, es sei nichts gewesen?“

Schlußendlich könnte man meinen, es sei eine Luftnummer die aus einem Sommerloch entstand, wüsste man es nicht besser, da der große Koaltionspartner, angeführt von Frau „Wir schaffen das!“, den nervigen Kleinen einfach auf seinen Nebenkriegsschauplätzen wirken lässt, damit er nicht auch noch bei den großen Sachen stört. Und dort wirken sie, die sogenannten Sozialdemokraten ungestört, bis sie haben was sie wollen.

Selbst wenn am Ende nichts raus kommt, sind die, sich im Gleichstellungswahn befindlichen Wohlstandsverwahrlosten, milde gestimmt. Operation gelungen. Patient tot.

Was übrig bleibt ist ein weiterer bitterer Beigeschmack und der Verdacht, dass diese sogenannten Volksvertreter sich einmal mehr selbst die Frage stellen sollten, ob es Reste rechtsstaatlichen Verständnisses gibt, statt mit dem Finger auf andere zeigen, die ihnen gerade die Wähler abjagen.

Mediation – oder wie das FmilienUNrecht eine gute Idee assimiliert

Bald jährt es sich zum 3. Male als ich mir in den Kopf setzte, selbst den „Lehrgang“ zum Mediator zu absolvieren.

Und wie erwartet, war auch hier wieder festzustellen, wie sich geballte Inkompetenz mit Standesdünkel die Hand reichen, um sich lediglich ein neues Feld zu erschließen, das geeignet zu sein scheint, das Säckel weiterhin einträglich füllen zu können.

Noch, ist diese „Berufsbezeichnung“ ungeschützt. Das birgt natürlich Risiken. Aber diese finden sich auch in den Berufsbildern wieder, die sich aufgrund ihrer hoch gesteckten Zugangsvoraussetzungen, zwar beim normalen Bürger einen guten Ruf und vor allen Dingen auch, eines in Deutschland allgegenwärtigen „Oooh! Der ist ja Rechtsanwalt!“ Image erfreuen.  Zumindest so lange, bis man sie glaubt zu brauchen…. Vor Allem auch im Familienrecht.

Denn nicht nur Rechtsanwälte haben das neue Feld der Tätigkeit als Mediator für sich entdeckt, sondern auch diejenigen, die sich vorher schon der sogenannten Helferindustrie, rund um das Familienrecht  herum segelnd, angehörig sahen..

Eiligst wurde nun das neue Mediationsgesetz formuliert – und dabei wird es mit Sicherheit nicht bleiben – in dem die Voraussetzungen zur Ausübung dieses Berufes in Zusammenarbeit mit den Verbänden, neu definiert wurden. Interessant ist es mal wieder zu beobachten, dass man der Meinung zu sein scheint, nur Personen mit Hochschulabschluß könnten Hilfe beim Streit zwischen zwei Konfliktparteien leisten 😉

Um sich sofort wieder unterscheiden zu können, zwischen den Ungebetenen in dieser Branche und denen, die ohnehin schon etabliert sind, hat man sich im Rahmen der Möglichkeiten ausgedacht, recht hohe Voraussetzungen zu schaffen, um den Zugang zum „Zertifizierten“ überhaupt möglich zu machen, welcher dann in der Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ wieder auftaucht.

Aber was steckt wirklich dahinter? Die angebliche Sorge, es könnten die zahlreich auftretenden Mediatoren sonst Schaden anrichten? Wohl nur vordergründig….

Denn tatsächlich geht es darum, dieses Gebiet den ohnehin Tätigen in den Rechtswissenschaften zu sichern. Und vor Allem bemerkt man noch Eines: Alles kostet Geld. Viel Geld.

Für die Ausbildungen werden teilweise fünfstellige Summen verlangt, obwohl eine solche Ausbildung dies eigentlich nicht rechtfertigt. Wichtige Aspekte und Grundvoraussetzungen sind vor Allem auch Talent und die Disziplin, sich Grundwissen anzuschaffen, das tatsächlich hier nicht vermittelt wird und alleine erarbeitet werden muss.

Die Verbände kosten Geld. Die Voraussetzungen und ständigen Überprüfungen kosten Geld. Die Zertifizierung kostet sowieso Geld. Die Fortbildungen kosten richtig Geld.

Wohlwissend, dass sich mit der Mediation in Deutschland bislang und in der Fläche eigentlich nicht wirklich Geld verdienen lässt. Noch nicht.

Und damit auch dann im Rahmen einer Mediation tatsächlich niemand stört, in der idelogisch immernoch vorgeprägten Vorstellungswelt der „helfenden Industrie“, geht es erst einmal darum, den Mediatoren einzuimpfen, was sie alles nicht dürfen.

