Der EKD – die Frau Käßmann – und eine fb Diskussion…

Lieber Leser 😉

In diesem Beitrag werde ich u.a. eine Original fb-Diskussion veröffentlichen, aber den Namen weg lassen. Das dürfte interessant werden.

Aber es ist kein kurzer Blog-Beitrag. Nur zur Warnung 😉

Natürlich war mein sogenanntes Posting bei fb, bezüglich derjenigen Äußerung von Frau Käßmann, welche heftige Reaktionen auslöste, nicht gerade nett. Frau Käßmann war es aber auch nicht. Der Unterschied zwischen uns Beiden besteht nur darin, dass sie es scheinbar  nicht zu sein braucht, andere aber schon.

Und deshalb droht sie ja auch mit der Beantragung von Löschungen und rechtlichen Schritten. Man mag gespannt sein.

Frau Käßmann hat eine fiffige Masche übernommen: Man setzt etwas in die Welt und schaut mal, ob man sich darin sonnen kann. Klappt dies nicht, behauptet man schlicht, es sei aus dem Kontext gerissen, welcher nach wiederholtem Lesen nicht erkennbar ist, und man habe Bezug genommen auf Dies und Das, was doch hätte klar sein müssen!

Nun war aber der Kommentar über die „deutschen Eltern, die deutschen Großeltern und dem braunen Wind“ nicht der Einzig zweifelhafte, mit dem man sich befassen durfte.

Zum Beispiel, als auf dem EKD mal eben alte Liedtexte gendergerecht abgeändert wurden. Dies kritisierte nicht etwa diejenige Personengruppe, denen man den „braunen Wind“ als Totschlagargument beleidigend verbal entgegen wirft, sondern – man lese und staune – das FAZ-Feuilleton:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evangelischer-kirchentag-genderwahn-verunstaltet-liederbuch-15036612.html

Auch Andere fühlen sich ganz häßlich mißverstanden, in dem was sie sagten. Zum Beispiel die allseits bekannte Grüne, Frau Göring-Eckhard. Die sprach auf dem evangelischen Kirchentag von „lieben Kinder_innen und Kindern“. Auch sie will nach heftiger Kritik Bezug genommen haben. Nur auf was? Es sei ein Ausspruch von DDR-Liedermachern gewesen. Schaut man sich an wen sie meinte, stellt man leicht fest: Die kennt keine „Sau“. Aber egal.

Abgesehen davon, ist diese „Bürgervertreterin“ grammatikalisch nicht gerade standfest. Denn wenn es Kinder_innen neuerdings gibt, warum heißt es dann „das Kind“ und nicht „der oder die Kind“? Aber auch egal. Der Bildungsnotstand ist jedenfalls dort angekommen.

Wenn Personen des öffentlichen Lebens eine Rede halten, sollten sie eigentlich in der Lage sein, dasjenige auf das sie Bezug nehmen, in solchen Fällen auch zu erwähnen. Da sie rethorisch scheinbar nicht dazu in der Lage sind, fällt einem nicht mehr viel dazu ein, wie man dies noch kommentieren soll.

Kommen wir zurück, zur Eingangs erwähnten fb-Diskussion. Dazu bedarf es ein paar einführender Worte.

Vor einiger Zeit besuchte uns eine junge Frau Mitte zwanzig, die sich mit meiner Lebensgefährtin aufgrund vorheriger Internet-Kontakte anfreundete. Da beide Autoren sind, bzw. sich des Hobbys des Schreibens widmen, hatte man ein gemeinsames Thema.

Wir hatten mit dieser jungen Dame einen angenehmen Besuch und interessante Unterhaltungen. Sie selbst hat eine Mutter, die aus Marokko stammt und einen deutschen Vater. In Deutschland groß geworden, studiert sie derzeit in Österreich. Sie selbst benannte sich dann in unserer fb-Diskussion als Mensch „arabischer Herkunft.“

Mir persönlich ist das wurscht egal. Ich habe mit sechzehn Flugblätter für die Jusos ausgeteilt, das war schon in den 80ern, habe meinen Chef damit trefflich geärgert ;-), habe mit 19 mal eine Kneipe aufgemacht und mit Persern Karten gezockt, habe einen ganz lieben tollen türkischen Kunden, vor dessen Optik andere Angst bekämen und der neben dutzenden Tattoos, Arme hat wie Eisenbahnschweller und doch ein ganzes „Sensibelchen“ ist und ich ihm gerne helfe 😉 … Nur mal so am Rande erwähnt, weil ich ja ob meines langweiligen deutschen Stammbaumes und meiner Äußerungen über islamischen Terrorismus nun auch mit dem „braunen Wind“ angeblich zu tun habe.

