Frau Dr. Angela Merkel – eine Analyse …

Wer sich Menschen gegenüber interessiert zeigt, erlebt den Augenblick, in dem man manchmal und eine gewisse Zeit lang, fasziniert einen Menschen betrachtet und im Zuge dieser Faszination und wohl auch im Zuge des „innerlichen Kopfschüttelns“ ebenfalls versucht, schlicht zu „verstehen“, statt zu bewerten. Letzteres ist auch nicht immer zielführend. Die Bewertung schließt einerseits die Fähigkeit einer objektiven Betrachtungsweise aus und andererseits regt sie einen auf, je nachdem wie man etwas bewertet – und das ist die Sache wiederum nicht wert.

 

Angela Merkel tauchte zu Anfang ihrer politischen Karriere auf, wie ein vergessenes U-Boot des Ostens. Sie arbeitete sich entgegen aller Traditionen der CDU, nicht in dieser Partei hoch. Sie flog direkt hoch ein, was alleine schon faszinierend ist.

Um diese Einmaligkeit überhaupt Realität werden zu lassen, gab es zwei glückliche Umstände. Einer dieser Umstände offenbart sich in einem Vortrag von Vera Lengsfeld, die den Aufstieg der stramm überzeugten Sozialistin zu DDR Zeiten in diesem Vortrag erklärt:

Der andere Umstand ergab sich durch die glückliche Fügung, dass der Alt- und Machtkanzler Helmut Kohl sie zu „seinem Mädchen“ kürte, wobei hier dessen tatsächliche Motivation zu diesem Schritt wohl ewig im Dunkeln bleiben wird.

Politiker, die letztlich als Person des öffentlichen Lebens gewisse „Qualitäten“ aufweisen müssen, welche Voraussetzung für einen politischen Aufstieg sind, dürften sich im stillen Kämmerlein noch heute die Augen reiben.

Denn zählt man diese „Qualitäten“ einmal auf, ist leicht festzustellen, dass sie bei Frau Merkel, bis auf wenige Ausnahmen, gänzlich fehlen:

Was ihr in jungen Jahren schlicht fehlte – und wofür sie in Teilen ja auch gar nichts kann – sind eben die Eigenschaften, welche man als notwendig ansieht, überhaupt die Mehrheit eines Wahlvolkes hinter sich zu sehen.

Charisma und geschicktes, einnehmendes Auftreten war dem „Mädchen“ eher nicht zuzuschreiben. Rhetorisches Geschick zählte nicht zu ihren Stärken. Neben einem Kanzler Schröder wirkte sie eher aufgeregt und aus der zweiten Reihe redend, während dieser wusste jovial damit umzugehen. Politisches Geschick war ihr nicht zu zusprechen. Erfahrungen in diesem Geschäft waren nicht vorhanden. Ihre Vergangenheit konnte eher für sie gefährlich werden, als das sie zuträglich erschien.

Die Fähigkeit zur Analyse und zur Weitsicht, durfte man ihr schon als Umweltministerin eher absprechen schlicht deswegen, weil sie sich nicht einmal die Mühe gab, welche vorzutäuschen.

Im Ergebnis ist ihr faszinierender Aufstieg und ihre Dauerkanzlerschaft an denjenigen Attributen, die man normalerweise daran fest macht, gar nicht abzuleiten was zur Frage führt: Wie konnte sie dies ausgleichen und wie konnte sie es trotzdem schaffen?

Um das beantworten zu können, bedarf es durchaus intensiven Nachdenkens um zu dem Schluss zu kommen, dass sie gleich mehrere ausgleichende Eigenschaften haben muss und haben musste, um trotzdem zu ihrem Ziel zu kommen:

Zum einen zeigt sich da der unbedingte Wille zur Macht. Und dieser muss nicht analog mit den o.g. Fähigkeiten vorhanden sein. Dieser Wille kann für sich ganz alleine stehen. Geld dürfte nie ein Thema gewesen sein. Weder während ihres Studiums in Moskau, noch während ihres Lebens in der DDR. Geld hatten die Menschen genug, nur konnten sie sich nichts dafür kaufen. Sie wird zusätzlich etwas mehr davon gehabt haben, mit allerdings dem gleichen Effekt. Insofern kann Geld nie Motivation gewesen sein, denn im Sozialismus war mit Geld in privaten Händen sowieso kein Staat zu gewinnen.

Neu in der Bundesrepublik angekommen, war Geld weiterhin kein Thema. Der rasche politische Aufstieg und die Hofierung seitens des Altkanzlers, sorgte schnell für ein ordentliches Auskommen.