Nachdem ich selbst als Mediator nun Scheidungsfolgenvereinbarungen tätigte, waren die Auswirkungen schnell erkennbar.

So ergab es sich im Rahmen einer Diskussion in einer fb-Gruppe, dass mir eine sogenannte Mediatorin versuchte mitzuteilen, dass man im Rahmen einer Mediation, die Themen „Unterhalt“ und „Versorgungsausgleich“ nicht behandeln dürfe.

Man muss sich Solches einmal vorstellen: „Liebe Medianten. Wir setzen uns jetzt hier mal zusammen und ich helfe Euch dabei, eine Lösung zu finden, so dass Ihr zumindest wieder miteinander sprechen könnt, aber bei den relevanten Themen, müsst Ihr weiterhin zum Anwalt gehen und Euch darüber zwangsläufig streiten. Ihr Wollt Euch nicht darüber streiten? Keine Angst! Das übernehmen die Anwälte für Euch! Ihr braucht nur zahlen!“

Natürlich war dieser Auswurf dieser Dame ausgemachter Blödsinn und natürlich kann man, gewisse Voraussetzungen beachtend, alle (!) diese Punkte nicht nur behandeln, sondern auch abschließend lösen und in der Mediationsvereinbarung festhalten.

Das erfordert aber nicht nur etwas Wissen, sondern auch Mut! Die Dame, die behauptete, man dürfe solche Themen nicht behandeln, hatte natürlich auch eine große Web-Site, die sehr plakativ Werbung machte mit professionellem Familiencoaching etc. bla bla….

Schade, dass die Unbedarften und auf eine Lösung hoffenden Betroffenen auf so etwas reinfallen müssen und wohl auch sollen…

Meine Medianten schickte ich sodann also freudig und mit einer Abschlußvereinbarung ausgestattet, welche ja auch geeignet sein soll, ein Scheidungsverfahren zu verkürzen und Kosten gespart zu haben, zur notariellen Beurkundung.

Und nun kommt die Sache mit dem Mut wieder auf: So wurden die Medianten von mir deutlich darauf hingewiesen, dass sie bei ihrer Vereinbarung bleiben sollen, auch wenn jemand ihnen versucht einzureden, dass dies und das so nicht ginge….

Hier haben wir einen weiteren Beweis dafür, dass der Staat und seine Anhängsel in Wirklichkeit keinerlei Skrupel und Scham besitzt, seine Finger bis hinein in die Schlafzimmerbetten zu stecken, wenn es nur darum geht, Einfluss nehmen zu können. Von wegen „Elternautonomie“ oder so etwas….

Im Rahmen der Elternautonomie können Trennungs- und Scheidungspaare alles (!) regeln was ihnen beliebt und es keine Übervorteilung einer Partei gibt. (Eine der Grundvoraussetzungen für eine wirksame Mediationsvereinbarung).  Nur leider wurde das erfolgreich so lange ausgeredet, bis es niemand mehr glaubte. Nur dann, wenn ein Sozialhilfeträger mit finanzieller Unterstützung einschreiten muss, sind diese Regeln in  unterhaltsrechtlicher Hinsicht eingeschränkt.

Der Erste der mit den Worten, „Das geht aber so nicht!“ versuchte, die friedliche Einigung, der bei mir vorstellig gewordenen Eltern zu konterminieren war: Der Notar!

Und erst, als meine Medianten ihm sagten: „Wir haben das so vereinbart und so wird es auch dokumentiert!“, musste sich der Notar bemüßigt sehen, dies auch zu akzeptieren.

Dazu braucht es nicht nur mutige Medianten, die zu ihrer Vereinbarung stehen und nicht vor der Obrigkeit einknicken, sondern auch eines mutigen Mediators, der den Mut besitzt, sich nicht einschüchtern zu lassen.

Ein Armutszeugnis für gerade diejenigen Berufsbilder, wie z.B. dasjenige der Rechtsanwälte,  ist oftmals eine Aussage, wie: „Oh je. Das wird aber kompliziert!“ oder, „Das bekommen wir aber so nur schwer hin. Eigentlich geht das nicht!“

Doch. Geht! In einem anderen Fall, mich einmal ein wenig selbst beweihräuchernd, fragte eine Frau bei mir an, ob ich im Rahmen einer Scheidung als Mediator Hilfe leisten könne. Man habe ihr beim Rechtsanwalt gesagt, dass man „das so nie und nimmer einfach auseinander dröseln könne.“ Nun sei sie und ihr Ex-Mann völlig ratlos. (Kinder hatten sie nicht) und sie wüsste nicht, wie man diese Vermögensauseinandersetzung denn nun hinbekommen solle.

