Die Ehe für Alle… und wir haben uns jetzt alle gaaanz dolle lieb ;-)

Früher war es so geregelt,

dass der Prinz das Mariechen vögelt.

Heute ist es ganz verzwickt,

weil alles durcheinander f…

oder so ähnlich…..  was mir auch soweit egal ist. Bisschen nervend ist allerdings, dass wir wohl in der nächsten Zeit diese Jubelmeldung so lange durch den Äther gespült bekommen, bis es auch im hintersten Winkel angekommen ist.

O.K. So what? Lieber haben sich alle lieb, als dass sie sich die Köppe einschlagen. Aber kommen wir endlich zum (vergessenen) Punkt:

Ein breites Grinsen hatte ich schon im Gesicht. Ein Hämisches, sozusagen. Zugegeben. Da wollen Personen heiraten, die sich sonst so arg gegen Althergebrachtes stemmen, und machen sich doch genau Solches nun zu eigen. Ja, wer hat denn da ausgerechnet, dass die Steuerersparniss nicht von Pappe ist und die Erbschaftsangelegenheiten geregelt? Mmhh? Aber egal. Man muss och jönne könne. Dumm nur, dass das Ganze auch Nachteile mit sich bringt, weshalb ich jetzt schon gratuliere, wenn zukünftig plötzlich die Liebe woanders hin fällt und es dann heißt:

  • Ehegattenunterhalt
  • Kindesunterhalt (Adoptionsrecht wird ja auch eingeführt)
  • Sorgerechtsstreitigkeiten
  • Aufenthaltsbestimmungsrecht
  • Trennungsunterhalt
  • Zugewinnausgleich
  • Versorgungsausgleich

Dann bekommen diejenigen aber zu spüren, was es heißt, auch mit dem Staat einen Vertrag abgeschlossen zu haben, welcher nämlich im Rahmen der Eheverpflichtungen beinhaltet, dass nun Verantwortung – und die bezieht sich i.d.R. eben auch auf das Finanzielle – nun auch von der Regenbogenfraktion zu tragen ist.

Das Gebrüll höre ich jetzt schon und brauche keine Glaskugel dazu.

Und da sehe ich vor meinem geistigen Auge, den örtlichen Dorfsrichter unseres Amtsgerichtes da sitzen, der irgendwann in den 60ern studierte und seit langer Zeit lieber auszuurteilen versucht, was ihm im Zigarrennebel und beim Verköstigen des 2. Kasten Bieres im Eiche rustikal Wohnzimmer seines 500 Seelen Dorfes, so als moralisch richtig erscheint, als sich an Recht und Gesetz zu halten, wie er vor zwei lesbischen Frauen steht und überlegen muss, wem er jetzt das Kind „zuteilt“, wo doch sein Weltbild gerade kollabiert und es sonst so einfach war, den Vater zum Zahlesel zu degradieren und schwungvoll zu sagen: „Da geh‘ halt in die Kistenfabrik und übrigens: Der beantragte Umgang ist doch das Maximum des Möglichen!“

Und jetzt steht er vor Elsbeth und Karin und weiß nicht, wo er hin soll, mit seinen Weisheiten. Naja, entscheiden wird er sich müssen. Und das Wehklagen höre ich wohl, welches noch entstehen wird. Und grinse wieder hämisch…

Und doch verging mir eben das Lachen…. denn:

Wer meldete sich noch zu Wort? Unser vor Jahren nach Brüssel weg gelobter ungelernter Buchhändler, welcher als Millionär wieder kam um nun Kanzler der Republik und Kämpfer für die Armen und Schwachen werden zu wollen: Martin Schulz

und als er sagte:

„Familie ist da, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen!“ Ah, jetzt ja! Und weiter:

„Mit mir wird es keine Regierungskoalition geben, wenn es nicht die Ehe für Alle gibt!“

Euer gerechte Hoheit hat gesprochen!

Und diese Worte von Jemandem, der eine Partei repräsentiert, die seit Jahren in Sachen „Väterdiskriminierung“ ganz vorne mit dabei ist.

Eine Partei, die seit Jahren das Alleinerziehendenmodell als Erfolgsmodell verkauft und ein Wechselmodell für „hochproblematisch“ hält.