Gleichzeitig gehört als ausgleichendes Attribut ein hohes Selbstvertrauen in die eigene Person dazu, welches sie weder ihrem Aussehen (auch das ist keine Wertung und niemand hat sich selbst gemacht), noch ihren besonderen Kenntnissen ableiten konnte, was dadurch schon wieder faszinierend erscheint, weil die meisten Menschen sich – zumindest in Abständen – immer mal wieder in Selbstzweifeln wieder finden. Auch dies konnte man bei Angela Merkel nie bemerken wohl auch, weil sie nie vorhanden waren.

Auch hier hebelt sie wieder jedes Gesetz von Ursache und Wirkung, jedes Gesetz von „Schön UND Reich“ und jedes komplizierte Geflecht ungeschriebener Gesetze des sozialen Lebens aus, welches zwischen Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Und ohne all diese Voraussetzungen zu haben, andere Menschen ganz offensichtlich für sich einnehmen zu können, schaffte sie es innerhalb einer CDU, die wahrlich kein einfaches Pflaster ist und für Emporkömmlinge schon gar nicht, gegen alle Traditionen dieser Partei einen kometenhaften Aufstieg hin zu legen, der uns noch lange beschäftigen und ja, auch faszinieren wird.

Im Hintergrund jedoch zeigte sie sehr schnell die Fähigkeit, unliebsame Konkurrenten und vor allem Kritiker, los zu werden. In Aufzählung erscheinen sie zahlreich, doch tatsächlich sind sie in einer meist hoch disziplinierten CDU eher selten. Ist man es doch gewöhnt, dort disziplinierte, sich ihrer Position bewusste, Mitglieder zu haben, denen Fraktionszwang und Konformismus wichtiger zu sein scheint als Widerspruch und Diskurs. Das ist sicher nicht immer freiwillig, aber notwendig in dieser Partei überleben zu können.

Und obwohl die CDU viele Machtmenschen hervorzubringen in der Lage war, konnte niemand über Jahre diese Frau politisch überleben, der sich nicht bedingungslos hinter sie stellte. So listet NTV eine beeindruckende Zahl auf:

Zehn Merkel-Opfer

Helmut Kohl – der Bruch mit dem Förderer

Wolfgang Schäuble – dem sie die Wahl zum Bundespräsidenten vermieste

Laurenz Meyer – den sie auszutauschen schaffte

Friedrich Merz – den sie über Jahre aus dem politischen Geschäft kickte

Edmund Stoiber – der nach Brüssel weg gelobt wurde und verschwand

Günter Oettinger – den sie als Kritiker ebenfalls nach Brüssel verschiffte

Roland Koch – dessen weiteren Aufstieg sie verhinderte

Christian Wulff – dessen Demontierung er nichts entgegen setzen konnte

Wie geht das, eine machtvolle Riege angeblich machtvoller Männer einer machtvollen Partei nach und nach los zu werden und niemand kann etwas dagegen machen?

Hier kann es nur zwei Erklärungen geben. Eine ist ihrem Politikstil zuzuordnen, die andere wiederum ist wesentlich spannender: Die Struktur ihrer Persönlichkeit.

Politisch lernte sie die Kunst des Aussitzens. Dies lernte sie unter Helmut Kohl. In Deutschland geht das durchaus. Bei einer starken Wirtschaft, die sich auch bei hohen Steuerbelastungen zu halten in der Lage ist und immer wieder die Tugenden alter deutscher Traditionen von Fleiß, Disziplin und Forschungswillen durchsetzt, ist das Abwarten eines politisch Tätigen nicht immer ein Nachteil.

Der Markt im Kapitalismus hat nicht nur eigene Gesetze. Er hat auch eine Eigendynamik. Politisch kann hier nur versucht werden zu „lenken“, in welche Richtung auch immer, aber im Ergebnis ist nur eines wichtig: Wie sorge ich dafür, dass die meisten Menschen ihre Bedürfnisse einigermaßen befriedigt bekommen und wie sorge ich dafür, dass der Arbeitsmarkt einigermaßen gute Zahlen aufweist? Mehr nicht…

Die Persönlichkeit aber, die eine „Akzeptanz“ der Wirtschaft und des Wahlvolkes voraus setzt, spielt als weitere wichtige Voraussetzung mit hinein:

Der Narzisst (der Einfachheit halber in männlicher Form genannt) benötigt all das nicht, was oben Aufzählung fand. Der Narzisst hat sich selbst. Das genügt.

Der Narzissmus – so oft er auch vorkommen mag – ist für die Meisten auch heute noch ein unbekanntes Phänomen. Die Definition eines Narzissten, oder was ihn ausmacht, erklärt sich in kurzen, prägnanten Sätzen so:

Ein Narzisst ist eine übermäßig stark auf sich selbst bezogene Person mit überschwänglich positivem Selbstbild, was sie zugleich gegenüber negativer Kritik immunisiert. Solche Menschen überschätzen sich meist maßlos, interessieren sich kaum für andere und agieren häufig sogar rücksichtslos und kalt.