Während mich das nun wirklich irritiert, muss ich wohl lernen, damit umzugehen.

Und so schrieb ich also bei fb folgendes:

(M)ein Kommentar zum evangelischen Kirchentag und der Rede von Margot Käßmann:

„Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht’“, kritisierte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter tosendem Beifall.

https://www.landeskirche-hannovers.de/…/2017/05/2017_05_26_2

Der Kern des Problems findet sich zu sehr in unserem eigenen Land selbst. Öffentlich bejubelt, können solche Figuren, bei denen jeder Satz mit der Zielstrebigkeit einer Billardkugel im intellektuellen Dunkel verschwindet, sich in ihrer eigenen Selbstverliebtheit suhlen.

Und nie weiß man, in welche Richtung der nächste Hirnfurz geht. Zudem vergessen diese intellektuell Unterbelichteten, wer ihnen ihr monatlich sattsames Salär eigentlich bis jetzt überwiesen hat und sie an den Trögen hält.

Unmenschlich ist die Bundesrepublik Deutschland mit Einwanderern nicht wirklich umgegangen. Das Recht auf Asyl gibt es seit deren Bestehen. Was sie hier versucht zu unterstellen, ist Spalten in Reinkultur.

Und wird von einer Regierung hoffiert, die nicht einmal in der Lage ist, Kontrollmechanismen zu schaffen, die einen Bundeswehrsoldaten, der sich als Flüchtling ausgibt, erkennungsdienstlich bei seiner „Einreise“ zu enttarnen in der Lage sieht.

Demzufolge kann nur noch Absicht unterstellt werden. Wann kommt eigentlich die offizielle Aufforderung an die Bundesbürger, endlich auszuwandern? Mein Stammbaum beschränkt sich auf die unwirtlichen Gegenden des Westerwaldes und des Siegerlandes. Ich freue mich schon darauf, zur „unerwünschten Person“ erklärt zu werden, ob meiner Abstammung.

Auch scheint man bei all der Toleranzbesoffenheit (dahingehend hat Käßmann ja Erfahrung, sie steuert ja auch gerne mal ein Auto unter Alk-Einfluss), noch die Fähigkeit der Differenzierung behalten zu haben. Denn das sich Einsetzen für die sozial Schwächsten wird neuerdings wohl am Ausweis fest gemacht:

Wer sich durchaus bereit erklärt, einem Hilfesuchenden Aufenthalt zu gewähren, aber gleichzeitig sich der Differenzierung widmet, indem er eine genaue Prüfung an den Grenzen seines Landes verlangt, wer denn da tatsächlich anklopft, wird schon der rechtsnationalen Umtriebe bezichtigt.

Über eine solche Idiotie wird man in einigen Jahren, auch angesichts der Folgen, nur noch den Kopf schütteln (müssen).

Denn die Umstriebe der schwafelnden Vielfaltsfront haben es letztlich verursacht, dass das Terrornetzwerk um den Manchester Attentäter herum, sich schon in großen Teilen ebenfalls in England (gleiches Problem wie bei uns) aufhielt und nur teilweise Personen – wie z.B. dessen Vater -, in Libyen festgenommen wurden.

Während diejenigen, die mit ihrer Kirchensteuer den geistig unterirdisch verträumten Sermon dieser Käßmann finanzieren und sie dafür auch noch beklatschen, lachen sich insgeheim bei uns satt finanzierte Gestalten, die sich unter tatsächliche Flüchtlinge ungestört und unkontrolliert mischen konnten, einen Ast.

Sie werden sicher nicht in die EKD eintreten. Im Grunde ist gerade das Verhalten der auf dem Kirchentag auftretenden Funktionäre und deren Besucher menschenverachtend. Nicht das der Kritiker.

Denn sie haben letztlich erreicht, dass sich große Teile der Bevölkerung nun in Angst befinden und hier und da wirklich Schutzsuchenden und arbeitswilligen Menschen mit Mißtrauen begegnen und in Sippenhaft nehmen.

