CORONA oder: Wie uns unser System um die Ohren flog…

„Vielleicht haben wir ja Glück und wir lernen irgend etwas aus dieser Sache…“ sagte ich.

„Nee, tun wir nicht…“, sagte mein Gegenüber

„Glaub ich auch.“ so lautete mein Abschluss des Gesprächs und verschwand in meinem Büro…

Nein, ich werde mich eher weniger zum „Virus“ an sich äußern. Zu dessen Gefährlichkeit und den Differenzen des jeweiligen Empfindens. Und zu dem, wenn der eine Professor sagt: „Wir haben eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes.“ und dieser ungewollt eine Dynamik in Gang setzt, deren tatsächliches Ausmaß er nicht abschätzen konnte, während ein anderer Professor sagt: „Was wäre, wenn dieser Virus nicht entdeckt worden wäre und wir dies als starke Grippewelle eingestuft hätten?“ Hätte, hätte, Fahrradkette…

Was wir haben ist eine der wenigen Klarheiten: Ein Problem! Und ja, wir haben es wegen eines gefährlichen Virus.

Einem Problem begegnet man. Irgendwie und vor allem eben mit Maßnahmen. Auch o.k. Aber hier fängt dasjenige Problem an, welches wir noch haben werden – nämlich in Form der Auswirkungen – wenn der Virus erledigt ist und er nur noch Beachtung bei Stammtischwitzchen erhält.

Und nun sitzen wir in der Patsche! Wie lange, das weiß nur der Himmel. Quarantäne? Ausgangssperre? Ja gut, aber wie lange? Mit 14 Tagen ist das nicht getan und das weiß jeder. Jeder weiß auch, dass dies alles nur dazu gereicht, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Um etwas anderes geht es nicht.

Harald Lesch hielt nun einen neuen erwartbaren Vortrag: Er kritisierte darin auch das italienische Gesundheitssystem. Man habe dort nur 7.000 Intensivbetten mit Beatmungstechnik gehabt. Das Ergebnis sehen wir jetzt. In Deutschland seien es immerhin 13.000 Betten. Ein Hoch auf das deutsche System! Und dann rechnet er aus, wie schnell unsere Kapazitäten erschöpft seien. Nämlich ziemlich schnell. Und deshalb: Bleibt alle zuhause! Na, danke für den Tipp!

Schon mal was von Verhältnisrechnungen gehört? Italien hat ca. 60 Millionen Einwohner und eben diese 7.000 Betten – die zu wenige sind.

Deutschland hat nun ca. 83 Millionen Einwohner und 13.000 Betten. Wo stehen wir jetzt besser da, Herr Lesch?

„Wenn Du den Frieden willst, rüste für den Krieg!“ Die Grundidee findet sich schon bei Platon.

Hat das jemand? Nein. Warum? Ich denke, da kommen Sie selbst drauf. Hätten wir das Jahr 1986 – da herrschte noch der kalte Krieg – wäre der ganze Plunder der fehlt da gewesen. Hier bei mir auf dem Land im Norden von Rheinland-Pfalz bist Du alle 4 km vor den Zaun eines BW-Depots gelaufen. Selbst Getreidespeicher hat es gegeben.

Unlängst in einem Norma-Markt:

Eine Käuferin fragt eine Verkäuferin nach Vollmilch. Antwort: „Wir werden gerade nicht beliefert!“ Da waren meine Ohren spitz! Wie hieß es so vollmundig? Lasst die Hamsterkäufe, denn es ist genug da! Ja ja is klar….

Natürlich haben viele Spinner Hamsterkäufe getätigt. Wissen wir alle. Aber heute war die Norma nur mit ein paar Personen befüllt. Zudem Schilder, auf denen steht, dass nur haushaltsübliche Mengen raus gegeben werden. Leer waren die Regale trotzdem…

Lassen Sie uns nicht darüber reden, was eine Frau Merkel so meint zu sagen oder ihre politischen Anhängsel ohne Charisma, Stil und Anstand. Das ist die Mühe nicht mehr wert, die selbst das Schreiben eines Artikels kostet.

Lassen Sie uns darüber reden, wie krank ein System ist von dem wir uns haben Glauben machen lassen, dass es alternativlos sei.