Und auch hier wieder direkt der Hinweis: Gerätst Du im Rahmen des Einigungsversuches und im Rahmen der Beratung auf Gebiete des „Steuerrechtes“ oder der „Rechtsberatung“. ist allerhöchste Vorsicht geboten. Denn es ist nicht nur verboten, sondern wird auch tatsächlich vehement verfolgt.

Glücklicherweise gibt es aber noch abgeschlossene Zimmer und diskrete Menschen, denn anders würde es überhaupt ncht gehen. Natürlich ist darauf zu achten, dass man den zu Beratenden immer verdeutlicht, dass sie sich im Zweifel an einen Rechtsbeistand wenden sollten (!), aber sich über ein Thema zu unterhalten und Wissen auszutauschen, ist ja nicht verboten, oder? 😉

Komischerweise schafften wir es, hier innerhalb von 4 Terminen (kostengünstig) alles zu klären. Oh ja! Es war ja soooo hoch kompliziert! Quatsch! Diese Sätze gilt es zu übersetzen!

Sagt der Jurist: „Es sei kompliziert!“, heißt es auf Deutsch: „Ich bekomme das schon hin, aber es kostet einen haufen Geld!“. Gerade Vermögensauseinandersetzungen sind ein einträgliches Feld. Meistens mit dem Ergebnis, der Verteilung des Vermögens hin in Richtung Anwälte und Co und der Verteilung des Restes und des Mangels hin zu dem ehemals einigermaßen vermögendem Ehepaar. Eigentlich ein ganz einfaches Spiel.

Und siehe da! Auch hier musste der Notar beurkunden. Obwohl er anfangs auch zuckte…

Was die Zukunft in der Mediation bringt erscheint mir klar, im Blick darauf, was jetzt schon zu beobachten ist. Wenn ich Berichte höre, wo Trennungseltern beim Jugendamt vorstellig wurden und plötzlich die 22-jährige Sozialpädagogin die Tür abschließt und sagt: „So! Wir machen jetzt eine Mediation!“, wird mir regelmäßig schlecht.

Überhaupt, scheinen Sozialpädagoginnen (in der Mehrzahl sind es ja Frauen) sich bemächtigt dazu zu fühlen, grundsätzlich Alles zu können! Im Anschluß daran muss ich dann hören, man habe eine „richtige“ Lösung gefunden, wo es doch gar keine „richtige“ Lösung in der Mediation gibt, sondern nur Lösungen, die individuell für beide tragbar sind. Hier offenbart sich der Geist dieser Figuren: Richtig ist es dann, wenn es dem Jugendamt und den Familienhelfern passt!

Die ursprünglich tolle Idee der Mediation wird in Deutschland gnadenlos verstaatlicht werden. Sie wird denen zugeschanzt – und nur diese bekommen auch vom Gericht Medianten zugewiesen – die vorher schon als Familienrechtsanwälte tätig waren und noch vor fünf Minuten zündelten was das Zeug hielt. Solche „Friedensengel“ im Gewand des Brandstifters braucht kein Mensch.

Die „freien Mediatoren“ werden durch hohe Anfangskosten abgeschreckt oder bald vom Markt gefegt. es sei denn, es finden sich welche, die im angedachten System funktionieren. Und es werden sich welche finden!

Eine weitere Chance, zeitnah und die Gerichte entlastend, die Mediation wirksam einzuführen, wird zielgerichtet vertan. Ein Zeichen für ein krankes System und den unbedingten Willen, ein ideologisch vorgeprägtes FamilienUNrecht, in dem mindestens Einer der Verlierer ist, aufrecht zu erhalten. Die Kinder sind es immer. Die Väter, die immer noch zu 93% zu den „Ausziehenden“ gehören, sind es Meistens.

Der Grund? Es muss ein Zahlesel her! Koste es was es wolle. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht nicht um Einigung! Es geht auch nicht um die Kinder! Sie sind in Deutschland ohnehin -. man verzeihe mir das Wort – Scheißegal! Es geht um den schnöden Mammon. Um die sprichwörtliche Kohle!

Da hilft auch kein Familienministerium (bmfsfj.de) – oder auch manchmal genannt: Bundesministerium für Alles außer Männer – und keine noch so tolle Absichtserklärung.

Der Mensch steht in Deutschland nicht mehr im Mittelpunkt. Der Versuch des Aufrechterhaltens dieses Märchens, scheitert gerade.

Fragen Sie sich mal, warum Plastikmüllsäcke in beliebigem Umfang von der Müllabfuhr „umsonst“, also im Rahmen der üblichen Gebühren abgeholt werden, während Windelsäcke teuer zusätzlich eingekauft werden müssen…