„Alles was Du tust, ist die Summe Deines eigenen Handelns“, würde auch mancher Atheist sagen. Da hat er Recht. Denn es trifft auch auf Käßmann und Co demzufolge zu. Nur müssen die Suppe andere auslöffeln, während Madame Käßmann sicher unter Personenschutz stehen darf.

Und wer an die Intergrierungsfähigkeit von Menschen glaubt, die ihre eigenen Kinder darin unterstützen, kleine Kinder zu Tode zu bomben, weil sie im Anschluß daran der Überzeugung sind, dass der eigene Sohn nun im Himmel Jungfrauen f… darf, der gehört nicht auf eine Bühne, der gehört in eine Gummizelle.

Das zu werten, obliegt jedem selbst. Nett war es nicht. Aber deutlich.

Nun muss erwähnt werden, dass ich die Antwort der nunmehr entsetzten jungen Dame löschen musste. Nicht weil ich Antworten lösche, die mir nicht gefallen, sondern weil es auf Wunsch einer Person geschah, die von der jungen Dame – deren Antworten sie gleich lesen dürfen – mit Klarnamen genannt wurde und das möchte sie aber nicht. Das steht ihr auch zu, denn sie unterhält einen fb-Account der gänzlich unpolitisch sein soll und das soll auch so bleiben…

Insofern gebe ich erst einmal nach meiner Erinnerung wieder, was folgte:

Lieber X! Ich bin gerade sehr entsetzt, über das was Du schreibst. Ich kann mich erinnern, dass ich vor einiger Zeit bei Euch sehr willkommen war, trotzdem ich arabischer Abstammung bin. Und nun lese ich das hier.

Du gibst dauernd irgendwelche dummen Kommentare anderer auf Deinem Profil weiter und unterstüzt damit die AfD.

Frau Käßmann wird dauernd aus dem Zusammenhang gerissen und Du setzt Verschwörungstheorien frei.

Dann kam noch irgendetwas von „rechtem Gedankengut“ und so weiter…

(Dies aus meinem Gedankenprotokoll)

Ich antwortete wie folgt:

Liebe X. Das Willkommen besteht auch weiterhin. Jedoch bedarf es erst gar nicht einer Anlehnung an eine politische Partei, um die sinnfreien Äußerungen solcher Personen zu verdeutlichen. Die AfD wurde in meinem Kommentar nicht erwähnt, welches Du in Deinem Post aber zu suggerieren versuchst.

Der von Dir zitierte Satz „…wann werden wir Bundesbürger endlich aufgefordert, auszuwandern?“, entspringt nicht einem Gedankengut, welchem Verschwörungstheorien Nahrung geben will, denen ich nicht anhänge, sondern ist eine notwendige Polemik auf Sätze, wie den von Frau Käßmann, die zu kommentieren ohne eine solche zuspitzende Polemik, schon gar nicht mehr möglich ist.

Zudem ist meinem Kommentar durchaus die Differenzierung zwischen tatsächlich Hilfesuchenden und Verbrechern zu entnehmen. Eine Differenzierung, zu der sich leider viele Personen derzeit nicht fähig fühlen.

Es darf durchaus als zumindest zutiefst unmoralisch und bigott empfunden werden, wenn ein evangelischer Kirchentag eine Gedenkminute für die Terroropfer verneint, gleichzeitig aber eine Gedenkminute für die im Mittelmeer Ertrunkenen – was sicher auch angebracht ist – eingelegt und somit favorisiert wird.

Wer solche Differenzierungen vornimmt, muss sich nicht wundern, wenn große Teile der Bevölkerung einer solchen Verlogenheit nicht bereit sind zu folgen.

Als Antwort kam dann etwas, was mich doch sehr verwunderte:

Hallo X, ich bin auch sehr traurig. Und ich sage dir klar, warum:

Du willst Kritik üben, monierst mehrfach auf deiner Seite die blöde Kritik anderer, zwischen den Zeilen, dass ja alles so verrückt ist und man nichts mehr sagen darfst … Und löschst dann meinen Kommentar? Wo ist hier jetzt die Meinungsfreiheit? Ich war getroffen, habe aber nur fragen gestellt. Warum darf ich den „Klarnamen“ von Du-weißt-schon-wem nicht nennen? Wir kennen uns doch und nur darauf habe ich verwiesen?