Und resümiert man diese Eigenschaften, addiert sie ihrem Umgang mit der politischen Konkurrenz hinzu, addiert wiederum ihre Art und Weise „Entscheidungen“ zu treffen, könnte man meinen, ein Persönlichkeitsmuster von Angela Merkel höchstpersönlich gefunden zu haben. Welches auch zutrifft…

 

Dies beantwortet auch die Frage, warum diese Kanzlerin politisch nicht zu verorten ist. Warum sie altkonservative Ansichten der CDU scheinbar gar nicht teilt. Warum sie sozialdemokratischer wirkt als Sozialdemokraten und manchmal wirtschaftsliberaler ist als ein Neoliberaler und grüner als mancher Fundi. All das ist sie aber in Wirklichkeit gar nicht. Weil sie nichts davon braucht. Sie braucht als Narzisst keine „Einstellung“ und keine „Werte“. Sie legt sie jeweils flexibel nach Wetter- und Aktenlage fest und nach dem geringsten Widerstand (obwohl sie sich hier 2015 verzockt hat). Sie braucht nur sich. Das genügt.

Auf die Frage hin, ob ein Narzisst etwas vermissen kann, gibt es weiterhin Aufschlussreiches:

Um also die Frage “Kann ein Narzisst vermissen?” zu beantworten: Nein, kann er nicht. Ein Narzisst wird niemals dich als Person vermissen, er vermisst lediglich die Aufmerksamkeit und Liebe, die du ihm gegeben hast.

Und hier kommen wir zu einem aktuellen Problem. Ihre menschenverachtende Einstellung – die sie jedenfalls den Deutschen gegenüber zeigt – wurde offensichtlich in dieser Pressekonferenz:

Pressekonferenz

Es genügt das Anschauen der letzten Minute…

In der Krise offenbart sich das Wesen des Menschen. Dem kann auch eine Angela Merkel nicht entgegen treten.

Diese Person ist nie in der Lage gewesen, nur ansatzweise eine Krise oder Problemlage lösen zu können. Sie hat nicht die konstruktive Durchsetzungskraft eines Helmut Schmidt, der beim Hamburger Hochwasser oder 1977 bei der Entführung der „Landshut“ seine Qualitäten zeigte. Sie hat lediglich die Chuzpe, sich in ernst zunehmender Lage schlicht mit Worthülsen durch den politischen Alltag zu mogeln und schafft es, mit Phrasen und Blendung auch heute noch große Teile der Bevölkerung hinters Licht zu führen, obwohl es offensichtlich ist, dass man auf rein gar nichts adäquat vorbereitet ist und sich auch nie die Mühe gab, auf etwas vorbereitet sein zu wollen.

„Wir schaffen das!“ ist eine der Worthülsen, mit der sie ganze Bevölkerungsteile begeisterte, die ihr folgen wir dem Rattenfänger zu Hameln.

Alle Krisen, Probleme und Herausforderungen sind nicht wichtig, im Geiste der Angela Merkel.  Es wirkt nur so. Es geht ja nicht um sie. Wohl merkend allerdings, dass der allergrößte Teil der Menschen in Deutschland „sie nun nicht mehr wollen“, pustet sie ihnen nun all ihre Verachtung entgegen, die ein gekränkter Narzisst nur aufbringen kann. Mit „Ihr habt mich nicht mehr lieb!“ ist dieses Verhalten eigentlich richtig zu übersetzen.

Und schlussendlich darf man die Frage stellen, ob dieses Land nicht von einem Menschen regiert wurde (und noch wird), die es schaffte alle hinters Licht zu führen?

Unlängst sagte der SPD Politiker Gabriel in einem Interview: „Frau Merkel hat mehr Gefühl im kleinen Finger als die meisten anderen in der ganzen Hand dahingehend, was in Deutschland geht und was nicht.“

Gut, von Gabriel gibt es mehrere rhetorische Ausrutscher, aber hier ist er auch schlicht dem geschickten Taktieren einer Narzisstin zum Opfer gefallen – wie Millionen andere vor ihm.

Denn die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist hingegen nicht nur eine tiefgreifende Störung der Persönlichkeit, die durch mangelndes Selbstwertgefühl, einer ausgeprägten Empfindlichkeit gegenüber Kritik und einem geringen Einfühlungsvermögen in andere Menschen besteht sondern sie befähigt solche Menschen auch, andere so für sich zu instrumentalisieren, dass sie es gar nicht merken…

Das, was wir noch merken werden sind die Folgen dieser Kanzlerschaft und vorbeugend denen Gegenüber, die den Nachfolgeregierungen die Schuld für kommende Krisen und Miseren in die Schuhe schieben werden sei gesagt, dass sie nicht vergessen mögen, dass Ursache und Wirkung die unangenehme Eigenschaft haben, zeitversetzt aufzutreten.

2 Kommentare zu „Frau Dr. Angela Merkel – eine Analyse …

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