Eben fuhr ein Bofrost Laster durch den Ort. Natürlich ohne Maske und Schutz. Ein Paketlieferant, der die Waren vor die Haustüre wirft und beim weg laufen sagt: „Ich unterschreibe für Sie!“ Kann ich verstehen. Kriegt der eigentlich Schmerzensgeld oder Gefahrenzulage? Ist das eigentlich schon Körperverletzung? Keine Ahnung.

Ein Pfleger eines Universitätskrankenhauses erzählte mir: „Das Gesundheitssystem war vorher schon krank! Ein Abstrich bei einem Patienten hatte die Frage zur Folge, ob man denn eine Maske haben könne. Die Antwort war: Nein, das verunsichert den Patienten. Fordern Sie ihn auf, bei dem Abstrich nicht zu sprechen…“ Ach, Dankeschön auch!

Also was jetzt? Zuhause bleiben und niemanden mehr besuchen? Vielleicht sogar noch die Handydaten auswerten lassen? Oder einfach nur den Gegenüber auffordern, nicht zu reden?

Am Ende dieses Zirkusses werden wir alle mehr wissen. Und vielleicht haben wir unsere Freiheit, unsere rechtsstaatliche Ordnung und unser bisheriges Leben verspielt.

Wenn Sie bei Lidl nun nicht mehr mit Bargeld bezahlen dürfen, dürfen Sie das wieder, wenn die Corona-Krise vorbei ist? Ich glaube kaum. Bargeld adé wurde ja schon favorisiert. Jetzt gehen Wünsche in Erfüllung!

Wir haben nichts! Nada! Niente! Und hier liegt das Problem! Das Lager steht auf der Autobahn und macht gerade Zwangspause. Und ja, die sozialistische Lufthoheit in Sachen Meinungsbildung schlägt jetzt, selbst für den völlig Unbedarften, voll durch.

Unser Problem? Wir haben zwei wesentliche Dinge völlig falsch gemacht:

1. Der Staat hat sich von seinen ureigensten Aufgaben verabschiedet

Warum? Weil es seine verdammte Pflicht ist, dafür zu sorgen, dass es – und jetzt wird es ganz ganz altmodisch – Depots gibt. Das es einen funktionierenden Katastrophenschutz gibt. Das es eine Strom- Wasser- und Gasversorgung in staatlicher Hand gibt und das es Reserven gibt, welcher Art auch immer. Im Übrigen eine ur-linke Position. Er hat dem Bürger eine Fürsorgepflicht gegenüber, die dann greift, wenn sie benötigt wird. Und ja, das kostet Geld, etwas vorzuhalten, das man nach einiger Zeit weg schmeißen muss um es neu zu kaufen. Ja, das ist teuer und ja das verbrennt Geld. Als hätten wir noch nie Steuergelder verbrannt….

2. Die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft waren zu massiv.

Warum? Weil es eintausend Hürden gibt, bevor man einen Tisch bauen darf und „kann“. Weil man vor zweitausend Verordnungen sitzt, Zwangsmitgliedsbeiträge in unnütze Organisationen zahlen muss und weil es Phantomlöhne gibt. Weil man ständig die Griffel in etwas hinein gehalten hat, von dem man einerseits nichts versteht und andererseits gerne vergisst, dass der Markt schon seine eigenen Gesetze hat und keine neuen braucht. Und hier haben wir nun eben keine ur-linke Position, die gut wäre sie zu haben, sondern eine vollkommen liberale Position die hier besser wäre, sie zu haben.

Warum?

Weil uns gerade genau diese Vorgehensweise um die Ohren fliegt. Die Wechselwirkungen zwischen Politik und Wirtschaft nämlich.

Die Politik mischte sich in wirtschaftliche Abläufe hinein, obwohl niemand nach ihr rief. Beispiele dafür finden Sie in Brüssel genug.

Und die Wirtschaft hält einen sagenhaften Lobbyismus am leben, der es möglich macht, dass das Hintertor zum Kanzleramt zur Drehtüre umfunktioniert wurde, damit Manager und Banker ganz in Ruhe auch nach 2008 ein eigentlich funktionierendes System in aller Ruhe zum eigenen Vorteil ausschlachten konnten wie eine Weihnachtsgans.