Sorry, ich weiß echt nicht, was ich davon gerade halten soll.

Und natürlich stärkst du indirekt mit deinem Statement die AFD, denn jene hat Käßmann unter anderem kritisiert. Sinnfrei? „Notwendige“ Polemik? Käßmanns Worte waren hart und werden auf Social Media definitiv sehr oft aus dem Kontext gerissen. Als ich das Statement erstmals gelesen habe, war für mich absolut klar, was sie sagen wollte: Sie kritisierte das Denken jener, die sich genetisch eine „deutsche Reinkultur“ erhalten wollen. Nicht Leute wie dich. Sondern klare Rechtsrechte mit rassistischem Hintergrund.

Das ist verwerflich? Und warum ist es verwerflich, an Ertrunkene zu gedenken? Natürlich wird auch regelmäßig Terroropfern in der Kirche gedacht.

Nein, hier steige ich nicht durch.

Und ja: Wer auch nur andeutet (Kritik hin oder her), der Staat würde ihn einmal als Deutschen aus dem Land weisen, bewegt sich ganz klar auf verschwörungstheoretischem Grund.

Nein, hier steigt sie wirklich nicht mehr durch. Interessant ist aber zu beobachten, wie einem von der Seite der „Guten“, welches sie nicht sind, die Worte im Mund herum gedreht werden, denn meine Äußerung, dass man sicher auch berechtigt eine Gedenkminute für im Mittelmeer Ertrunkene machen könne, aber warum man dann keine Gedenkminute für Terroropfer einlege, mündet sodann darin, Zitat:

„und warum ist es verwerflich an Ertrunkene zu denken?“ PENG! Das saß! Jetzt bin ich BÖSE und Sie ist GUT!

Und hierin liegt das Problem in der derzeitigen Situation, welches mich zu folgender Analyse praktisch zwingt und wieder zu etwas Polemik verleitet:

Es muss sich schlicht um einen Haufen kleingeistiger Naivlinge handeln, denen vorher zu Nichts rein gar Nichts einfiel und denen nun die aktuellen Geschehnisse entgegenkommen, indem sie endlich ihrem schlichten Gemüt  folgen können, die Welt in Gut und Böse einzuteilen, ganz so wie bei Marvels Filmfiguren. Da kommt eine gewisse Differenzierung nicht gerade Recht. Und weil das so ist, dreht man die Worte dem Gegenüber einfach im Mund herum, damit das alte Schema Gut gegen Böse wieder hergestellt ist, und die eigene Illusion zu den Guten zu gehören, Aufrecht erhalten werden kann.

Dumm nur, dass es nicht funktioniert, denn tatsächlich betreibt die junge Dame eine Web-Site, in der sie ganz offen Ihre Empörung dergestalt zeigt, dass sie auch vor Mobbing nicht zurück schreckt.

Auch dies scheint legitim, denn es richtet sich ja auch nur gegen die „Bösen“!

Dort stellt sie sich vor als: Sängerin, Lektorin und Autorin und ist demnach in vielen Autorengruppen bei fb verbunden, in denen sich viele – vorwiegend Damen – dieser brotlosen Kunst zugetan fühlen, welche auch für viele aufgrund ihres Talentes  brotlos bleiben wird. Natürlich gehören dort die Allermeisten zu den „Guten“!

So lässt sie sich auf Ihrer Web-Site über eine Autorin aus, die unlängst bei fb postete, sie habe sich in einem Supermarkt beim Zahlen unwohl gefühlt, aufgrund „diverser Blicke anwesender Flüchtlinge“. Nun gut, ich kenne das Posting dieser Frau nicht genau, ich kann auch die Situation nicht beurteilen – ich war ja nicht dabei – ich weiß nicht einmal, ob diese Frau sich tatsächlich unwohl fühlte oder was darüber an Meinung und Äußerungen hinaus geht.

Und da ich so fair sein möchte, den Namen der mir bekannten „Dame“ nicht zu nennen, da sie mit Klarnamen auf ihrer Web-Site auftritt, kopiere ich auch keine Textpassagen aus dieser. Warum? Weil ich mich eben nicht auf dasjenige Niveau herab lasse, mit denen diese „Guten“ meinen arbeiten zu müssen.