Eine Partei, die die Menschlichkeit einführen will, indem Sie die Männlichkeit überwindet.

Und hoffentlich eine Partei, für die sich ab September 2017 eine Koalitionsfrage gar nicht erst stellen wird…

Trotz alledem:

Da muss Mutter Blamage (so der Titel eines der Bücher über Sie) wohl Angst bekommen haben, weshalb sie dieses Thema eiligst zur Abstimmung brachte.

Sollte für sie schon feststehen, dass es für eine Koaltion mit der FDP nicht reicht?

Sind die Würfel etwa schon gefallen?

Welcher Taktik hing sie nach, worüber allerorten gerätselt wird und niemand die Lösung kennt, außer dass sie zum Rohkrepierer wurde, was das Einzige ist, dass festzustehen scheint. So eine gute Taktikerin scheint sie wohl doch nicht zu sein.

Viemehr darf ich hier aussprechen, was sich wohl keiner auszusprechen traut:

Dass nach dem September 2017 eine solche Mehrheit im Bundestag – der nicht mehr die Mehrheit der Bevölkerung repräsentiert – nicht mehr zustande gekommen wäre, da die höchstwahrscheinlich nicht unerhebliche Anzahl von Abgeordneten aus der Fraktion der AfD, in dieser Sache wohl einen Strich durch die Rechnung hätte machen können.

Aber wie sagte Merkel: Sie hoffe, dass nun der gesellschaftliche Friede wieder her gestellt sei….

Amen!

Löblich, löblich.   Und dann hatte sie doch noch ein Ass im Ärmel, dass sie zog als sie sagte: „Ich habe nicht für die Ehe für Alle gestimmt.“

Raus ist sie, aus der Verantwortung. Ich hätte es hier nicht besser machen können… Clever, clever… dann doch noch.

Die ehevertraglichen Pflichten, welche nun von der knallbunten Vielfaltsfront auch zu tragen sind, gehen mir – offen gesagt – an meinen 5 Buchstaben vorbei.

Wegen mir soll tatsächlich heiraten, wer will. Die Sache mit dem Adoptionsrecht sehe ich zwar anders, aber wer fragt da schon nach…

Aber spannend wird es werden:

Sollte die Regenbogenfraktion, die scheinbar nun über schiere Kraft und Einfluss verfügt, nun konfrontiert werden mit Ausplünderungsattacken, wenn es um Unterhalt geht, und sich auseinandersetzen müssen mit Situationen wie „Umgangsboykotte“ und „Sorgerechtsmißbrauch“ auch bald selbst betroffen sein, könnte es dann sein, dass diese dann „neu Betroffenen“ den Vätern (und manchmal auch der Ein oder Anderen verarschten Mutter) die Probleme löst, die man seit Jahren nicht zu lösen in der Lage war, weil die wirklich Diskriminierten kein Gehör fanden, aufgrund ihrer fehlenden Zugehörigkeit in die passende Opfergruppe?

Spannend wird’s werden. Allemal.

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu „Die Ehe für Alle… und wir haben uns jetzt alle gaaanz dolle lieb ;-)

  1. Ist dir auch aufgefallen, was heute noch so durchgedrückt wurde? Das Maas’sche

    NetzDG!

    Der Zensur durch Privatideologen, pardon -unternehmen ist nun Tür und Tor geöffnet. Aber worüber berichten die Medien aktuell?

    EfA

    Und das meint nicht Adam und Eva, sondern diese sperrigen Akronymminderheiten namens LSGTBI! „Spiegel“, „Zeit“ und Co. bekommen sich nicht mehr ein vor Freude darüber. Selbst die Bilderchen hat man geändert, indem man einen Regenbogen hineinpresste:

    Und die „Welt“ brachte allein heute über sechs Artikel zur EfA – und keinen Einzigen zum NetzDG.

    Aber generell gebe ich dir recht: Das wir noch ein Heidenspaß, wenn die permanent Betroffenen mal mit der aktuellen Familienpolitik Bekanntschaft machen, falls es im Fall einer Trennung mit Adoptivkind (selbst kriegen sie das ja naturgemäß nicht hin).

    Als: Bier kaltstellen, Chips und Flips bereit halten und abwarten …

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