Und jetzt? Haben wir nichts! Keine Handschuhe. Keine Masken. Keine Vorräte. Keine Schutzanzüge. Keine Atemgeräte. Keine Milch.

Wer das realisiert, glaubt er sei in Mexiko. Oder in Nigeria. Das würde man auch glauben. Aber Deutschland? Italien? Großbritannien? USA?

Gut, in unserer Gegend mag ich nachvollziehen können, dass man da einen Engpass an Produktionskapazitäten haben kann. Wir bauen so was wie Holzzerkleinerungsmaschinen oder biegen Rohre in Richtungen, die man gar nicht kannte. Aber woanders? Wenn ich ins „Ländle“ fahre sehe ich neben den Autobahnen viele viele Großunternehmen aller Branchen. Niemand dabei, der mal am Tag 50.000 paar Handschuhe zu produzieren in der Lage ist? Was ist los Ihr tollen Manager?

Nein, Corona ist nicht DAS Problem. Es ist EIN Problem. Ganz klar. Aber unser System ist DAS Problem und es ist noch viel größer, weil es gerade wegen dieses Problems uns nun viel länger als Problem erhalten bleiben wird.

Jetzt bekommen die Leute Kredite und sogar Zuschüsse ohne Rückzahlungsverpflichtung. Gut so, denn nun kann und muss man das Portemonnaie auch mal für die eigenen Leute aufmachen. Aber dann?

Erhaltene Zuschüsse werden übrigens gewinnwirksam verbucht und müssen später beim Finanzamt angegeben werden. Schon gewusst?

Wir rollen nun mit Volldampf in eine Insolvenzwelle. Und nur, weil die Insolvenzpflicht für Unternehmen ausgesetzt worden ist, also eine GmbH nicht mehr nach Zahlungsunfähigkeit innerhalb von 3 Wochen die Insolenz anmelden muss, sondern erst zum 30.09.2020 oder ein wenig später, ist es deswegen noch lange nicht nicht insolvent.

Wir rollen auf Arbeitslosenzahlen zu, die wahrscheinlich die Zahl der 6 Millionen nach der Maueröffnung toppen werden. Das werden wir noch zu stemmen haben!

Wir haben nach der Finanzkrise 2008 nicht die Ursache bekämpft und wer heute glaubt, Frau Merkel hat die damalige Krise (mit-) gemeistert, hat schlicht keine Ahnung. Wir haben nur die Symptome gelindert. Bis 2020….

Das ist vergleichbar mit einem Menschen der Schnupfen hat. Der kauft sich ein Wick-Medi- Night. Das Zeug ist auch gut, denn es macht den Krankheitsverlauf einfach etwas angenehmer. Es heilt aber nicht die Krankheit, also die Ursache. Es lindert das Symptom.

Das haben wir auch gemacht. Wir haben die Pressen laufen lassen und nette viele Banknoten kamen in Form von Krediten da heraus.

Jetzt laufen sie wieder. Und wieder gibt´s Kredite…

Die haben aber die unangenehme Eigenschaft zurück gezahlt werden zu müssen. Für 2020 wäre diese Maßnahme nachvollziehbar. Für 2008 auch? Egal! Wir hatten ja keine Ahnung!

Doch jetzt ist das Pulver verschossen. Das wird noch zu bemerken sein.

Was ein Deflationsschock bzw. eine galoppierende Inflation – je nach Zeitpunkt – bedeutet und was als Erstes kommt, brauche ich hier nicht hin zu schreiben. Dazu können Sie Dirk Müllers Videos anschauen. Der kann das gut erklären…

Jetzt hat sich bei der Beschlußlage, wie man mit der Bedrohung des Virus umgehen muss, etwas entwickelt, aus dem heraus zu kommen eigentlich niemand mehr eine Lösung weiß… Auch ich nicht. Das wäre ja was….

Wie lange wollen Sie denn nun bei dieser Eigendynamik, die sich niemand mehr – nachvollziehbar – zu durchbrechen trauen wird, die Leute einsperren? Wie lange bleiben die Geschäfte geschlossen? Wie lange liegt ein Land denn nun lahm? Wie lange reichen denn 9.000 € Soforthilfe?