So wurde nämlich die Frau, die sich in dem besagten Supermarkt bedroht fühlte, mit dutzenden Beschimpfungen übersäht, aus diversen Gruppen gelöscht und es fand eine Hatz statt, die doch so sehr bekämpft und angezweifelt wird, wenn es darum geht, die „Bösen“ zu enttarnen.

Da ich nun kein Freund von schnell dahin geworfenen Phrasen bin und versuche, dem Gegenüber einen Standpunkt verständlich zu machen, antwortete ich also auf die fb-Nachricht der jungen Frau mit folgendem Kommentar, der natürlich auch wieder zu lang war. Ja, sie hat sich tatsächlich die Mühe gemacht ihn zu lesen, was sehr anstrengend gewesen sein muss:

Das „traurig“ bezog sich lediglich auf die Tatsache, dass ich auf Wunsch, Deinen ersten Post deshalb löschte, weil es die erwähnte Person so wollte.
Wenn sich Dritte einer Meinung bemächtigen wollen, ist es ihnen freigestellt, diese selbst zu äußern. Wollen diese aber auf fb keinerlei politische Diskussionen, ist dies zu akzeptieren und ihr Name in einem solchen Post (zumindest von mir) zu löschen. Das hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. Deine Interpretationsweite ist eindeutig zu groß. Es steht Dir natürlich jederzeit frei, diese Fragen, welche von mir beantwortet wurden, nochmal hier rein zu schreiben.

Sollte Frau Käßmann nach ihrer Rede nun erwägen, „Löschungen“ zu beantragen oder gar rechtliche Schritte einzuleiten, ist ihr das unbenommen. Jedoch sollte man einer öffentlichen Person zutrauen dürfen, sich so auszudrücken, dass eben keine „Mißverständnisse“ entstehen.

Gerne bin ich bei zwei Beispielen behilflich, verbunden mit dem Hinweis, dass ich keinen Kritiker kenne, der die von Dir benannte Reinkultur befürwortet. Bezogen auf solche Unterstellungen, bitte ich dann doch davon abzusehen!

So schreibt die web-site „evangelisch.de“:

Käßmann hatte am Donnerstag in einer Bibelarbeit beim Kirchentag in Berlin die Forderung der AfD nach einer höheren Geburtenrate kritisiert. Sie sagte, diese entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten“: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern“ – und setzte mit Blick auf die AfD nach: „Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

Auch dies, schwächt den Unfug keineswegs ab, den sie von sich gibt. Diese „Forderung“ der AfD, ist nichts anderes, als eine „Forderung“ der Politik seit Jahren im Allgemeinen, dass die Geburtenraten in Deutschland sehr niedrig (die niedrigste in der EU) seien, und dies durch Förderung von Familien möglichst abgeändert werden soll.

Dieser Wunsch ist auch denjenigen geschuldet, die Wirtschaftswachstum mit Geburtenraten verbinden. Plötzlich aber, wo eine weitere Partei genau selbiges proklamiert, soll dies an einen sogenanten „Arierparagraphen“ erinnern? Wer auf den Zug aufspringt, hat die Fähigkeit objektiven nachdenkens längst verloren.

Denn längst haben alle politischen Parteien und Institutionen das Problem erkannt. Es ist also gar keine AfD Erfindung. Beispiel? wiwo.de : (Wirtschaftswoche) : „Kindermangel wird für Deutschland zum Problem“. Wo ist hier Dein Problem?

Im Übrigen finde ich es sehr zweifelhaft, und bin es mittlerweile von links-außen gewöhnt, wenn man versucht, mir die Worte im Mund herum zu drehen. Mit Verlaub. Das mag in manchen Kreisen funktionieren, aber bei mir nicht. Ich habe geschrieben:

„Es darf durchaus als zumindest zutiefst unmoralisch und bigott empfunden werden, wenn ein evangelischer Kirchentag eine Gedenkminute für die Terroropfer verneint, gleichzeitig aber eine Gedenkminute für die im Mittelmeer Ertrunkenen – was sicher auch angebracht ist – eingelegt hat und somit favorisiert wird.“

… und bekomme als Antwort: Zitat: „Und warum ist es verwerflich, an Ertrunkene zu gedenken?“
Da sollte man sich zumindest mal die Mühe geben, den Diskussionspartner dergestalt ernst zu nehmen, in dem man liest, was er schreibt bzw. zuhört.

Im Übrigen sind die Ausrutscher der Frau Käßmann ja nicht gerade selten. Beispiel?
welt.de „:
„…den Attentätern solle mit Liebe und Gebeten begenet werden, denn genau das sei für Terroristen die größte Provokation.“

Ja richtig! Und setzt weitere Attentate frei. Und weil das so ist, arbeiten Polizei und Geheimdienste mit Hochdruck. Lassen wir sie doch endlich beten! Ich zahle höchstselbst das Ticket nach Manchester für Frau Käßmann. Dort kann sie dann den Eltern des 8-jährigen Mädchens beten beibringen, das eines der ersten identifizierten Opfer war…

Aber auch jetzt schien sie einiges nicht verstanden zu haben und ab einem gewissen Punkt, weiß man dann auch nicht mehr was man sagen soll. Vielleicht ein Bild malen? Jedenfalls hatte ich mich ja klar und eindeutig dazu geäußert, warum Ihr Eingangsposting gelöscht wurde (Im Übrigen war sie schon mehrfach aufgefordert worden, den Klarnamen der Benannten, die gelöscht werden wollte, nicht immer zu nutzen, da diese mit einem Künstlernamen auftritt. Hier handelte es sich auch um ganz andere Zusammenhänge. Dies zu akzeptieren, der jungen Frau aber wohl sehr schwer fiel).

Lieber X, das wäre doch ganz anders lösbar gewesen: Indem du mich anschreibst, den Namen zu löschen. Was ich sofort getan hätte. Nein, stattdessen lässt du natürlich nur deinen Beitrag dastehen, sodass ich mich auf meinen originalen nicht mehr berufen kann? Was hat das mit fairer Diskussionskultur zu tun?

Zu deinen weiteren Anschuldigungen: Selbstverständlich habe ich sowohl den Original-Artikel sowie deinen ganzen Kommentar gelesen. Mit Interesse sogar, sonst hätte ich ja nicht antworten können. Meine Fragen sind, was sie waren: Fragen. Ich habe ein paar Stellen missverstanden? Das kann im Internet schon mal verkommen, gerade bei einer, mit Verlaub, verschwurbelteren Schreibweise wie bei dir. Deswegen frage ich.

Und ich frage auch nicht primär wegen der Käßmann – ich frage wegen dir und deiner Aussage „wenn wir Deutschen mal auswandern müssen“. Ja, da klingeln bei mir die Alarmglocken, denn so was habe ich bisher nur auf Seiten von Leuten gesehen, die an Blödsinn wie Weißen Genozid glauben. Wenn du damit provozieren willst – bitte! Aber dann sei auch auf eine öffentliche Diskussion mit entsprechendem Hinterfragen vorbereitet.

Die AFD muss nicht aus dem Kontext gerissen werden. Ich befürworte den Kontext sehr, soll sie ruhig ihr wahres Gesicht zeigen – aber nein, das tut sie ja nicht, alles schön umgehen und die Meinungsfreiheit so weit dehnen, wie es geht, und gleichzeitig monieren, dass es keine Freiheit gebe. Kennt man ja – das finde ICH süß.

Und nun, lieber Leser, verlange ich Ihnen schon wieder Einiges ab. Kann aber ankündigen, dass es meine letzte (lange) Antwort war, der auch keine Antwort der jungen Dame mehr folgte und ich schlicht der Illusion zum Opfer fiel, noch einmal mit einem neuerlichen Versuch zu versuchen zu verdeutlichen, was denn tatsächlich gemeint sei:

Trotz allem Ärgerniss bezüglich des gelöschten Artikels, muss festgehalten werden, dass sich aus meiner Antwort der Inhalt Deines Posts ergibt. Aber vielleicht sollte ich noch anmerken, dass in Deinem Post auch stand, „ich würde es als verwerflich ansehen, dass man eine Gedenkminute für die im Mittelmeer Ertrunkenen eingelegt hätte“.

Dies ist leider wieder einmal der Beweis dafür, wie einem die Worte im Mund herum gedreht werden, weil man sich das ja leisten kann, wenn die Kritik von der richtigen Seite kommt. Nur lasse ich mir Solches nicht unterstellen und dies gibt auch mein Kommentar nicht her.

Der von mir ausgeprochene Satz an den Du Dich klammerst, wurde in seiner Polemik ausführlich erklärt. Einer weiterführenden Erklärung bedarf es daher nicht.