Nicht ernsthaft glaubt jemand, diese Situation wäre im April, Mai oder Juni erledigt. Oder heißt es dann etwa plötzlich: Wir haben die größte Gefahr gebannt. Nun könnt Ihr wieder los legen? Wir werden sehen. Und wir werden sehen, was der Virus dazu meint….

Was glauben Sie was die Deutschen nach 3 Monaten einer Ausgangssperre light tun werden?

Hier wage ich mal eine Prognose:

Die krabbeln Dir die Tapete hoch und irgendwann geht der Erste raus und sagt: Jetzt schmeiße ich meine Maschine wieder an und Ihr könnt mich mal – Verzeihung! – am Arsch lecken!

Genau das wird er sagen und genau das wird er tun!

Und was wollen Sie dem entgegen setzen? Die Bundeswehr? Ich lach mich schlapp. Ach, da wären wir ja wieder bei dem Siechtum und dem Notleiden notwendiger – wenn auch kostenintensiver – Institutionen…

Ich bin gespannt, wer jetzt den Stein der Weisen noch zu finden in der Lage ist…

Das Leben ist kein Ponyhof. Und das Schicksal nimmt eigene Wege. Und weil das so ist, spart normalerweise der kleine Mann ein wenig aufs Sparbuch, besitzt eine Tiefkühltruhe und vielleicht sogar einen Generator. Jeder hat da so seine eigenen Vorlieben….

Aber wie war denn unser Land vorbereitet? Vor einigen Woche noch wurden wieder Klinikschließungen abgesegnet.

Während eines Booms, der nun seit über 10 Jahren angedauert hat, künstlich beamtet durch fragwürdige Geldpolitik, hat der Staat was tatsächlich gemacht?

Nun, sehen wir das Ergebnis: Kleine Selbständige haben nicht mal Luft, 4 Wochen durchzuhalten ohne Subventionen.

Arbeitnehmer bekommen von Niedriglöhnen sagenhafte 60 % (bei Kindern 67%) Kurzarbeitergeld. Wahnsinn!

Da hilft jetzt unser Gender*Staat mit Helferkomplex Richtung Marakesch gerne aus…Mit Krediten! Toll! Danke auch!

Vorbereitet jedoch – und genau das hätte geholfen – war er nicht, dieser Staat. Und genau deswegen bleiben Sie jetzt zuhause!

Gegen den Virus konnte er bis heute nichts machen und das macht auch niemand zum Vorwurf.

Aber er hätte Betten, Handschuhe, Masken und Anzüge haben können und so hätte er sogar eine flächendeckende Versorgung – zumindest im Ansatz – vorhalten können.

Er hat versagt, dieser Staat. Nicht mehr und nicht weniger. Und um das zu erkennen, dafür war diese Krise tatsächlich gut. Auch wenn es zynisch klingen mag. Jetzt fahren die Italiener mit ihren Iveco-Armeelastern die Leichen zum Krematorium. Warum? Weil sie nun Ärzte dazu verdammt haben zu entscheiden, wer von den 5% der Viruserkrankten, bei denen der Verlauf dies notwendig macht, an ein Atemgerät kommt und wer nicht…

Das kann – und niemand will es hoffen – sofort in Deutschland auch geschehen.

Denn wenn es im Norma nicht mal Milch gibt, dann ist ein positiveres Szenario für unser Land wohl kaum noch herleitbar.

Und schlußendlich bleibt dann die Mathematik mal wieder: Was wäre, wenn wir einfach besser vorbereitet gewesen wären? Wenn wir mehr Ausrüstung, mehr Klinikbetten und der anderweitig nötigen Dinge gehabt hätten? Wäre dann ein „Billionen Rettungsprogramm“ – wie die Waiblinger Zeitung schreibt – vielleicht doch geringer ausgefallen? Ohne die Folgen, die dies haben wird, denn irgendwie wird dieses Geld wieder herein zu holen sein und dreimal dürfen Sie raten, wer am Ende des Tages die Zeche zahlen wird…

Der Staat hat versagt! Das sollte jedem klar sein…. Und wenn es bald grüne Kekse zu kaufen gibt, bleiben Sie skeptisch.