Wer mich kennt, weiß sehr genau, dass es mir meist um das Thema an sich geht. Und wer meine Postings aufmerksam durchsucht, findet Kommentare von Frau Wagenknecht (die Linke), die ich in ihrer Arbeit sehr schätze und auch z.B. Beiträge von Georg Schramm. Beide sind von rechts außen so weit entfernt, wie die Erde vom nächsten schwarzen Loch. Es geht auch längst nicht mehr um dümmliche Rechts-Links Einteilung, sondern um Äußerungen an sich, die genauso blöd wie inflationär mittlerweile daher kommen und zu Recht (!) aufgegriffen werden.

Interessant finde ich unsere Diskussion allemal! Denn nun bleibt ein Satz von Dir bei mir hängen, welcher mir zweifelhaft erscheint:

Zitat, in Bezug auf die AfD: „… – aber nein, das tut sie ja nicht, alles schön umgehen und die Meinungsfreiheit so weit dehnen, wie es geht, und gleichzeitig monieren, dass es keine Freiheit gebe.“

Die Meinungsfreiheit kann man nicht dehnen. Zumindest bei uns. Lediglich die Art der Äußerung kann strafrechtliche Konsequenzen haben. Meinungsfreiheit dehnt hier auch niemand. Im Gegenteil. Diese wird derzeit eingeschränkt. Dies geschieht gerne sehr subtil. So ist es ein beliebtes Totschlagargument, eine Meinung schlicht so einzuordnen, dass es schon genüge, damit die AfD indirekt zu unterstützen (deine Worte!) um sie in der Folge nicht mehr äußern zu dürfen.

Und selbst das von Dir aufgeworfene Thema „AfD“ ist in diesem Zusammenhang schwach. denn selbst die „Familienpartei“, welche du leicht finden kannst, wenn Du im Suchfeld „Familienpartei“ eingibst, hat ebenfalls einen Link auf die Äußerungen von Frau Käßmann geteilt und kritisiert.

Völlig unabhängig davon, sollte das Demokratieverständnis gerade von derjenigen Seite einmal überprüft werden, die sich gerade unheimlich darüber zu freuen scheint, in augenscheinlicher Naivität, die Welt endlich wieder einmal und ganz einfach, in Gut und in Böse einteilen zu dürfen. Denn, die AfD ist eine Partei im demokratischen Spektrum der Bundesrepublik Deutschland. Nicht mehr und nicht weniger! Nicht einmal der Verfassungsschutz sah Veranlassung dafür, die Partei beobachten zu müssen.

Wenn es jemandem darauf ankommt, eine breite politische Meinungsbildung – und somit die Freiheit – in Deutschland zu erhalten und zu unterstützen, dann gehöre ich dazu. Und das sagt jemand wie ich, der mit 16 für die Jusos Flugblätter verteilte. Dies würde ich allerdings nicht mehr tun.

Wer in seinem Programm Sätze beherrbergt wie: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“ muss sich nicht wundern, nicht mehr als Volkspartei zu gelten.

Das scheint sie dann nun nicht nur in Sprachlosigkeit versetzt zu haben, sondern wohl auch gänzlich überfordert.
Deshalb bekam ich keine Antwort mehr und wurde auf Facebook „entfreundet“. Haha.
Ja, mit solchen Leuten möchte man dann ja auch nichts zu tun haben.
Fazit: Unsere desaströs arbeitende Kanzlerin, samt ihrer Gefolgschaft, die sich gerade erfolgreich mit der USA anzulegen versucht, hat im Grunde Eines aber geschafft:
Eine völlig versiffte, unqualifizierte, dämliche, infantil anmutende Diskussionskultur zu schaffen, weil sie denen, die bis dato sich wenigstens nur in ihren eigenen Kreisen mit Phrasen gegenseitig erleuchteten, eine Plattform schaffte, die zur Folge hatte, dass das Muster vom „Teilen und Herrschen“ hier in Reinkultur funktioniert hat.
Diese Politik – und niemand Anderes – hat bewirkt, dass sich ein ganzes Land so auseinanderdividiert hat, dass die, die nicht zu den tatsächlich Hilfesuchenden gehören, aus dem Lachen nicht mehr heraus kommen und genau bekommen, was sie bezweckten.
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